Hi!
Nimm mal als Beispiel mich als Erzieherin. Stellvertretend für
den Kunden würden in diesem Fall die Eltern stehen. Stünde in
meinem Zeugnis „Gegenüber Eltern, Mitarbeitern und Vorgesetzen
verhielt sich Frau…“ da denkt sich doch jeder, dass da was
nicht gestimmt haben kann, wie sie sich dem Chef gegenüber
verhalten hat!
Bei den Eltern handelt es sich nicht um den klassischen Kunden, es sei denn, Du arbeitest in einem privaten Kindergarten, der die Preise selbst bestimmen kann.
Und ich erwähnte bereits, dass durchaus die Möglichkeit besteht, den Kunden (in Deinem Fall meinetwegen die Eltern) in einem Extra-Satz zu nennen…
In dem Moment, in dem der Kunde eine wichtige Rolle in einem
Unternehmen spielt,
Noch einmal die Frage: Woher soll der neue AG wissen, wie groß die Kundenrolle im alten Unternehmen gewesen ist?!
ist es ja kein Problem, sein Verhalten
gegenüber diesen nochmals in einem extra Satz zu erwähnen.
Wie gesagt: Kein Thema, handhabe ich selbst so.
Nur: Wenn ich es alles in einem Satz schreibe, und die Kunden stehen am Ende, passt etwas nicht!
Auch hatte ich nachgefragt, woher die Neuerungen in der
Zeugnissprache kommen. „Die entwickeln sich“,
Ganz genau!
Die entwickeln sich.
Und nur durch den steten Austausch auf Seminaren, mit Firmenpartnern und Kunden, bei der IHK im ausbilderausschuss, etc. kann man den Trend erkennen.
Ende der 90er war es mal kurz verpoönt, das Wort „vollste“ zu verwenden, da es nicht existiert. Da aber eind Abstufung fehlte, ist man davon wieder weg.
Blöde ist, dass direkt in etlichen Handbüchern (die schon große Hände brauchen *g*) direkt diese Änderung vermerkt wurde - und in einigen bis heute nicht wieder erntfernt wurde.
Eine „Stelle“, die darüber entscheidet, gibt es wohl nicht.
Genausowenig, wie eine Stelle, die im Fußball entscheidet, dass man mit Viererkette statt mit Libero spielt.
Es ist ein Trend, den man ständig beobachten muss.
Wobei: Die Sache mit den Kunden an erster Stelle ist kein „neuer“ Trend!
Und genau das ist eine Sache, die vielen Bewerbungstrainern völlig fehlt: Die Praxis!
Woher hast du deine „neusten News“ konkret, das wüsste ich
wirklich gerne, da ich selbst an den Entwicklungen
interessiert bin.
Das wird für eine Erzieherin schwierig! Ich bin auch an pädagogischen Modellen interessiert (meine Frau ist Erzieherin) und bekomme mit, das der Trend (zumindest hier) immer mehr in Richtung situationsbezogene Pädagogik und (zumindest) Teilöffnung der Gruppen geht, aber im Detail stecke ich da nicht drin - will ich zugegeben auch gar nicht, da ich Personalfuzzi und nicht Erzieher bin.
Die können ja nicht aus deiner Firma stammen oder seid ihr
bundesweit für die Innovationen in der Zeugnissprache
verantwortlich? 
Würden sie aus der Firma stammen, wäre es kein Standard.
Würde mein Arbeitgeber die Zeugnissprache festlegen, würden klare Beurteilungen und nicht dieser nervende Wohlwollensmist üblich sein - ich arbeite in einem amerikanischen Unternehmen…
LG
Guido