günstige Küche

Hallo,

wir werden bald umziehen und stellen gerade fest, dass fast alle Wohnungen ohne Küche vermietet werden.
Daher werden wir wahrscheinlich bald - trotz dünnem Geldbeutel - in den Genuss kommen, eine Küche kaufen zu müssen und würden gerne etwas kalkulieren und planen können.

Es gibt nette schwediche Möbelhäuser und diverse Discounter, die Küchen anbieten. Das ist nicht das Problem, aber entweder sind die trotzdem teuer oder sehen wie Sperrmüll aus. Zudem brauchen wir alle Elektrogeräte (außer einen Gefrierschrank).

Wir haben keine großen Ansprüche und in 6 bis 10 qm passt nicht wirklich viel rein, aber eine Gebrauchte von Ebay wollen wir nicht.
Auch wenn es hier einige Köche gibt, die Edelstahl und Gasherd kaufen würden - soetwas geht halt nicht. Die Küche wird schon täglich zum Kochen genutzt und ich lege viel Wert auf eine praktische Handhabung. Die Küche ist im Moment das reinste Schlachtfeld - Verbesserungsideen sind durchaus vorhanden…
Evt. kommt auch etwas ausgefalleneres in Frage, sofern es praktisch und wieder auszubauen ist (Mietwohnung).

Handwerkliches Interesse ist vorhanden, Erfahrung jedoch weniger. Hilfe für Elektrik und Wasser lassen sich organisieren. Ein Eigenbau ist daher nicht auszuschließen, sofern ich denn eine Basis-Idee hätte.

Daher, wie kann man mit wenig Geld eine Küche bauen / kaufen?
Welche Methode macht Sinn (Eigenbau / Discounter / Küchenbauer)?
Braucht man ein Cerankochfeld? Haben die Energiesparklassen eine große Auswirkung? Ich würde vom Gefühl her zu A tendieren, aber die sind meist etwas teurer - sinnvoll?

Welcher Preis ist realistisch?
Vorschläge?

Gruß
Tato

Hallo Tato!

Es gibt nette schwediche Möbelhäuser und diverse Discounter,
die Küchen anbieten. Das ist nicht das Problem, aber entweder
sind die trotzdem teuer oder sehen wie Sperrmüll aus. Zudem
brauchen wir alle Elektrogeräte (außer einen Gefrierschrank).

Gerade die Weißware könnt ihr auch gut gebraucht kaufen. Es gibt in fast jeder größeren Stadt einen darauf spezialisierten Gebrauchthändler, der oft auch noch Garantie gibt.

Quelle hatte außerdem hier in der Gegend vor Jahren einen Spezialladen, in dem sie Ausstellungsstücke und Rücknahmen aus Ratenzahlungen zu günstigeren Preisen verkauft haben. Vielleicht hilft ein Anruf bei Quelle, Karstadt & Co., um herauszufinden, ob und wo es so etwas immer noch gibt.

Handwerkliches Interesse ist vorhanden, Erfahrung jedoch
weniger. Hilfe für Elektrik und Wasser lassen sich
organisieren. Ein Eigenbau ist daher nicht auszuschließen,
sofern ich denn eine Basis-Idee hätte.

Vorsicht bei der Hilfe mit der Elektrik! Falls der Herd nicht von einem richtigen Elektriker angeschlossen wird, ist meines Wissens nach später im eventuellen Schadensfall (Wohnungsbrand o.ä.) der Versicherungsschutz hin.

Freunde von mir haben ihre gesamte Küche selbst gebaut als eine Art offenes, regalartiges System. Mir gefällt es ganz gut (die klassische Einbauküche finde ich eh langweilig) und wenn man keine geschlossenen Schrankfronten möchte, ist das wohl die einfachste Selbstbaumöglichkeit.
Wieder andere Freunde haben ebenfalls selbst gebastelt: eine lange Arbeitsfläche über Eck, in die die Spüle eingebaut wurde, Spülmaschine und Waschmaschine (keine Einbaugeräte) wurden daruntergestellt, der Rest bekam Türen und zur Aufbewahrung des meisten Geschirrs etc. dient dazu noch ein gebraucht gekauftes 40er-Jahre-Küchenbuffet, das sie weiß lackiert haben. Die Variante gefällt mir noch besser.

Gut erhaltene alte Küchenbuffets der 30/40er Jahre - die Dinger sind übrigens die reinsten Stauraumwunder - habe ich noch letztes Jahr für Preise zwischen 80 und 150 Euro gesehen.

Ich selbst habe wegen mangelnder Holzbearbeitungskenntnisse auf Ikea zurückgegriffen, nachdem ich vorher alle möglichen Varianten (auch die vom Discounter) durchgerechnet habe und Ikea immer noch am billigsten blieb und mir außerdem ermöglichte, die Arbeitshöhe der Küche endlich auf für mich angenehme 100 cm zu bekommen. Viele der günstigeren Küchen im Küchenfachhandel gibt es nämlich nur in der (für mich zu niedrigen) Standardhöhe.

Daher, wie kann man mit wenig Geld eine Küche bauen / kaufen?
Welche Methode macht Sinn (Eigenbau / Discounter /
Küchenbauer)?

Das hängt von euren Vorstellungen und vom Eigeneinsatz ab.

Braucht man ein Cerankochfeld?

Nein, das braucht man nicht. Auch auf den guten, alten Herdplatten lässt sich kochen. :smile:
Da man aber nach wie vor neben Induktionsherden (die unsäglich teuer sind) immer noch am besten auf Gas kocht: Auch ohne Gasanschluss in der Wohnung gibt es die Möglichkeit, einen Gasherd, der übrigens in einfacher Ausführung ziemlich günstig ist, mit Flaschen einzusetzen. Das braucht allerdings extra Stauraum für die Flasche und außerdem muss man ein paar Sicherheitsvorschriften beachten, die aber sooo dramatisch auch nicht sind.

Welcher Preis ist realistisch?

Das hängt von euren Ansprüchen ab.

Standardarbeitsplatten gibt es im Baumarkt immer wieder sehr günstig. Neue, einfache Einbauspülen bekommt man für kleines Geld (meist weniger als im Baumarkt) auch im Küchenfachhandel, denn der bekommt mit jeder Küche eine Standardspüle mitgeliefert, die aber oft gar nicht verwendet wird. In die Ausstellungsstücke etc. werden dann meist teure Modelle eingebaut. Vor ca. 5 oder 6 Jahren habe ich für so ein Teil 20 DM bezahlt.

Grüße
Christiane

Hallo Christiane,

Danke für deine Antwort

Gerade die Weißware könnt ihr auch gut gebraucht kaufen. Es
gibt in fast jeder größeren Stadt einen darauf spezialisierten
Gebrauchthändler, der oft auch noch Garantie gibt.

Stimmt, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ebay oder Kleinanzeigen filen mir spontan ein, aber da ist der Transport wieder schwierig und die Katze im Sack will ich auch nicht kaufen.

Vielleicht hilft ein Anruf bei Quelle, Karstadt & Co., um
herauszufinden, ob und wo es so etwas immer noch gibt.

Gute Idee!

Vorsicht bei der Hilfe mit der Elektrik! Falls der Herd nicht
von einem richtigen Elektriker angeschlossen wird, ist meines
Wissens nach später im eventuellen Schadensfall (Wohnungsbrand
o.ä.) der Versicherungsschutz hin.

Da habe ich keine Bedenken, ein Bekannter ist Elektro-Meister, der kann und darf es…

Freunde von mir haben ihre gesamte Küche selbst gebaut als
eine Art offenes, regalartiges System.

Das habe ich auch überlegt, aber das ist mir zu Schmutzanfällig. Vorhänge wären da vielleicht ein Kompromiss, zudem nehmen die beim Öffnen keinen Platz weg.

Spülmaschine und Waschmaschine (keine Einbaugeräte) wurden
daruntergestellt

Dazu würde ich auch tendieren, doch der Herd muss eingebaut werden. Wenn der lose rumsteht, gibt es keine durchgehende Arbeitsplatte mehr, was ich schade finde.
Der Kühlschrank muss auch nicht eingebaut werden und passt zukünftig auf unseren bereits vorhandenen TK-Schrank.

der Rest bekam Türen und zur Aufbewahrung des meisten Geschirrs etc.

Da weiß ich aber nicht, wie ich die befestigen soll. Für die normalen Schrankbeschläge benötigt man so einen speziellen Bohrer und da zweifel ich dann doch an meinen Kenntnissen. Ebenso bei den Schubladen, auf die ich keinesfalls verzichten möchte. Ich habe auch schon an Schiebetüren gedacht (wegen dem Platz), aber da klemmt man sich wahrscheinlich immer die Finger…

Gut erhaltene alte Küchenbuffets der 30/40er Jahre - die
Dinger sind übrigens die reinsten Stauraumwunder -

Mal schauen, ob das in die zukünftige Wohnung passt. Aber damit hätte sich wohl auch die Schubladenfrage gelöst…

und mir außerdem ermöglichte, die Arbeitshöhe der Küche endlich auf :für mich angenehme 100 cm zu bekommen

Das war auch meine Überlegung, denn die normalen Platten sind mir ebenfalls zu tief - und dann merkt man mal, wieviel 5 oder 10 cm an Komfort ausmachen.

Nein, das braucht man nicht. Auch auf den guten, alten
Herdplatten lässt sich kochen. :smile:

Die haben wir jetzt, aber ich kenne die Vorteile eines Cerankochfeldes nicht wirdklich.

Da man aber nach wie vor immer noch am besten auf Gas kocht

Gut, wir werden uns informieren…

Welcher Preis ist realistisch?

Das hängt von euren Ansprüchen ab.

Ich hab’s befürchtet :wink:

Standardarbeitsplatten gibt es im Baumarkt immer wieder sehr
günstig.

Wir haben auch ein Schnäppchen gemacht, als wir unsere Küche erweitert haben. Daher tendiere ich ernsthaft zum Eigenbau.

Neue, einfache Einbauspülen bekommt man für kleines
Geld auch im Küchenfachhandel, denn der bekommt mit jeder Küche eine Standardspüle mitgeliefert, die aber oft gar nicht verwendet wird.

Jepp, solche Tipps habe ich gesucht. Danke.

Viele Grüße
Tato

Moin, Moin!

Vorsicht bei der Hilfe mit der Elektrik! Falls der Herd nicht
von einem richtigen Elektriker angeschlossen wird, ist meines
Wissens nach später im eventuellen Schadensfall (Wohnungsbrand
o.ä.) der Versicherungsschutz hin.

Da habe ich keine Bedenken, ein Bekannter ist Elektro-Meister,
der kann und darf es…

Na, dann! :smile: So einen habe ich zum Glück auch im Bekanntenkreis.

Freunde von mir haben ihre gesamte Küche selbst gebaut als
eine Art offenes, regalartiges System.

Das habe ich auch überlegt, aber das ist mir zu
Schmutzanfällig. Vorhänge wären da vielleicht ein Kompromiss,
zudem nehmen die beim Öffnen keinen Platz weg.

Allerdings setzt sich der durch Küchendünste entstehende Schmier auch fest, wenn Vorhänge angebracht werden. Die helfen leider nicht viel.

Spülmaschine und Waschmaschine (keine Einbaugeräte) wurden
daruntergestellt

Dazu würde ich auch tendieren, doch der Herd muss eingebaut
werden. Wenn der lose rumsteht, gibt es keine durchgehende
Arbeitsplatte mehr, was ich schade finde.

Bei Profiküchen sitzt der Herd oft niedriger als die Arbeitsfläche, damit man noch gut in die Töpfe schauen kann.
Was ihr allerdings auch machen könnt: Den Standherd auf ein kleines Podest stellen, damit er dieselbe Höhe erreicht.

der Rest bekam Türen und zur Aufbewahrung des meisten Geschirrs etc.

Da weiß ich aber nicht, wie ich die befestigen soll. Für die
normalen Schrankbeschläge benötigt man so einen speziellen
Bohrer und da zweifel ich dann doch an meinen Kenntnissen.
Ebenso bei den Schubladen, auf die ich keinesfalls verzichten
möchte. Ich habe auch schon an Schiebetüren gedacht (wegen dem
Platz), aber da klemmt man sich wahrscheinlich immer die
Finger…

Hast du schon mal mit jemandem im Baumarkt darüber gesprochen? Manchmal haben sie dort wirklich hilfreiches und fachkundiges Personal. Ich würde wahrscheinlich mehrere Baumärkte dementsprechend testen.

Gut erhaltene alte Küchenbuffets der 30/40er Jahre - die
Dinger sind übrigens die reinsten Stauraumwunder -

Mal schauen, ob das in die zukünftige Wohnung passt. Aber
damit hätte sich wohl auch die Schubladenfrage gelöst…

Ja, so zwei bis vier Schubladen haben die Dinger meist. Allerdings sind sie auch ziemlich groß und eure Küche ist ja nicht so riesig …

Das war auch meine Überlegung, denn die normalen Platten sind
mir ebenfalls zu tief - und dann merkt man mal, wieviel 5 oder
10 cm an Komfort ausmachen.

Der Rücken dankt es! Ich möchte niiiieee wieder eine Arbeitsplatte unter einem Meter Höhe haben.

Nein, das braucht man nicht. Auch auf den guten, alten
Herdplatten lässt sich kochen. :smile:

Die haben wir jetzt, aber ich kenne die Vorteile eines
Cerankochfeldes nicht wirdklich.

Nun, je nach Ausführung wird’s flexibler: Schnellkochplatten und die variable Größe der Kochzonen sind m.E. die größten Vorteile.

Standardarbeitsplatten gibt es im Baumarkt immer wieder sehr
günstig.

Wir haben auch ein Schnäppchen gemacht, als wir unsere Küche
erweitert haben. Daher tendiere ich ernsthaft zum Eigenbau.

Wenn du nichts gegen eine weiße Küche hast, würde ich wirklich auch einmal durchrechnen, wie teuer es wird, wenn ihr die billigste Küche von Ikea (also nicht Faktum, sondern das Ding, das leider nicht auf der Website gelistet wird) mit einer Arbeitsplatte aus dem Baumarkt und einer Spüle vom Küchenfachhandel kombiniert. Die wird zwar nur in Standardhöhe angeboten, ich könnte mir aber gut vorstellen, dass man die höheren Beine, die es für Faktum gibt, auch verwenden kann.

Außerdem wäre es vielleicht noch wert zu überprüfen, wie die Gebrauchtmöbelhändler bei euch in der Gegend so bestückt sind. Es gibt auch einige wenige die auf gebrauchte Küchen spezialisiert sind. U.U. kann man sich da den Korpus mit Türen zusammenkaufen und dann mit einer neuen Arbeitplatte aufpeppen.

Grüße
Christiane

Hallo,

Vorhänge wären da vielleicht ein Kompromiss,
zudem nehmen die beim Öffnen keinen Platz weg.

Allerdings setzt sich der durch Küchendünste entstehende
Schmier auch fest, wenn Vorhänge angebracht werden. Die helfen
leider nicht viel.

Da, das habe ich auch befürchtet, daher kämen diese nur bei den Unterschränken in Frage. Oben auf keinen Fall.

Bei Profiküchen sitzt der Herd oft niedriger als die
Arbeitsfläche, damit man noch gut in die Töpfe schauen kann.

Och, das geht auch so…

Was ihr allerdings auch machen könnt: Den Standherd auf ein
kleines Podest stellen, damit er dieselbe Höhe erreicht.

Aber eine Unterbrechung der Arbeitsplatte wird immer da sein, das finde ich nicht so toll, weil der ganze Dreck immer dazwischen fällt.

Hast du schon mal mit jemandem im Baumarkt darüber gesprochen?

Ne, soweit sind wir noch nicht, wir müssen erst eine Wohnung finden. Dafür müssen wir wissen, ob wir uns eine Küche leisten können oder ob wir weiter suchen um irgendwann (wenn überhaupt) zufällig eine Wohnung mit Küche zu finden.

Nun, je nach Ausführung wird’s flexibler: Schnellkochplatten
und die variable Größe der Kochzonen sind m.E. die größten Vorteile.

Naja, ich werde mal die Preise vergleichen…

Wenn du nichts gegen eine weiße Küche hast

Die weiße von Ikea? die sieht wa wirklich billig aus… ne, entweder muss man die Fronten abändern oder das Licht rausdrehen. Ich finde die nicht schon, bin aber auch etwas verwönht und habe meine eigenen Vorstellungen. Wie können die nur ne Küche mit einer Schublade einbauen? Wo soll denn der ganze Kram hin? Ich brauche mind. 3 Schubladen… und nen gescheiten Mülleimer - nicht so ein loses Ding und auch keinen, bei dem man immer den Schrank aufmachen muss…
Wie du sieht, es sollte keine Standardküche sein.

Außerdem wäre es vielleicht noch wert zu überprüfen, wie die
Gebrauchtmöbelhändler bei euch in der Gegend so bestückt sind.

Öhm, die müsste ich mal suchen…

Gruß
Tato