Guter Film? |FightClub|

Hallo,

ich habe mir mal wieder FightClub angesehen und finde den sehr gut, weil er viele psychologisch wertvolle Ansätze hat. Z.B. die Konfrontation mit dem Tod, bei der Bedrohung durch eine Waffe. Das ganze habe ich hinterdacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es wirklich stimmt. In so einer Situation würde man genau so fühlen. Also reichlich Glücksgefühle haben, wenn es vorbei ist.

Kann mir jemand sagen, ob der Film, psychologisch betrachtet, wirklich wertvoll ist?
Und stimmt es wirklich, dass man von Sauerstoff „high“ wird?

Danke für eure Antworten
MiND

HIgh von Sauerstoff?
Hi,

nur zur Nebenfrage:

Und stimmt es wirklich, dass man von Sauerstoff „high“ wird?

Nein. Aber man kann sich unter extremen Druckverhältnissen mit Sauerstoff vergiften. Bei Tauchen wird er ab ~70m toxisch.

Gruß,

Malte.

Hi,

Und stimmt es wirklich, dass man von Sauerstoff „high“ wird?

Zusätzlich zu dem, was Malte schrieb: Es ist eher so, daß man von zu wenig Sauerstoff high werden kann. Davon berichten z.B. Bergsteiger, die ohne Sauerstoffgerät auf sehr hohe Berge steigen. Bei zu wenig Sauerstoff sollen sogenannte Endorphine, „Glückshormone“, die chemisch mit Opiaten verwandt sind, vermehrt ausgeschüttet werden.

Zu Fight Club kann ich nichts sagen, weil ich den Film nicht gesehen habe.

Gruß,

Oliver Walter

Hallo,

ich habe mir mal wieder FightClub angesehen und finde den sehr
gut, weil er viele psychologisch wertvolle Ansätze hat. Z.B.
die Konfrontation mit dem Tod, bei der Bedrohung durch eine
Waffe. Das ganze habe ich hinterdacht und bin zu dem Schluss
gekommen, dass es wirklich stimmt. In so einer Situation würde
man genau so fühlen. Also reichlich Glücksgefühle haben, wenn
es vorbei ist.

Hi Mind,

was immer das für ein Film ist, aber da irrst du gewaltig.

Was du beschreibst, ist die durch Nachdenken gefundene Möglichkeit, daß es so sein könnte.

wenn du aber mal wirklich in die Situation einer tatsächlichen physischen Bedrohung kommst, die tödlich enden könnte, dann so glaube mir wird deine „Phantasie“ sich nciht als wahr erweisen.

Nur ein Beispiel: Warum haben Soldaten dann solche Traumata, wenn sie aus dem Krieg heimkommen? Frag die Kameraden wie sie sich nach dauerbeschuss oder Dauerbombardement gefühlt haben? Vielleicht hast du ja noch großeltern. Frag sie ob sie Ihre Kriegserlebnisse, in denen sie mit dem tode bedroht war als „endorphinhaltige Momente“ in Erinnerung haben!

gruss

Zusatz:

Zusätzlich zu dem, was Malte schrieb: Es ist eher so, daß man
von zu wenig Sauerstoff high werden kann. Davon berichten z.B.
Bergsteiger, die ohne Sauerstoffgerät auf sehr hohe Berge
steigen. Bei zu wenig Sauerstoff sollen sogenannte Endorphine,
„Glückshormone“, die chemisch mit Opiaten verwandt sind,
vermehrt ausgeschüttet werden.

Einige quantitative Angaben zur Sauerstoff und seiner Giftigkeit:
Die atmosphärische Luft enthält unter normalen Bedingungen 21 Vol.% Sauerstoff. Diesem Volumenanteil entspricht ein Partialdruck von 213 mbar. Der Organismus kann sich an erhöhten oder erniedrigten Sauerstoffpartialdruck nur in begrenztem Umfang anpassen. Sinkt der Sauerstoffpartialdruck ab, so tritt Sauerstoffmangel (Hypoxie) ein. Wird der Sauerstoffpartialdruck erhöht, so wirkt der Sauerstoff ab etwa 0,5 bar als Gift mit Zeit- und Konzentrationswirkung. Sauerstoff darf also unter erhöhtem Partialdruck nur innerhalb bestimmter Grenzbereiche geatmet werden. Werden die Grenzbereiche überschritten, treten Zell- Stoffwechselstörungen ein, die zu schwersten Krankheitsbildern und zum Tode führen können. Eine langsame Verminderung der normalen Sauerstoffspannung kann durch Anpassungsreaktionen bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden . Durch Vertiefung und Beschleunigung der Atmung, durch Zunahme des Hämoglobingehalts der roten Blutkörperchen, durch Vermehrung der Blutkörperchenzahl und der Gesamtblutmenge erfolgt eine Anpassung an erniedrigte
O2-Partialdruck. Derartige Vorgänge spielen sich dann ab, wenn sich beispielsweise Menschen bei langdauernden Hochgebirgsexpeditionen allmählich, über Tage und Wochen, an den Aufenthalt in immer größeren Höhen gewöhnen. In etwa 5500 m Höhe liegt die Anpassungsgrenze für menschlichen Daueraufenthalt.
Wird der O2-Partialdruck rasch erniedrigt, z. B. bei Höhenflügen, bei Ballonfahrten oder bei Aufstiegen mit Seilbahnen, stellt sich mit großer individueller Schwankungsbreite in Höhen ab 3000 m die sogenannte Höhenkrankheit ein. Die Symptome der Höhenkrankheit, anfangs ein Gefühl großen Wohlbefindens (Euphorie), Konzentrations- und Koordinationsstörungen, später Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bewußtlosigkeit und Krampfanfälle, sprechen dafür, daß die gegen Sauerstoffmangel besonders empfindlich en Zellen des Gehirns am stärksten betroffen werden
Unter einem Partialdruck von 0,5 bar kann Sauerstoff unbegrenzt lange ohne Schäden geatmet werden.
Wird der Partialdruck des Sauerstoffs auf 0,8 bar erhöht, kann man 42 h ohne schädliche Folgen atmen. Das Atmen reinen Sauerstoffs unter normalen atmosphärischen Druck wird 24 h schadlos ertragen. Wird unter diesen Bedingungen reiner Sauerstoff länger als 24 h geatmet, treten Hustenreiz, Schmerzen hinter dem Brustbein und Atemnot auf. Nach 40 h reiner Sauerstoffatmung bei 1 bar kommt es zur Bronchitis, zur Lungenentzündung und zum Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung in den Lungenbläschen). Das Krankheitsbild kann lebensbedrohliche Formen annehmen.

Gruss
Armin

Ja damit meine ich eigentlich nicht so heftige (andauernde) Situationen, sondern viel mehr eine kurze Angst, die dann zu einer anderen Denkweise führt.
Ich meine damit viel mehr, dass man erst dann versteht wie schön etwas ist, wenn man es nicht mehr hat, bzw. kurz davor ist es zu verlieren.
Ein Beispiel in abgeschwächter Form ist, wenn amn krank ist. Man denkt die ganze Zeit, wie schön es ist gesund zu sein, aber ist man gesund, realisiert man sein Glück nicht (immer).

Es sollte auf keine Fall eine Anspielung auf eine gutstellung von einem Trauma oder dergleichen sein.
Mir wurde nur bewusst, dass man immer wierder mal „Veränderungen“ braucht, um „aus sich heraus“ und ein gebildeter Mensch zu werden.

THX
MiND

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lesetipp

Nur ein Beispiel: Warum haben Soldaten dann solche Traumata,
wenn sie aus dem Krieg heimkommen? Frag die Kameraden wie sie
sich nach dauerbeschuss oder Dauerbombardement gefühlt haben?
Vielleicht hast du ja noch großeltern. Frag sie ob sie Ihre
Kriegserlebnisse, in denen sie mit dem tode bedroht war als
„endorphinhaltige Momente“ in Erinnerung haben!

gruss

Ja damit meine ich eigentlich nicht so heftige (andauernde)
Situationen, sondern viel mehr eine kurze Angst, die dann zu
einer anderen Denkweise führt.
Ich meine damit viel mehr, dass man erst dann versteht wie
schön etwas ist, wenn man es nicht mehr hat, bzw. kurz davor
ist es zu verlieren.
Ein Beispiel in abgeschwächter Form ist, wenn amn krank ist.
Man denkt die ganze Zeit, wie schön es ist gesund zu sein,
aber ist man gesund, realisiert man sein Glück nicht (immer).

Es sollte auf keine Fall eine Anspielung auf eine gutstellung
von einem Trauma oder dergleichen sein.
Mir wurde nur bewusst, dass man immer wierder mal
„Veränderungen“ braucht, um „aus sich heraus“ und ein
gebildeter Mensch zu werden.

THX
MiND

Hi Mind,
ich habe diese Woche „Mir selber seltsam fremd“ von Willy Peter Reese gelesen, der als Anfang 20-Jähriger an der Ostfront war und täglich Tagebuch geführt hat über seine Erlebnisse und Gefühle ohne Distanz zum unmittelbaren Geschehen, und wie der Krieg ihn langsam verändert hat …
Vielleicht kannst Du dann nachvollziehen, wie man sich im Angesicht des Todes fühlt und verändert. Ich fand es sehr, sehr lesenswert.
Grüßle,
Transi

Hallo,

Und stimmt es wirklich, dass man von Sauerstoff „high“ wird?

Malte hat die Antwort an sich schon gegeben. Allerdings wirkt Sauerstoff vitalisierend, was man z.B. merkt, wenn man im aeroben Bereich joggt (gut hier wäre noch denkbar, daß andere Faktoren bei der Vitalisierung eine Rolle spielen).

Gruss
Enno

Falsche Zahlen?
Hi,

Einige quantitative Angaben zur Sauerstoff und seiner
Giftigkeit:

Wird der
Sauerstoffpartialdruck erhöht, so wirkt der Sauerstoff ab etwa
0,5 bar als Gift mit Zeit- und Konzentrationswirkung.

eine Nachfrage: Ich hab es - im Kontext meiner Taucher-Ausbildung - so gelernt, daß Sauerstoff ab einem Partialdruck von ca. 1.5 bar toxisch wirkt, was dann auch der angegebenen Tiefe von ca. 70m (8bar Umgebungsdruck) entspricht (bei herkömmlicher Druckluftatmung). Gut, im Falle normaler Druckluft stellt das kein Problem dar, da ab ~40m der Stickstoff Probleme macht und man die 70m sicher nicht bei Bewusstsein erreichen wird, aber für Atmer anderer Gemische (Nitrox et. al.) oder Kampfschwimmer mit Kreislaufgeräten (AFAIK 100% O2 ist das ein Thema.

Liegt das also ausschliesslich daran, daß unter diesen Umständen die Dauer einfach zu kurz ist, als daß Sauerstoff schon bei geringerem Partialdruck seine toxische Wirkung zeigt? Aus welcher Quelle stammen Deine Zahlen?

Gruß,

Malte.

Liegt das also ausschliesslich daran, daß unter diesen
Umständen die Dauer einfach zu kurz ist, als daß Sauerstoff
schon bei geringerem Partialdruck seine toxische Wirkung
zeigt?

Ja.

Aus welcher Quelle stammen Deine Zahlen?

Römpp Chemielexikon.

Siehe auch Lorrain-Smith-Effekt etwa unter:
http://www.no-bubbles.de/db/lexikon3.php?anzeigen=158

Gruss
Armin