GuV Kennzahlen?

Hallo,

für ein Hausarbeit in ABWL soll ich die GuV Kennzahlen in dem Jahresabschluss einer beliebigen Firma auswerten. Für meine Auswertung habe ich die Deutsche Post AG gewählt. Leider hat unser Dozent die Aufgabe nicht weiter spezifiziert und mein BWL Wissen hält sich auch in Grenzen. Bislang habe ich lediglich die Personalaufwandsquote und Materialaufwandsquote der Jahre 2004 und 2005 verglichen und mit Hilfe der Anmerkungen in dem Jahresabschluss versucht die Veränderung von 04 bis 05 zu begründen. Laut Dozent soll es aber weitere Kennzahlen geben, die er allerdings nicht nennen wollte/konnte. Auch Google konnte mir leider nicht weiterhelfen. Daher meine Frage: Auf was kann man eine GuV über die beiden genannten Werte hinaus hin untersuchen? (Auf einem Niveau für nicht BWLer, bin selbst Informatikstudent, mit BWL-Pflichtkurs :frowning: )

Danke,
Stephan

Hallo Stephan,

es gibt unzählige Kennzahlen, die auf eine GuV anwendbar sind. Interessant sind meiner Meinung nach die Entwicklung des Umsatzes und des Gewinns (absolute Werte), die Umsatzrentabilität (Gewinn/Umsatz; wieviel Prozent des Umsatzes bleiben nach Abzug der Kosten noch übrig), der Wareneinsatz in % des Umsatzes (Wareneinsatz/Umsatz; wie hoch ist der Deckungsbeitrag; nur bei Handelsbetrieben), und der Personal- und/oder Verwaltungsaufwand in % des Gesamtaufwendungen (Aufwand/Gesamtaufwand).

Gruß
Werner

Als kleiner Tip am Rande:

such Dir ne andere GuV, eine in der nicht „mal eben“ 5.000.000 untergehen können. Irgendein mittelständiges Unternehmen, eine GmbH zB, die gerade groß genur ist um ihre Bilanzen veröffentlichen zu müssen.
Dort sind sind so viele Bilanztechnische Tricks und Kniffe die sämtliche Kennzahlen nur verfälschen, besser aussehen lassen. Damit kommst Du weiter.
Es gibt noch sowas wie Investitionsquote, Eigenkapitalquote, uswuswusw
Du kannst theoretisch alle Zahlen irgendwie in Kombination zueinander bringen, und da alles mögliche herauslesen.
Verhältnis kurzfristige Forderungen zu kurzfristigen Verbindlichleiten, Ausstattung mit liquiden Mitteln…
Also Möglichkeiten hast Du dann da genug.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bilanzkennzahlen…

Als kleiner Tip am Rande:

such Dir ne andere GuV, eine in der nicht „mal eben“ 5.000.000
untergehen können. Irgendein mittelständiges Unternehmen, eine
GmbH zB, die gerade groß genur ist um ihre Bilanzen
veröffentlichen zu müssen.
Dort sind sind so viele Bilanztechnische Tricks und Kniffe die
sämtliche Kennzahlen nur verfälschen, besser aussehen lassen.
Damit kommst Du weiter.

Die Argumentation versteh ich nicht, sorry…

Es gibt noch sowas wie Investitionsquote, Eigenkapitalquote,
uswuswusw

Das sind Bilanzkennzahlen…

Du kannst theoretisch alle Zahlen irgendwie in Kombination
zueinander bringen, und da alles mögliche herauslesen.
Verhältnis kurzfristige Forderungen zu kurzfristigen
Verbindlichleiten, Ausstattung mit liquiden Mitteln…

Auch das sind Bilanzkennzahlen

Gruß von Fennchurch

Hallo,

Auch Hallo,

Bislang habe ich
lediglich die Personalaufwandsquote und Materialaufwandsquote
der Jahre 2004 und 2005 verglichen und mit Hilfe der
Anmerkungen in dem Jahresabschluss versucht die Veränderung
von 04 bis 05 zu begründen.

Na prima, da hast Du ja schon mal zwei GuV-Kennzahlen…

Laut Dozent soll es aber weitere
Kennzahlen geben, die er allerdings nicht nennen
wollte/konnte. Auch Google konnte mir leider nicht
weiterhelfen. Daher meine Frage: Auf was kann man eine GuV
über die beiden genannten Werte hinaus hin untersuchen? (Auf
einem Niveau für nicht BWLer, bin selbst Informatikstudent,
mit BWL-Pflichtkurs :frowning: )

Da gibt es eine ganze Reihe von Kennzahlen, die man aus der GuV ableiten kann:

  • Gewinnkennzahlen (EBIT; EBITDA)
  • Cash Flow Analyse (halt ich persönlich für die mit Abstand wichtigste Analyse der GuV…)
    weniger wichtige Kennzahlen können sein:
  • Abschreibungsquote
  • Zinsaufwandsquote

Als gemischte Kennzahl aus der Bilanz und der GuV halte ich das Verhältnis von gesamten Forderungen zum Umsatz für wichtig…

Für den Anfang (bzw. nicht BWler) sollte das reichen :smile:

Danke,
Stephan

Gruß von Fennchurch

Auch das sind Bilanzkennzahlen

UPPSSS… *ROTWERD*

Wer lesen kann ist SCHWER im Vorteil

Und das mit dem „kleineres Unternehmen“ meinte ich so:
Ein kleiner Gewerbetreibender verbucht alles ohne sich groß Gedanken über Firmenpolitik, Shareholer-Value usw zu machen… Gerade die Deutsche Post hat da einiges drinstecken, was eher diesen Direktiven folgt… Sämtliche Wahlrechte zB dürften auf bestimmte Ziele hin ausgerichtet sein.

Hallo,

Und das mit dem „kleineres Unternehmen“ meinte ich so:
Ein kleiner Gewerbetreibender verbucht alles ohne sich groß
Gedanken über Firmenpolitik, Shareholer-Value usw zu
machen… Gerade die Deutsche Post hat da einiges
drinstecken, was eher diesen Direktiven folgt… Sämtliche
Wahlrechte zB dürften auf bestimmte Ziele hin ausgerichtet
sein.

das sind sie immer und gerade bei den kleineren Unternehmen wird auch schon mal ein Wahlrecht ausgenutzt, das es gar nicht gibt, insbesondere dann, wenn das Unternehmen der größte Kunde des ortsansässigen Wirtschaftsprüfers ist und das Unternehmen von der Veröffentlichung weitestgehend oder gar komplett freigestellt ist. Bei Unternehmen wie der DP sind im Anhang wenigstens alle ausgeübten Wahlrechte und alle Bewertungsansätze angegeben.

Gruß,
Christian