Hallo lohengrin,
Rückfrage: Ritzel (also hinten) oder Kettenblatt (also voren
bei den Pedalen)? Du solltest möglichst nicht alle 7 (8,9)
Ritzel auf einem Kettenblatt fahren, da sonst die Kette
ziemlich stark ausgelenkt und damit särker strapaziert wird.
Ich selber schalte auf dem jeweils drittgrößten Ritzel beim
Bergauffahren immer vorne auf das kleinste Kettenblatt, bevor
ich noch weiter herunter schalte (was vielleicht bei Dir nicht
nötig ist, ich muss immer meinen Doppelzentner die Steigungen
mit hoch nehmen:wink:
Das ist jetzt wirklich mal relativ grober Unfug. Was macht es
denn für einen Sinn, ein Fahrrad mit über 20 Gängen zu fahren,
wenn man nur sehr wenige davon auch nutzt.
Erstens mal ist es eine alte Weisheit, dass nicht alle Kettenblatt-/Ritzelkombinationen wirklich zu verschiedener Entfaltung führen. (den Begriff Entfaltung muss ich einem Fachmann wie Dir sicher nicht erklären, oder?) Daher muss man nicht mit jedem Kettenblatt jedes Ritzel fahren.
Außerdem hilft die von mir beschriebene „Bereichsschaltung“ bei meiner physischen durchaus wechselnden Verfassung viel: Bin ich müde oder kommt der Wind von vorne, kann ich auf niedrigerem Niveau feinverteilt schalten, bin ich fit oder der Wind steht still oder gar günstig, kann ich auf höherem Niveau feinverteilt schalten. Zum anhalten runterschalten ist mir sowieso Gewohnheit. Aber vielleicht ist so ein Verhalten auch nur für Alltags- und Ganzjahresradler üblich.
Und vor allem die
Begründung, um die Kette zu schonen?! Der hintere Umwerfer ist
doch beweglich, damit dürfte die Kettenspannung relativ
konstant sein.
Ich sprach nicht von Kettenspannung, sondern von Kettenauslenkung und meinte damit die seitliche Auslenkung. Die Kette wird umso stärker abgenutzt, je weniger „parallel“ sie gefahren wird. Wie durch einfache Anschauung eines Fahrrades mit Kettenschaltung erkannt werden kann, gibt es pro Kettenblatt maximal zwei Ritzel, die die Bedingung erfüllen, dass die Kette nicht seitlich verzogen wird. Je stärker der seitliche Verzug ist, dest stärker auch der Verschleiß der Kette. Wenn Du eine seitenelastische Kette hast, oder der hintere Umwerfer bei Deinem Rad so konstruiert ist, dass er das Ritzelpaket seitwärts verschiebt, so dass das aktuell geschaltete Ritzel optimal in Flucht zum aktuellen Kettenblatt liegt, lass mir die Info zukommen, die Sachen möchte ich auch probieren. Du darfst natürlich die Patentierung abwarten, denn solch sensationelle Erfindungen läßt Du Dir doch sicher patentieren.
Was vielleicht tatsächlich zu vermeiden ist,
ist das Fahren mit größtem Kettenblatt -größtem Ritzel, aber
das ist ein Gang, den man eh`seltenst braucht.
Nicht nur vielleicht, sondern sicher! Diese Konstellation klappert übrigens auch mörderisch, wenn man denn wirklich die Funktion seines Fahrrades zu hören imstande ist.
Ich gebe zwar zu, daß die kette mit der Zeit ausleiern kann,
Sie kann nicht nur, sie tut es sogar.
aber bei großer Beanspruchung tut sie das sowieso
Und die Beanspruchung wächst durchaus mit der seitlichen Auslenkung der Kette.
- und dann
sollte man sie gegebenenfalls auch rechtzeitig gegen eine neue
austasuchen, weil man sich sonst die Ritzel rundfährt.
Rechtzeitig ist bei dem einen eher und bei dem anderen später. Übrigens, nach ca. 20 000 bis 25 000 km habe ich auch tatsächlich die Ritzel abgefahren gehabt, lag das jetzt am zu späten Kettentausch, oder daran, dass auch die Ritzel aus Material mit endlicher Lebensdauer gefertigt sind?
Gruß, Karin