Gurkenexperte gesucht

Hallo,

leider haben wir mit unseren Salatgurken bisher dieses Jahr nicht wirklich Glück. Wir haben eine Extra-Sorte nur für das Gewächshaus und dort sind sie auch untergebracht. Sie wachsen gut, hängen nicht durch, bekommen regelmäßig und genug Wasser. Das Wasser ist lauwarm, wir laasen es immer stundenlang in den Gieskannen in der Sonne abstehen.

Trotzdem sind unsere Gurken mehr oder weniger bitter. Bisher haben wir nur 3 Stück geerntet aber alle waren quasi ungeniesbar. Eine davon war zwar nur zu einem drittel bitter, aber der Rest war es auch. Gleichzeitig rollen sich manche Gurken auf. Was machen wir falsch? Muss ich davon ausgehen, dass nun alle Gurken bitter werden, oder sind es vielleicht nur Anfangsschwierigkeiten und die Nachfolger, die jetzt erst wachsen werden besser?

Danke Ute

Servus Ute,

Bitter ist regelmäßig ein Zeichen von Wassermangel.

Genug Wasser ist relativ. Im Glashaus ist das ziemlich fummelig, weil man den Gurken in diesem Klima regelrecht beim Wachsen zuschauen kann. Entsprechende Mengen Wasser ziehen sie weg. Es ist nicht leicht, diese zuzuführen, wenn man gleichzeitig Staunässe vermeiden will. Man kommt fast nicht ohne Plünderung der letzten lettischen Hochmoore aus.

Da kann auch die Sorte eine Rolle spielen. Um welche Sorte handelt es sich? Fast jede Eigenschaft, auf die selektiert wird, geht auf Kosten einer anderen. Resistenzen auf Pilzerkrankungen, die man im Glashaus braucht, können auf Kosten anderer (Bitterneigung) gehen.

Nicht mehr dieses Jahr, aber ein anderes vielleicht: Probier doch mal im Freiland „Delikatess“, „Diva“, „Vorgebirgstrauben“ (z.B.; wobei Diva eine gute Mehltauresistenz zeigt). Da kann leicht was anderes rauskommen.

Schöne Grüße

MM

Servus Ute,

Bitter ist regelmäßig ein Zeichen von Wassermangel.

Sie bekommen Morgens und Abends je ca. 2 Liter lauwarmes Wasser. Stimmt es ist relativ schwer festzustellen was genug und was schon zu viel ist.

Genug Wasser ist relativ. Im Glashaus ist das ziemlich
fummelig, weil man den Gurken in diesem Klima regelrecht beim
Wachsen zuschauen kann. Entsprechende Mengen Wasser ziehen sie
weg. Es ist nicht leicht, diese zuzuführen, wenn man
gleichzeitig Staunässe vermeiden will. Man kommt fast nicht
ohne Plünderung der letzten lettischen Hochmoore aus.

Nee, das machen wir nicht :smile:

Da kann auch die Sorte eine Rolle spielen. Um welche Sorte
handelt es sich?

Ich habe dusseligerweise die Packung weggeworfen, aber wenn ich es
richtig in Erinnerung habe heissen die Chinese Slangen.

Fast jede Eigenschaft, auf die selektiert

wird, geht auf Kosten einer anderen. Resistenzen auf
Pilzerkrankungen, die man im Glashaus braucht, können auf
Kosten anderer (Bitterneigung) gehen.

Stimmt mit den Pilzerkrankungen haben wir keine Probleme. Das Haus
ist übrigens immer offen, ausser an den wirklich kalten Nächten (unter 15 Grad) in letzer Zeit. Da hatten wir über Nacht zu.

Nicht mehr dieses Jahr, aber ein anderes vielleicht: Probier
doch mal im Freiland „Delikatess“, „Diva“, „Vorgebirgstrauben“
(z.B.; wobei Diva eine gute Mehltauresistenz zeigt). Da kann
leicht was anderes rauskommen.

Ds werde ich mir für das nächste Jahr merken. Wir hatten nur im anderen Garten immer mit den Freilandgurken Probleme. Die sind Gelb
geworden und hatten so ne sonderbare Birnenform. Nur die Einlegegurken
sind immer super geworden. Ich werde nächstes Jahr einfach mal die vorgeschlagenen Sorten versuchen.

Herzlichen Dank und schönen Sonntag

Ute