günstiger Hausbau - Berichte gesucht

Hallo,

  • bin ich hier richtig? Ich hoffe es -

Ich suche Erfahrungsberichte / Anleitungen zum günstigen Hausbau.

Eine Bekannte (damals noch in einer schulischen Ausbildung) mit Freund hat vor ein paar Jahren mit wenig finanziellen Mitteln und viel Eigeninitiative ein schnuckeliges Eigenheim gebaut. Das ganze dürfte den den 6-stelligen Euro-Bereich nicht annähernd erreicht haben.

Gibt es Berichte (welcher Preis ist möglich, was ist machbar, gelungenes Preis-Qualitätsverhältnis, Materialquellen, Haustypen, wo kann man sparen) zu diesem Thema im Internet?
Wer kannt da passende Seiten (auch Foren o.ä.)?

Gruß
Tato

Hallo!

Ein preiswerter (Selbst-)Bau beginnt mit einigen grundsätzlichen Überlegungen: Kostenträchtig sind Küchen, Bäder, Toiletten, Treppen. Man braucht i. d. R. nur eine Küche, nur ein Bad, dazu eine separates WC, ein zusätzliches Duschbad. Je großzügiger man den ganzen Rest des Hauses plant, desto niedriger werden die Baukosten pro qm. Sollen Treppen keine engen, steilen Stiegen sein, verschlingen sie eine Menge umbauten Raum und sind kostentreibend. Der preiswerte Bau besteht deshalb aus Streifenfundamenten mit einer Betonplatte, Flachbau drauf und fertig. Der Aufwand für die thermische Isolation ist etwas höher als bei einem kompakten Gebäude mit Dachgeschoß, aber ohne Treppen ist die Raumnutzung besser, das Haus läßt sich vollständig barrierefrei bauen, eine Beton-Deckenkonstruktion ist entbehrlich und die Baukosten werden auch bei guter Ausstattung unschlagbar niedrig. Je größer, desto preiswerter pro qm. Unter 200 qm Grundfläche wird man kaum kommen, weil kein Keller zur Verfügung steht und Heizung, Vorrats- und Lagerräume mit allen Wohn- und Arbeitsbereichen auf einer Ebene liegen. Im Interesse ausreichender natürlicher Belichtung mit Sichtverbindung nach draußen (also keine Oberlichter) kann man das Gebäude i. d. R. nicht einfach quadratisch planen, es entsteht vielmehr ein in die Länge gezogener Bau. Dabei muß man lange, enge Verkehrswege, aber auch Durchgangsräume möglichst vermeiden. Bei völliger Gestaltungsfreiheit bietet sich je nach Größe ein L- oder U-förmiger Grundriß an.

Es ist nicht sinnvoll, Do-it-yourself zu übertreiben und den Beton für Fundamente und Sohle per Hand zu mischen oder hunderte qm Wandfläche per Hand zu verputzen. Wenn man aber vom Bau etwas versteht, Aufträge sachgerecht vergeben und Arbeitsergebnisse kontrollieren kann und die ganze Hütte auch noch selbst plant, baut man für ca. 500 €/qm mit guter Ausstattung. Letzteres heißt nicht vergoldete Wasserhähne und Firlefanz, sondern zweckmäßig, langlebig, hochwertig und mit niedrigen Betriebs- und Instandsetzungskosten. Das Gute daran: Ein pfiffiger Grundriß, durchdachtes Spiel mit natürlicher und künstlicher Belichtung und ein angenehmes Erscheinungsbild innen und außen sind durch Nachdenken zu haben und kosten nichts.

Pferdefuß: So kann man nur planen und bauen, wenn ein Grundstück üppiger Größe zur Verfügung steht, ist deshalb nichts für den großstädtischen Bauplatz in Handtuchgröße.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Danke für deine Antwort.

Wir sind noch lange nicht soweit, ein Haus zu bauen… Trotzdem interessiert mich die Thematik.

Kennst du / jemand anders noch ein paar Berichte im Internet? Vielleicht auch mit Bildern und Zahlen? Es gibt ja Bautagebücher, aber leider habe ich da nur etwas über Hausbaufirmen gelesen.

Gruß
Tato