Mir ist vor ein paar Tagen meine alte Master/Slave Steckdosenleiste kaputtgegangen, an der ich PC und Zubehör betrieben habe. Es war ein billiges noname-Gerät, und damit das nächste länger hält möchte ich mir jetzt ein hochwertigeres Modell zulegen. Das Problem: Ich kenn mich in dem Bereich absolut nicht aus. Deshalb wär ich für ein paar Tips dankbar:
Was sollte ich generell beim Kauf beachten? Welche Daten sagen etwas über die Qualität des Geräts aus? Gibt es, abgesehen vom Überspannungsschutz, irgendwelche „Extras“ die empfehlenswert sind?
Gesehen hab ich bisher Steckdosenleisten von Hama, ednet, Olympia, Bachmann, Belkin, EDC, revolt und König. Welche dieser Marken sind für Qualität bekannt, welche haben eher einen schlechten Ruf?
In welcher Preisklasse kann ich ein solides Qualitätsprodukt erwarten? Sind Leisten für ca. 30 Euro ok?
Ein Extra das ich jetzt schon öfter gesehen hab ist ein integrierter „Rauschfilter“, der die Lebensdauer der angeschlossenen Geräte erhöhen soll. Nützt das wirklich was, oder ist das Bauernfängerei?
Gibt es konkrete Modelle die ihr empfehlen würdet?
Hallo Sebastian,
wenn du wirklich RICHTIG SICHER sein willst, dann bist du ab 500,-- € dabei. Alles andere ist wie Lottospielen. Wenn du trotzdem Lotto spielen willst, dann kaufe dir eine M/S-Leiste von Brennenstuhl für 40,-- €, besser für 100,-- €, die sind weltweit der Marktführer.
Das billigste ist immer noch eine schaltbare Steckdosenleiste und bei einem Gewitter für die halbe Stunde den Betrieb zu unterbrechen. Ansonsten immer aus. Der Schalter muß aber zweipolig abschalten!
Hätte noch die perfekte Alternative. Wie ware is mit der USV Back-UPS ES 700 von der Firma APC. Habe ich selbst Zuhause und funktioniert absolut zuverlässig. Hat 8 Steckdosen mit Überspannungsschutz und davon 4 mit Back-up funktion. Der PC läuft bei 200 Watt Stromverbrauch noch fast 15 Minuten. Außerdem kann man 1 USB, Netzwerkkabel und das Modem auch über die USV laufen lassen und ist somit auch gegen Überspannung geschützt.
Und das Beste ist der Preis, die gibts ab 73 Euro (bei Jacob Elektronik). Der Akku hält ca. 3 Jahre und den Ersatzakku gibts für schlappe 30 Euro.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
mfg
Holger
Hätte noch die perfekte Alternative. Wie ware is mit der USV
Back-UPS ES 700 von der Firma APC.
Was ist das denn für ein Gerät (um mal ganz blöd zu fragen)? Bei Amazon steht in der Artikelbeschreibung „unterbrechungsfreie Notstromversorgung“, aber darunter kann ich mir garnichts vorstellen. Hat das Gerät eine Master/Slave-Funktion?
wenn du wirklich RICHTIG SICHER sein willst, dann bist du ab
500,-- € dabei. Alles andere ist wie Lottospielen.
Mit richtig sicher meinst du, das ich zu 100% davon ausgehen kann, dass meine Geräte nicht durch Gewitter, Kurzschluss o.ä. Schaden nehmen? 500 Euro ist auf jeden Fall zu viel, das entspricht fast dem Wert der angeschlossenen Geräte. Macht denn ein „billiger“ Überspannungsschutz bei ner Leiste für 40-100 Euro einen bedeutenden Unterschied, oder wärs dann im Grunde sinnvoller, einfach nur eine möglichst billige Leiste zu kaufen die einfach nur die Master/Slave-Funktion mitbringt?
Hallo Sebastian,
der Preis richtet sich nach dem Aufwand. Billige M/S-Leisten könnten Ströme bis vielleicht 2KA abwehren, aber in welcher Zeit? Das könnte dann schon zu spät sein. Bessere No-Names können Ströme bis 10KA abwehren, die Reaktionszeit ist hier auch schon ein bischen besser.
Aber das ist eigentlich immer tödlich für deinen PC.
Dann gibt es noch die M/S-Leisten von Brennenstuhl die umso teurer werden, je höher der ableitbare Strom ist (bis zu 120.000 KA) Kostenpunkt ca. 4.000 €, und immer im µs-Bereich.
Dafür gibt Brennenstuhl eine 20-jährige Garantie auf alle Schäden, die der jeweiligen Kategorie zuzuordnen sind.
Richtig, 100% wirst du nie erreichen, aber mit dem Preis steigt hier aber Ausnahmsweise auch die Qualität. Bei Sicherheitseinrichtungen würde ich mich persönlich NIE auf No-Names oder „made in China“ einlassen!!
Ich habe doch schon vor zwei Tagen geschrieben, das eine einfache schaltbare Steckdosenleiste ausreicht, warum muß die denn M/S-Funktionen haben?
Grüße von acuario
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Ich habe doch schon vor zwei Tagen geschrieben, das eine
einfache schaltbare Steckdosenleiste ausreicht, warum muß die
denn M/S-Funktionen haben?
Eine Leiste mit Schalter kann ich hier nicht verwenden, zumindest nicht ohne meine Wohnung komplett umzuräumen. Die Kabel liegen alle zwischen Schreibtisch und Wand, da müsste ich jedesmal unter den Tisch kriechen um den Schalter zu betätigen. Und dass die ganze Peripherie automatisch ausgeht wenn ich den PC ausschalte ist nochmal ein dicker Bonus.
1.) Billige NoName-Steckdosenleiste - ich denke nicht, das Markenware bei der grundsätzlichen Master/Slave-Funktion nennenswert anders sind als Billig-Dreck. Ich hab vor vier Jahren zwei Dutzend von den Dingern für 7 Euro/Stück bei Lidl gekauft, die laufen alle seit dieser Zeit völlig Stressfrei.
2.) Wenn Überspannungsschutz gewünscht ist, dann dort zu Markenware greifen. Die Dehn S- (oder SF-) Protektoren (z.B. http://www.dehn.de/www_DE/PDF/DS/DS130.pdf) gehören für einfache Steckgeräte zu der wirklich vernünftigen Ware. Wenn du dich darüber hinaus mit dem Thema beschäftigen willst, dann schau mal auf der Homepage von Dehn vorbei, das ist ein Thema, das man nahezu beliebig aufblasen und in das man beliebig viel Geld reinwerfen kann
Man bekommt das Zeug aber oft auch für’n Appel und’n Ei auf eBay, ich hab ein komplettes System mit Schutzzone II und III für knapp 120 Euros realisieren können. Sollte der Theorie nach gegen alles außer einem direkten Blitztreffer schützen.