günstige ,ausbreitende ,schöne Bepflanzung gesucht

Hallo,

wir haben hier eine Art Vorgarten vorm Haus, der zwar bepflanzt werden darf, aber der Stadt gehört und im Moment halt verwildert. Ist ein kleiner Hang , der (weil vorm Haus ) Mittags und nachmittags in der Sonne liegt, und morgens /abends eher schattig.

Das ganze ist ein eher trockener, lehmiger Boden. Obstbäume zB wachsen nicht.

Ich suche jetzt was (das ganze ist ca 5*2m am Hang) zum Pflanzen, das dort gut wächst, wenig aufwendige Pflege braucht, wenig Wasser, und sich gut vermehrt und schön blüht. Gerne mehrere Pflanzen, das das bunt wird, aber halt relativ günstig und pflegeleicht. :smile:

Würde mich über Tips sehr freuen.

Lg

Brenna

Servus,

auch hier dürfte es um tonigen, nicht lehmigen Boden gehen - sonst wäre das weiter kein Problem.

Trotzdem: Warum nicht mit Bodendecker-Rosen probieren? Es gibt ziemlich viele Sorten, die wenig pilzanfällig sind - zu erkennen an den relativ einfachen Blüten. Die brauchen in den ersten Jahren ein wenig Beikrautregulierung im Mai/Juni, sonst halt einen Schnitt im Frühjahr, um das tiefe Verzweigen zu fördern. Die Früchte kann man dran lassen, gibt dann auch im Herbst/Winter noch bissel Farbe und was für die Vögel.

Denkbar wäre auch eine Wiese mit markanten Gräsern (Knaulgras, das wir seinerzeit „Diplomlandwirtsgras“ nannten, weil es jeder Depp auf zehn Meter gegen den Wind erkennt und benennen kann, ist sehr robust und kann fast alles ab), Wiesensalbei, Wiesenstorchschnabel, Wiesenmargerite (alle drei haben keine Schmerzen mit tonigen Böden und brauchen keinerlei Pflege - wenn sie mal da sind, machen sie von selber weiter und säen sich aus). Gleiches gilt für Fingerhut und Akelei - man kann sie nach dem Prinzip „Fire and Forget“ halten, die kommen schon alleine klar.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Nachschlag

  • ebenfalls mit schweren, kalten Böden und ohne viel Betreuung mit sich selber zurecht kommt das Löwenmäulchen Antirrhinum maius. Wo es einmal ist, sät es sich selber weiter aus, wenn man nicht zu panisch hackt - die Folgegenerationen sind für so eine Situation, wie Du beschreibst, schöner als die Hochzuchtformen im Handel: Sie sind in Habitus und Farben sozusagen zwischen der Wildform und den Zuchtformen.

Wenn wir schon bei Zweijährigen sind: Einen Versuch in dieser Lage ist auch die Nachtkerze Oenothera biennis - die hell zitronengelben Blüten gehen just mit Sonnenuntergang auf; eine faszinierende Pflanze deswegen, weil sie zu den sehr wenigen Pflanzen gehört, deren Bewegungen (hier beim Öffnen der Blüten) man mit bloßem Auge wahrnehmen kann. Wenn es Nachtkerzen gefällt, säen sie sich ebenfalls selber weiter aus.

Und noch eine, der ein schwerer Boden nichts ausmacht und die man über die Jahre sich selber überlassen kann, wenn sie einmal da ist: Die Wilde Karde Dipascus Fullonum - die winzigen Blütchen sind unscheinbar, aber die Blütenstände stehen in ihrer Form und Struktur prächtig da. Außerdem kann es leicht passieren, dass bei aussamenden Karden ein Stieglitz zu Besuch kommt. Allein das ist es schon wert, dass man ein paar davon stehen hat.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo,

würde mich auch für bodendeckende Rosen entscheiden.
Dann hat man auch vor Hunden und Katzen seine Ruhe.

Grüße
miamei

Hey, danke für Deine Antwort— da bekommt man richtig Lust aufs Pflanzen!!!

Lg

Brenna

So sah ich das vor mir…
Hi!
Ich sehe einen trockenen Hang, voll mit duftenden und bunten Blüten, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, Eidechsen (wenn ihr Glück habt), Grillen, Heuhüpfer…

Denkbar wäre auch eine Wiese mit markanten Gräsern (Knaulgras,
das wir seinerzeit „Diplomlandwirtsgras“ nannten, weil es
jeder Depp auf zehn Meter gegen den Wind erkennt und benennen
kann, ist sehr robust und kann fast alles ab), Wiesensalbei,
Wiesenstorchschnabel, Wiesenmargerite (alle drei haben keine
Schmerzen mit tonigen Böden und brauchen keinerlei Pflege -
wenn sie mal da sind, machen sie von selber weiter und säen
sich aus). Gleiches gilt für Fingerhut und Akelei - man kann
sie nach dem Prinzip „Fire and Forget“ halten, die kommen
schon alleine klar.

*räusper*, also von Akelei würde ich abraten und auch Fingerhut - wunderschön, aber doch sehr „dominant“. Die Pflanzen klingen für mich ein wenig „fett“, ich stelle mir den Hang nährstoffärmer vor, aber das könnte man ja schlicht probieren oder mal einen Fachmann vor Ort draufschauen lassen.

Eine bunte, trockene, nährstoffarme Wiese, die ein- oder höchstens zweimal im Jahr gemäht werden muss… Viel weniger Arbeit, geht fast gar nicht.

Grüße
kernig
*gedanklich grad an den Wacholderhängen der fränkischen Schweiz*

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