Hallo zusammen,
wer kennt eine Bank die eine günstige Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital anbietet?
Danke und Gruß
Rita
Hallo zusammen,
wer kennt eine Bank die eine günstige Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital anbietet?
Danke und Gruß
Rita
sorry, wenn ich ich so brutal bremse,
aber das wird keine bank tun, die auch nur im entferntesten seriös ist.
ausnahme: gute, wertige sicherheiten.
viele grüße
uwe
Tach uwe,
warum eigentlich nicht?
Wer kann mir den Sinn dahinter erklären?
mfg
Bert
Moin,
warum eigentlich nicht?
Wer kann mir den Sinn dahinter erklären?
die Bank will irgendwann ihren Kredit wieder zurückbezahlt bekommen und das ist ein extrem hohes Risiko, wenn der Kaufpreis von ihr voll beliehen wird und sie keine sonstigen Sicherheiten hat.
Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen:
* Du kaufst ein Haus für 300.000 EUR.
* Die Bank schätzt, wieviel sie beleihen kann, damit sie - falls Du Deinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommst - bei einem Verkauf / Versteigerung des Hauses ihren Kredit zuzüglich aufgelaufener und nicht bezahlter Zinsen, Kosten etc. wieder hereinbekommt. Für diese Schätzung rechnet sie ein, was das Haus jetzt wert sein könnte, wie sich der Markt vielleicht verändert etc.
* Dann kommt sie beispielsweise auf einen Kreditbetrag von 200.000 EUR, was übersetzt für Dich heißt: Wenn Du Kunde nicht mehr zahlst und wir das Haus versilbern müssen, kriegen wir unserer jetzigen Einschätzung nach am Markt problemlos EUR 200.000.
* Du musst jetzt die Differenz als Eigenkapital zuschießen oder der Bank weitere Sicherheiten (z. B. eine Grundschuld auf eine weitere Immobilie) anbieten, damit sie Dir die fehlenden EUR 100.000 auch noch geben.
* Wenn Du weder die EUR 100.000 als Eigenkapital hast noch weitere Sicherheiten dafür bieten kannst, nimmt die Bank Abschied von der Finanzierung. Dann solltest auch Du Dir überlegen, ob das Ganze nicht eine Nummer zu groß für Dich ist; denke nur mal daran, was passiert, wenn sich Deine (Gehalts)eingänge reduzieren, sich Deine Ausgaben erhöhen o. ä. und Du deshalb Schwierigkeiten bekommst, die monatlichen Raten zu bezahlen.
Gruß vom Wolf
Hallo,
* Du kaufst ein Haus für 300.000 EUR.
* Die Bank schätzt, wieviel sie beleihen kann, damit sie -
falls Du Deinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommst
- bei einem Verkauf / Versteigerung des Hauses ihren Kredit
zuzüglich aufgelaufener und nicht bezahlter Zinsen,
Kosten etc. wieder hereinbekommt.
Also mit Zinsen heisst da eigentlich das die Bank ihren Gewinn nicht verlieren will,oder
Für diese Schätzung rechnet
sie ein, was das Haus jetzt wert sein könnte, wie sich der
Markt vielleicht verändert etc.
* Dann kommt sie beispielsweise auf einen Kreditbetrag von
200.000 EUR, was übersetzt für Dich heißt: Wenn Du Kunde nicht
mehr zahlst und wir das Haus versilbern müssen, kriegen wir
unserer jetzigen Einschätzung nach am Markt problemlos EUR
200.000.
Verstanden.
* Du musst jetzt die Differenz als Eigenkapital zuschießen
oder der Bank weitere Sicherheiten (z. B. eine Grundschuld auf
eine weitere Immobilie) anbieten, damit sie Dir die fehlenden
EUR 100.000 auch noch geben.
* Wenn Du weder die EUR 100.000 als Eigenkapital hast noch
weitere Sicherheiten dafür bieten kannst, nimmt die Bank
Abschied von der Finanzierung. Dann solltest auch Du Dir
überlegen, ob das Ganze nicht eine Nummer zu groß für Dich
ist; denke nur mal daran, was passiert, wenn sich Deine
(Gehalts)eingänge reduzieren, sich Deine Ausgaben erhöhen o.
ä. und Du deshalb Schwierigkeiten bekommst, die monatlichen
Raten zu bezahlen.
Ja aber was hat das denn mit meinem Eigenkapital zu tun?
Wenn ich mir ein Haus für 300000 Kaufen will und ich habe 100000 Eigenkapital will ich von der Bank ja eh nur 200000 und keine 300000 die die Bank mir dann auf 200000 runter rechnet.
Sorry aber das hab ich noch immer nicht verstanden.
Mein Beispiel
Ich habe 100000 Eigenkapital welches ich allerdings nicht für das Haus ausgeben will sondern für sonst was.
Ich will ein Haus kaufen welches 200000 kostet und will dieses Voll finanzieren. Das Haus ist auch wirklich 200000 Wert.
Wo ist denn da das Problem der Bank. Der Wert des Hauses fällt Pro Monat bestimmt nicht so viel wie ich jeden Monat abbezahle. Wenn ich mir also nach zB 5 Jahren die Raten nicht mehr leisten kann wo soll denn da der Wertverlust oder das Risiko für die Bank sein?
mfg
Bert
Moin,
* Du kaufst ein Haus für 300.000 EUR.
* Die Bank schätzt, wieviel sie beleihen kann, damit sie -
falls Du Deinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommst
- bei einem Verkauf / Versteigerung des Hauses ihren Kredit
zuzüglich aufgelaufener und nicht bezahlter Zinsen,
Kosten etc. wieder hereinbekommt.Also mit Zinsen heisst da eigentlich das die Bank ihren Gewinn
nicht verlieren will,oder
Ja, sie hätte ja das Geld auch anderweitig anlegen können, z. B. Anleihen kaufen.
…
* Du musst jetzt die Differenz als Eigenkapital zuschießen
oder der Bank weitere Sicherheiten (z. B. eine Grundschuld auf
eine weitere Immobilie) anbieten, damit sie Dir die fehlenden
EUR 100.000 auch noch geben.
* Wenn Du weder die EUR 100.000 als Eigenkapital hast noch
weitere Sicherheiten dafür bieten kannst, nimmt die Bank
Abschied von der Finanzierung. Dann solltest auch Du Dir
überlegen, ob das Ganze nicht eine Nummer zu groß für Dich
ist; denke nur mal daran, was passiert, wenn sich Deine
(Gehalts)eingänge reduzieren, sich Deine Ausgaben erhöhen o.
ä. und Du deshalb Schwierigkeiten bekommst, die monatlichen
Raten zu bezahlen.Ja aber was hat das denn mit meinem Eigenkapital zu tun?
Wenn ich mir ein Haus für 300000 Kaufen will und ich habe
100000 Eigenkapital will ich von der Bank ja eh nur 200000 und
keine 300000 die die Bank mir dann auf 200000 runter rechnet.Sorry aber das hab ich noch immer nicht verstanden.
Die Bank rechnet aus, wieviel sie Dir maximal geben könnte (im Beispiel EUR 200.000). Wenn sich diese Zahl mit Deinem Kreditwunsch deckt: Prima! Du kriegst EUR 200.000, musst aber trotzdem an den Verkäufer EUR 300.000 zahlen. Die Differenz sind Deine EUR 100.000 Eigenkapital!
Mein Beispiel
Ich habe 100000 Eigenkapital welches ich allerdings nicht für
das Haus ausgeben will sondern für sonst was.
Ich will ein Haus kaufen welches 200000 kostet und will dieses
Voll finanzieren. Das Haus ist auch wirklich 200000 Wert.
Wo ist denn da das Problem der Bank.
Wie schon erwähnt: Die Bank ermittelt wahrscheinlich einen anderen Wert, nämlich den, von dem sie annimmt, daß sie das Haus auch wieder ohne großen Aufwand (sprich: Kosten, Zeitaufwand etc.) loswird. Und der liegt i.d.R. unter Deinem Kaufpreis.
Der Wert des Hauses fällt
Pro Monat bestimmt nicht so viel wie ich jeden Monat
abbezahle. Wenn ich mir also nach zB 5 Jahren die Raten nicht
mehr leisten kann wo soll denn da der Wertverlust oder das
Risiko für die Bank sein?
Durch diese Schätzung ist es eben kein Risiko für die Bank, sondern für Dich.
Wenn Du so überzeugt davon bist, daß das Haus unter allen Umständen im Wert steigt, dann strecke mehr Eigenkapital rein; für Dich wäre das ja dann eine Superrendite!
Noch was zum Risiko: Du zahlst zwar Deine Raten, aber woher weiß die Bank, daß Du zusätzlich noch das Haus gut in Schuß hältst? Eine Ruine ist dann noch weniger Wert - durch die Kreditgewährung wird das auch zum Risiko der Bank.
Früher hat man mal gesagt: Immobilienpreise kennen nur einen Weg: Nach oben. Schau Dir inzwischen mal die Preisentwicklungen nicht nur in den Top-Städten Wiesbaden, München, an. Und frage auch mal Investoren, die Anfang der 90er Jahre in den neuen Bundesländern investiert haben. Und dann frage Dich auch, warum die Banken in den letzten Jahren soviele Wertberichtigungen vorgenommen haben, Kreditabteilungen verkleinert (sprich: Personal entlassen, das dann nicht mehr seine Kredite bezahlen konnte)…
Hoffe, umfassend Klarheit gebracht zu haben.
Gruß vom Wolf
Hallo Rita,
blablabla… lass Dich nicht verrückt machen 
Ich habe mir vor zwei Jahren ein kleines (!) Häuschen gekauft ohne jegliches Eigenkapital, allerdings mit einem Wert unter 100.000 Euro.
Nachdem ich überall abgeblitzt bin, habe ich über die Commerzbank ein Darlehen bekommen, das für mich akzeptabel war.
Dies war aber damals die einzige Bank die sich dazu bereit erklärt hat.
Da ich alleinstehende Frau bin, zieren die sich natürlich noch mehr!
Aber Freunde von mir (Ehepaar, Doppelverdiener ohne Kind) haben auch ohne Eigenkapital ihre Eigentumswohnung finanziert bekommen, und sogar noch Geld für die Renovierung obendrauf.
Es geht, man muß nur ziemlich Klinken putzen und hat natürlich den großen Nachteil, daß man kaum verhandeln kann…
Da muß sich jeder überlegen, ob er das Angebot akzeptieren kann oder nicht. So lange man aber in seinen Ansprüchen bescheiden bleibt und keinen teuren Neubau haben muß, why not?
Viel Erfolg und Grüße
Martina
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