Gute-Nacht-Gebet für 2jährige

Hi Harald,

irgendwie verstehen wir uns falsch.

sehr gut möglich.

Der Ausgangspunkt war Hardys Vorschlag (?), dem Kind
Gewissheit zu geben, dass die Eltern am nächsten Morgen
noch leben.

An und für sich ist das gar nicht nötig, weil ein Kind von
sich aus nicht daran zweifelt.

Das sehe ich auch so.

Sollte jedoch dennoch davon die Rede sein, ist es besser, dem
Kind im voraus die Sicherheit zu geben, dass Gott sich
um es kümmert, als im Falle des Falles „einen Weg zu finden,
dem Kind das beizubringen“.

Warum ein zusätzliches kompliziertes Element wie Gott einbringen, wenn man dem Kind nur glaubhaft darstellen muss, dass die Familie immer für es da ist?
Der Ansatz, dass sich ein Gott um jemanden kümmert, mag ja ein kurzweiliger Trost sein. Aber letztlich helfen einem Andere (und man sich selbst). Diese Hilfe dann Gott zuzuschieben finde ich unfair gegenüber den Helfern und arg konstuiert.

Wo siehst Du eine Einschüchterung?

Nachdem ich den Thread nochmal gelesen habe sehe ich auch keine Einschüchterung mehr. Ich entschuldige mich für meine Behauptung.

Gruss,

Herb

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Liebe Elke,

wo ist dann dein Problem? Wenn du nichts suchst, wenn du nichts fragst, dann ist das doch ok.

Wieso fühlst du dich dann angespochen?

Ich möchte dir nicht aufzählen müssen, welche kulturellen Leistungen das Christentum (wie auch das Judentum) für Europa (sowie Amerkika) hat. Das nicht anzuerkennen wäre einfach ignorant. (zum beispiel in Frage der Religionskritik, der Aufklärung und der Menschenrechte)

Liebe Elke, du wolltest doch etwas absolutes, nicht ich. Daher mein fragender Ansatz, da ich niemandem erst recht nicht dir, etwas Absolutes wie ein falsch verstandenes Christenum aufzwängen will.

Die reiligiöse Neutralität, die du ansprichst hat doch nichts damit zu tun, dass es Fakt ist, dass das Christentum sich weltweit ausgebreitet hat. Ob das nun gut zu bewerten ist oder nicht sei dahin gestellt. Aber mit dem Christentum ist eben das Vater Unser überliefert worden.

Ich habe nie in Frage gestellt, dass es Kulturen gibt, die keinen christlichen Gott kennen oder brauchen, dann ist das doch ok. Mein Anliegen ist es eben, dass das „Christliche“ (wie du es benennst)einen Mehrwert im Leben haben kann. Wenn man den sucht natürlich nur. Ein Anstoß diesen Mehrwert zu suchen sind eben genannte Situationen, wie Tod oder menschliches Versagen.

Du kennst doch sicher den Ausspruch Religion ist Opium des Volkes (richtig zitiert nach dem Manifest der kommunistischen Partei, nicht Opium für das Volk). Dem stimme ich zu, ein Opium natürlich, das keine Abhängikeiten und Nebenwirkungen verursacht.

Grüße

Hi Simon,
lies noch mal dein erstes Posting und dann
verschluck dich nicht.
Tschuess,
Elke

Hi Herb,

Warum ein zusätzliches kompliziertes Element wie Gott
einbringen, wenn man dem Kind nur glaubhaft darstellen muss,
dass die Familie immer für es da ist?

ich finde Gott nicht kompliziert.
Und Kinder können damit sehr gut umgehen.

Dass die Familie immer für Dich da ist, mag in den meisten Fällen stimmen. Ich hab es allerdings anders erlebt und war für Gottes Hilfe dankbar.

Der Ansatz, dass sich ein Gott um jemanden kümmert, mag ja ein
kurzweiliger Trost sein. Aber letztlich helfen einem Andere
(und man sich selbst). Diese Hilfe dann Gott zuzuschieben
finde ich unfair gegenüber den Helfern und arg konstuiert.

Natürlich sind es Menschen, die helfen.
Es ist aber gar nicht so selbstverständlich, dass geholfen wird.
Und es braucht manchmal eben etwas ‚Nachhilfe von oben‘.

Dass man sich bei den Helfern bedankt ist klar, aber Gott steht doch auch Dank zu, oder?

Und worum es mir eigentlich geht, ist der Trost für das Kind, in der Zeit bis die Hilfe eintrifft.

Gruss Harald

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lies noch mal dein erstes Posting

Ja und?