Hallo,
ich habe ein kleines Problem. Wir haben eine Wohnung geerbt und diese für 20 000 renoviert. Wir haben gedacht dass die Heizung die da drin war ausreichend wäre. Anscheinend ist sie das nicht. Es ist ein Kachelofen der mit öl beheizt wird. Die Wohnung hat 70 qm . Es sind an den Wänden zu jedem Zimmer Öffnungen. Aber anscheinend ist dies jetzt nicht ausreichend.
Meine Frage ist nun ob es eine günstige Möglichkeit gibt in einzelnen Räumen zu heizen. Wir können nicht viel investieren und wollen auch nicht Wände oder Böden aufreisen.
falls ein Kamin vorhanden ist, kann ich Ihnen einen
Pelletskaminofen (reines Luftgerät) empfehlen. Dieser
wird durch BAFA im Moment noch mit 500 Euro bzw. mit
20% der Nettoinvestitionssumme gefördert. Preise
erhalten Sie bei Ihren Heizungsbau- Fachbetrieb,
welcher Ihnen auch ein kpl. Angebot erstellt.
normalerweise ist ein Kachelofen, welcher mehrere Zimmer beheizen soll an zentraler Stelle angeordnet, so daß jedes Zimmer einen direkten Warmluftaustritt zum Kachelofen hat. Ihre Erklärung verstehe ich so, daß in Ihrem Falle lediglich Öffnungen in den Zimmertrennwänden vorhanden sind, damit ist eine ausreichende Beheizung der Zimmer natürlich kaum zu erreichen. Sie sollten mal über eine Einrohr-Etagenheizung nachdenken
Prinzipiell gibts es für günstig nur wenig Möglichkeiten:
Holzeinzelöfen - Nachteil natürlich die Beschickung - also Holz nachlegen
Das ist die langfristig absolut sinnvolle Variante: Wärmedämmung - Das erhöht außerdem sehr entscheidend das Wohnklima, da die Wände dann nicht mehr kalt abstrahlen - die gefühlte Temperatur bleibt dann gleich, auch wenn es im Raum um 2 Grad weniger hat - das sind immerhin 16% Heizkosten - zusätzlich. Wenn ihr Handwerklich geschickt seid macht eine Innenwärmedämmung aus Styropor - funktioniert gleichzeitig auch als Dampfbremse! (Gesamteinsparung ca. 40-50% der Heizkosten und es wird überhaupt mal überall warm) Die nächste Möglichkeit wären sog. „Winterfenster“ oder eben das Fensterglas gegen modernes Wärmeschutzglas tauschen - wenn man es selber machen kann und das Glas direkt von der Fabrik kauft eine tolle Möglichkeit (Einsparung ca. 30%)
ohne eine Skizze der Wohnung zu sehen, kann ich nur wenig dazu sagen. Wenn ein Kachelofen angeschlossen ist, vermute ich aber, dass es sich um eine renovierte Altbau-Wohnung handelt und ein gemauerter Schornstein existiert. An diesem könnte meines Erachtens in einem anderen Raum, der auch an den Schornstein grenzt, ein einfacher Kaminofen (evtl. Pelletofen) angeschlossen werden. Vermutlich würde eine geringe Leistung des Ofens (ca. 5 bis 6 kW) ausreichend sein, da es ja nur um die Deckung eines zusätzlichen Wärmebedarfs geht. Die günstigsten Öfen kosten ca. 300 € (z.B. bei Hagebau). Hinzu kommen dann noch die Kosten für Abgasrohr, Rohrbogen, Schornsteinfutter etc.; dafür können noch einmal ca. 100 € veranschlagt werden. Wenn das eine Lösung wäre, würde ich mich mit dem zuständigen Schornsteinfeger bzgl. Anschluss am Schornstein in Verbindung setzen. Auf jeden Fall muss der evtl. neue Anschluss am Schornstein auf einer anderen Höhe liegen als der bereits vorhandene. Zum Herstellen des Loches im Schornstein gebe ich gerne noch Tipps, wenn dies gewünscht wird.
Mit freundlichem Gruß
JDaub
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich sehe nur die Möglichkeit, an den Tagen, die kalt sind elektrisch nachzuheizen mit kleinen Elektrolüftern, die kann man auch schnell wieder wegräumen und kosten nicht viel.
Möglicherweise kann man an den Kamin noch einen zweiten Ölofen anschließen, das muss man aber mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister absprechen.
Da fällt mir ein, in Baumärkten gibt es doch jetzt diese „offenen Kamine“, die mit Geel- oder Flüssigbrennstoff betrieben werden, die keinen Kamin brauchen. Das wäre auch noch eine Möglichkeit Energie in die Räume zu bekommen und sieht noch schön aus.