Guerilla-Knitting: Wem gehört die Wolle?

Hallo Wissende,

unerklärlicherweise scheint „Guerilla Knitting“ zu einem neuen Trend zu werden. Das bedeutet, dass Unbekannte einfach irgendetwas umstricken, was sie im öffentlichen Raum finden, z.B. ein Verkehrsschild, ein Fahrrad, ein Auto oder sowas.

Wie ist das eigentlich, wenn nun beispielsweise das eigene Fahrrad oder Auto „umstrickt“ wurde? Ich gehe davon aus, dass man das Kunstwerk wohl wieder auftrennen muss, um die Verkehrssicherheit und die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen. Aber wem gehört die Wolle? Darf man sie mitnehmen?

Schöne Grüße

Petra

Hallo,
ich hoffe hier kommt niemand auf die Idee die Schafe zu scheren und ihnen aus der Wolle einen Pullover zu stricken.
Man könnte argumentieren, daß die Strickexperten den Besitz freiwillig aufgeben, dann wäre es herrenlos http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__959.html
Herrenlose Sachen kann sich (von Ausnahmen abgesehen, die hier imo nicht greifen) jeder aneignen.
Man könnte sie auch als Fundsache (dem steht aber entgegen, daß der letzte Eigentümer durchaus weiß, wo seine Wolle ist, wenn er nicht „total verwirrt“ ist) sehen und zum Fundamt bringen. Dann würde der Finder das Eigentum später erwerben können, wenn sich niemand meldet.

Cu Rene