@ Günter

hallo Günter,
sicher hast du hier eine Idee:
ich habe bei mir im haus meine bald 87 - jährige Mutter wohnen. Schon deshalb, weil für mich ein Abschieben in ein Altenheim unertäglich wäre!
Nun aber das Problem: meine Mutter ist eine äusserst rüstige Frau (fit wie ein Turnschuh). Nur eines: sie will nicht wärend der Zeit, in der wir in Urlaub gehen würden in z.B. nach Bad Wörishofen (3 Wochen mit dem Roten Kreuz). Sie wird dann recht unerträglich. nach ihrer Meinung müssen wir zu Hause bei Ihr bleiben. Allein im Haus will ich sie auch nicht lassen, weil sie halt doch etwas hilflos ist (ein wenig… oder tut sie nur so?). Ich könnte auch keinen Urlaib machen, wenn meine Mutter alleine im Haus wäre. Sie braucht halt Hilfe (Tabletten richten, Wäsche waschen, usw Tägliche handreichungen, jichts gewaltiges) Nun sagte mir jemand, dass ich Anspruch hätte, meine Mutter für ein paar Wochen (also die 3 Wochen, in denen ich im Urlaub bin) in ein alten betreutes Wohnen unterzubringen und ihre Kasse würde dafür aufkommen.
Es wäre natürlich ideal: sie hätte ihre Hilfe, Zeitvertreib (dort wird ja auf die Alten eingegangen), Schutz und wäre unter einer sanften Aufsicht. Ich könnte endlich wieder in Urlaub gehen.
Weißt Du Rat?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
das wäre nur möglich wenn deine Mutter als Pflegefall anerkannt wäre.
In diesem Falle würde die Pflegekasse bis zu 1400,00 € für max.
4 Wochen im Kalenderjahr zahlen.
Die Krankenkasse dagegen kennt eine solche Leistung nicht.

Tut mir leid !

Gruss

Günter

Hallo Günter,
Danke!
Und wie schafft man es, sie zum Pflegefall erklären zu lassen? Denn sie kann geistig sich nicht mehr selbst versorgen. Körperlich ist sie wie ich schon erwähnte fit.
'Sie ist auch nicht „verblödet“. Sie kann halt nicht mehr alleine sein, braucht jemand, der ihr die Tabletten portioniert und die richtigen herrichtet, sie annimiert, zu baden, sich frisch anzuziehen. Kurz, man muss ihr alles sagen.
Sie hat also geistig kräftig abgebaut.
doch so wie ich das bisher mitbekommen habe, ist das für diese Prüfärzte kein Argument.
War auch so bei meiner Schwiegermutter. obwohl die sogar bettlägrig war und ich sie mehrmals täglich windeln musste, bekam sie keine Pflegestufe zugesprochen.
ich frage mich, wofür man überhaupt in die PPV einbezahlt.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
na ja, wenn alle Pflegefälle wären die sich dafür halten (das ist
jetzt nicht ironisch gemeint) dann wäre eine Pflegeversicherung
nicht bezahlbar.
Für die Pflegestufe I (Also die Grundanerkennung) benötigt
man tgl. durchschnittlichen Hilfebedarf von mindestens 46 Minuten.
Der Hilfebedear muss sich aus folgenden drei Abteilungen ergeben

  1. Körperpflege
  2. Nahrungsaufnahme
  3. Hilfe beim Gehen, stehen, liegen Verlassen und Wiederaufsuchen
    der Wohnung
    Die 46 Minuten müssen nicht unbedingt in allen drei Bereichen
    zusammengerechnet werden - es kann durchaus ein Bereich schon
    ausreichen.
    Die hauswirtschaftliche Versorgung spielt natürlich auch eine
    wichtige Rolle, muss aber gegenüber der Pflege immer im Hintergrund
    stehen bzw. nachrangig sein.
    So wie Du mir den „Zustand“ deiner Mutter schilderst glaube ich
    nicht dass da 46 Minuten am Tage zum jetzigen Zeitpunkt zusammen-
    kommen.
    Führe doch mal eine „Pflegetagebuch“ über ca. zwei Wochen unter
    Beachtung der o.g. Kriterien um zu sehen wo Ihr zeitlich steht.

Gruss

Günter

Hallo Raimund,

weil du Bad Wörishofen erwähntest … soweit ich weiß, bietet dieses Haus die Aufenthalte für das Rote Kreuz Baden-Württemberg an. http://www.haushamburg.de/index.htm

Am Abend wird oft gemeinsam gespielt, eine Betreuerin vom Roten Kreuz ist auch mit dabei.

Vielleicht zeigst du ihr einmal die Homepage oder läßt dir ein Prospekt schicken - vielleicht bekommt sie dann ja Lust darauf. Das Haus ist genau gegenüber dem Kurpark - Bilder vom Kurpark könntest du ihr hier zeigen: http://www.bad-woerishofen.de/stadtfuehrung/rundgang…

Liebe Grüße

Karin

Bad Wörishofen
hallo Karin,
Dort war sie schon 2 mal. Mit dem Roten Kreuz.
Das Problem ist sie selbst. Sie ist etwas unleidig. Außerdem kennst sie nur zwei Themen:
Dass unter Adolf alles besser war
Und ihre Familiengechichte.
Sie will nicht von zu Hause weg und will, dass wir bei ihr sind, also als Unterhalter.
Grüße
Raimund

Hallo, Raimund,

auch ich glaube nicht, dass Du öffentliche Gelder (egal woher) bekommst, damit Deine Mutter in Eurer Abwesenheit versorgt wird.

Ich würde versuchen, mir für den Ferienzeitraum außenstehende Hilfe zu „kaufen“, d.h. eine Person suchen, die in der Zeit bei der Mutter wohnt, genau festgelegte Dinge erledigt. Ich würde Kleinanzeigen in einem Anzeigenblatt (ggf. in einer Universitätsstadt, wenn der Urlaub in denSemesterferien ist)schalten, dann findest Du vielleicht jemanden.

Viel Glück, ich würde Dir den Urlaub sooo gönnen!
Ingeborg :wink:

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Hallo Raimund,

wenn sie gar nicht von daheim weg möchte, ist auch die Kurzzeitpflege ein Problem. Meine Mutter war in solch einer Einrichtung auch einmal - die machen zwar auch Spiele und backen gemeinsam o.ä. - aber auch nicht viel mehr als die Rote-Kreuz-Gruppen.

Kann denn nicht solange eine Schwester/Nichte o.ä. bei euch einziehen oder von dir Geschwister (?) sie solange aufnehmen?

Vielleicht gäbe es hier etwas für dich: http://www.altenpflege.de/kleinanzeigen/show.php
oder es gibt auch Hotels mit angeschlossenem betreuten Wohnen - vielleicht wäre so etwas ja auch eine Möglichkeit.

Denke auch an dich - auch du brauchst Urlaub - aber versuche nichts gegen dein Herz zu machen.

Liebe Grüße

Karin