beim Fahrersitz meines alten Clio wird der Gurt nur noch sehr langsam aufgerollt, die Feder ist sicher müde (der Gurt selbst ist vollkommen in Ordnung). Oder kann ich die Feder wieder in Schwung bringen, ohne am Gurt zu basteln (nee, da vergreif ich mich nicht dran an der Mechanik). Nun habe ich die spontane Idee, den Gurt mit einem der hinteren Gurte zu tauschen. Ob dies mechanisch klappt, muß ich mir noch ansehen. Darum geht es mir aber jetzt nicht. Hinten ist es egal, wie lange der Gurt zum aufrollen braucht, sitzt eh nur ganz selten jemand. Sicherheit ist gegeben, der Gurt ist ja ok. Neue Gurte kosten ein Vermögen, sind teurer als mein Auto
Ist so ein Wechsel überhaupt gestattet, sollte es, einfach gesagt, mit Schraube raus und Schraube rein gemacht sein (ich weiss, sicherheitsrelevantes Bauteil, Drehmomentschlüssel, Einstellwerte, neue Schrauben…)? Oder ich nehme Gurte aus einem anderen Fahrzeug gleichen Typs (ist mir aber nicht wohl dabei, Thema früherer Unfall…).
Hi André,
also von gebrauchten Gurten würde ich die Finger lassen. Der Austausch von Gurten ist im Prinzip einfach. Allerdings wirst Du feststellen, das an den Befestigungspunkten Ausgleichsscheiben zu finden sind. Die Befestigungsschrauben sollten schon korrekt angezogen werden, Einstellwerte dafür müsstest Du bei Renault erfragen. Bei manchen Gurtbefestigungen müssen auch die Schrauben ersetzt werden.
Gruss Sebastian
bei meinem alten Starlet wickeln sich der Fahrergurt auch nicht mehr richtig auf.
Seit ich vor drei Wochen denmal richtig gesäubet habe, und den FingerschweißöligeHändewerkstattdreck der letzten 10 von 19 Jahre entfernt habe, geht es etwas besser, weil der Gurt nicht mehr so stocksteif und oberflächlich hart ist.
Du nimmst am besten eine Mischung aus Geschirrspülerpulver und etwas Spüli. Spüli alleine schäumt zu arg.
Vom Ausbau und Zerlegen der Feder rate ich höchstdringlich ab !!! Die wickelt sich nämlich auseinander und um Deine Ohren. Die Feder ist viiiiiiiele Meter lang !! (Ich spreche aus Erfahrung ! Ich gehöre zu den „Experimentierkindern“, die ALLES GENAU wissen wollen.)
Ich persönlich glaube nicht, daß das tauschen von hinten nach vorne so einfach geht. Auch wegen der Länge des Gurtes und evtl. der ISO-FIX-MEchanik der hinteren Gurte!! Sonst kommst Du evtl. nicht mehr aus dem Gurt raus bzw. der bewegt sich nicht mehr, weil er zuratscht.
Hallo André,
die Gewindelöcher für die Gurte sind Sacklöcher. Da aber nun die Schrauben nicht so exakt gefertigt werden, sind die Schrauben im Prinzip immer etwas zu lang, damit sie beim festziehen die Beweglichkeit der Umlenkpunkte nicht beeinträchtigen. Dafür sind dann die Ausgleichsscheiben, um das Spiel auszugleichen. Damit wird erreicht, das Du die Schrauben „festknallen“ kannst, ohne die Umlenkpunkte gleich starr zu fixieren, andererseits aber das geringstmögliche Spiel zwischen Schraube und Gurtbefestigung zu erreichen.
Gruss Sebastian