ich hab ein Problem: die richtige Uni finden. Ich möchte gerne Wirtschaftswissenschaften/Ökonomie studieren. Such auch schon wie verrückt. Aber da ist eine Schwierigkeit: welche Uni? In manchen Rankings ist die eine vorne in anderen eine anderen. Auf ihren Seiten loben sie sich selbst in den Himmel. Und das Arbeitsamt hat keinen Schimmer („das müssen sie schon selber wissen“). Also was tun?
Welche Uni ist auf diesem Fachgebiet gut?
(Abi-Note um die 2)
leider kann und will ich nicht so pauschal antworten wie meine Vorredner. Ich studiere z.B. in Oldenburg, das in den Rankings nicht oben mitspielt. Ich könnte nie in Köln oder Mannheim an einer Massen-Uni studieren, stattdessen kann ich jedem Oldenburg empfehlen.
Die großen Unis haben tendenziell den Vorteil des guten Rufs. An den kleineren Unis ist die Betreuung meistens besser (klar, das hängt immer auch vom jeweiligen Prof ab), der Draht ist kürzer (wenn ich von meinem Prof was will, dann schreibe ich eine eMail, und er weiß, wer ihm da schreibt). Ich behaupte auch, dass an kleineren Unis oft mehr die Selbstständigkeit und das kritische Denken über den gelehrten Stoff gefördert wird, während Du in Massenbetrieben eher untergehst und sich keiner für Dich interessiert (in Seminaren mit 10 Leuten wird einfach mehr diskutiert als mit 50 Leuten). Soll heißen: Die kleinen Unis sind oft besser als ihr Ruf (vor allem, wenn sie gar keinen haben .
Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Forschung und Lehre. Der bekannte Prof muss noch lange keine VL halten, bei denen Du nicht nach spätestens fünf Minuten einschläfst.
Das Studentenleben kannst Du meiner Erfahrung nach weit gehend an der Stadt festmachen.
Du musst aber für Dich abwägen, was Dir besser gefällt. Wenn Du Dein Studium in kürzester Zeit durchziehen möchtest und dann eine Karriere in einem Großunternehmen vorhast, ist es von Vorteil, an einer alten Uni mit gutem Ruf studiert zu haben, denn derjenige, der Dich einstellt, hat auch dort studiert (jedenfalls tendenziell…).
Und was WiWi angeht: Schau Dir mal die Prüfungsordnungen an, wieviel BWL und wieviel VWL sie Dir erlauben, ob sie Deinem Interesse entsprechen.
da die Grundstudien sich sicher nicht himmelweit unterscheiden, würde ich an Deiner Stelle folgendes machen.
Grundstudium an einer kleinen Uni (von wegen gutem Kontakt zum Lehrpersonal) und in der Zeit schauen, was Dich besonders interessiert. Nach dem Vordiplom kannst Du dann zu der Uni wechseln, die die Fächer anbieten, die Dich besonders interessieren.
Ich würde mich aber nicht sehr wundern, wenn eine kleine Uni weiterhin die erste Wahl für Dich bliebe.
wie Du ja schon erkannt hast, WiWi-Fakultäten gibt es wie Sand am Meer. Da ich selber eben das studiert habe, weiß ich, wie schwer es ist, da das Richtige zu finden.
Vor allem solltest Du Dir klar werden, was DU willst. wenn Du jetzt zB schon weiß, in welche Richtung Du spezialisieren willst, solltest Du Dir eine Uni suchen, die die entsprechenden Kapazitäten hat. es gibt da zB riesige Unterschiede zw. Marketing und Bilanzierung.
Möchtest Du viel VWL machen? oder am Liebsten gar nciht? dann schau Dir auf jeden Fall die Studienordnung an, was Du machen mußt und welche Wahlmöglichkeiten Du hast. Die meisten Unis haben diese inzw. auch schon online.
Ansonsten solltest Du Dir auch überlegen, wie wichtig Dir eine hohe Betreuungsqualität ist. so hat zB Köln einen hohen Ruf was die QUalität und Schwierigkeit angeht, aber dafür siehst Du dort wahrscheinlich nie einen Prof aus nächster Nähe.
Außerdem wichtig: gibt es Austauschprogramme mit ausländischen Unis. nutze unbedingt diese Chance, denn die bekommst Du so nicht wieder!
ich kann Dir nur empfehlen, Schnuppertage und Informationstage ausgiebig zu nutzen!
und jetzt noch meine persönliche Meinung: ich denke, dass meine Humboldt-Uni in Berlin eine sehr hohe Ausbildungsqualität hat. aber die Betreuung ist gerade im Grundstudium nicht so toll außerdem ist die Ausstattung relativ mies (zusammenfallende Gebäude!).
wenn ich heute nochmal wählen müßte, würde ich wahrscheinlich die Leipziger Handelshochschule nehmen. die hat ein irres, praxisnahes Angebot und ist bei PErsonalern sehr gefragt!!
ich wünsche Dir ein glückliches Händchen.
Gruß
Queedin
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Naja, ich weiss noch nicht genau welches Fachgebiet. Vielleicht MArketing oder Organisation und Perso. VWL möchte ich schon machen sonst könnte ich gleich BWL studieren.
Naja, ich weiss noch nicht genau welches Fachgebiet.
Vielleicht MArketing oder Organisation und Perso. VWL möchte
ich schon machen sonst könnte ich gleich BWL studieren.
dann kann ich Dir nur empfehlen: schau Dir die Studienpläne der Unis an! bestimmte Fächer werden an manchen Unis gar nicht angeboten. zB gab es Personal an der HU gar nicht.
Und ansonsten würde ich die Auswahl auch nicht so unbedingt an der Fachbezeichnung festmachen. wenn Du zB eine BWL-Uni findest, die Dir sonst gut gefällt, die aber ausgerechnet keine Wirtschaftswissenschaften oder Ökonomie anbietet, dann erkundige Dich, ob Du zB VWL als Schwerpunktfach in der BWL wählen kannst, oder umgekehrt VWL studierst und Dir dann ein BWL-Fach als Schwerpunkt aussuchst. das ist oft möglich.
Ich werd mich dann noch mal weiter erkundigen.
Ist Köln eigentlich wirklich so gut?
ich kann es „von weitem“ natürlich schlecht beurteilen. aber aus meiner persönlichen Sicht würde ich es nicht wählen! diese MAssen-Unis wären nichts für mich!
also ich hab mal durch die ganzen Unis gekuckt. Hab dann auch mal den Tip mit nem BWL bzw. VWL Studium mit Schwerpunkt der anderen Richtung ausprobiert. Wie sieht das denn jetzt aus. Wenn man mit einem VWL-Abschluss in einen Betrieb will (nehmen wir an ich hatte Schwerpukt BWL), bekomm ich dann nur „VWL-Jobs“ (hört sich blöd an ich weiss).
fang doch erstmal mit dem WiWi-Studium an, bevor Du Dir Gedanken über „ungelegte Eier“ machst!
Das Grundstudium wird in der Regel sowieso die gleichen Inhalte haben. Egal ob Du später BWL oder VWL als Schwerpunktrichtung nimmst. Während des Grundstudiums hast Du auf jeden Fall noch genug Zeit Dir Gedanken zu machen, welchen Schwerpunkt Du wählst. Außerdem wirst Du erst dann abschätzen können, was Dir wirklich liegt. Einen Studiengang zu wählen, in der man schon zu Beginn seinen späteren Schwerpunkt festlegt (gibt es sowas im Bereich WiWi überhaupt?) halte ich für nicht besonders empfehlenswert.
Aber eins kann ich Dir jetzt schon mit sehr großer Wahrscheinlichkeit versprechen. Es gibt keine Uni, an der Du im Hauptstudium als BWLer um VWL bzw. als VWLer um BWL herumkommst.
Wählst Du z.B. im Hauptstudium den Schwerpunkt BWL kannst Du je nach Prüfungsordnung der jeweiligen Uni aber noch sehr viel mehr VWL machen als vorgeschrieben.
Das ist auf jeden Fall dann empfehlenswert, wenn Du mathematisch richtig fit bist, und nicht so viel auswendiglernen willst. VWL ist außerdem nicht selten interessanter als BWL.
Wer sich auf voll auf VWL spezialisiert wird später wohl eher in Großunternehmen, bei Banken oder in der Forschung landen. Bei mittelständischen Unternehmen wird man als VWLer im Vergleich zum BWLer wohl eher schlechtere Karten haben.
Ich würde mich aber nicht ausschließlich an den späteren Berufsaussichten orientieren, sondern lieber das studieren, was mir Spaß macht.
Mein Tip:
Such Dir ne Uni, die laut Uni-Ranking eine vergleichsweise kurze durchschnittliche Studiendauer hat!
Außerdem kann ich nur empfehlen eine Uni zu wählen, an der keine Blockklausuren, sondern viele kleine Klausuren geschrieben werden. Das empfinde ich (ich kenne beides aus eigener Erfahrung) als wesentlich angenehmer.
Nach dem Vordiplom kannst Du Dich immer noch für eine andere Uni, an der Du Dein Studium beendest, entscheiden.
also ich hab mal durch die ganzen Unis gekuckt. Hab dann auch
mal den Tip mit nem BWL bzw. VWL Studium mit Schwerpunkt der
anderen Richtung ausprobiert. Wie sieht das denn jetzt aus.
Wenn man mit einem VWL-Abschluss in einen Betrieb will (nehmen
wir an ich hatte Schwerpukt BWL), bekomm ich dann nur
„VWL-Jobs“ (hört sich blöd an ich weiss).
„VWL-Jobs“ - was soll das eigentlich sein???
die gibt es meiner Meinung nach sowieso nur selten. zB in Banken - da hört man ja oft von einem sog. „Chefvolkswirt der blabla-Bank“. ansonsten noch in der Verwaltung, Politik und Behörden. typische VWLer sind wohl leute, die das Wirtschaftsleben gut analysieren können.
aber WAS Du letztendlich für Jobs bekommst, hängt am Wenigsten davon ab, wie Dein Studium nun hieß, sondern viel eher, was Du während des Studiums so gemacht hast. wenn Du zB erste Marketing-erfahrungen durch diplomarbeit, spezielle Seminare, Praktika usw. gemacht hast, dann hast Du - selbst als VWLer - gute Chancen auch dort zu landen. Wenn Du Dich als VWLer aber nie mit Statistik beschäftigt hast und um Makroökonomie einen weiten Bogen gemacht hast, wirst Du wohl kaum bei einer Bank als Volkswirt landen, sondern vielleicht eher in der Kreditabteilung,weil Finanzierung dein Schwerpunkt war.
verstehst Du, was ich meine?
also, noch die Empfehlung: schau Dir die Unis vorher gut an und frage Dich, was DU willst.