Gymnasium Bayern -- SarahS

Halloballo SarahS. :smile:

Ich bin ob Deiner Ausführungen neugierig geworden.

ab der 5. Klasse im G8 Natur und Technik
dann Physik ab der 7. und Chemie ab der 8. Klasse

In der Oberstufe muss dann jeder Schüler eine Naturwissenschaft in
der 12. Klasse und eine in der 12. und 13. Klasse belegen.

Das gegliederte Schulsystem bereitet mir Kopfschmerzen, doch ich hoffe, ich habe es für den Mathe-Nawi-Zweig richtig verstanden:

Kl.5 Natur und Technik
Kl.6 Natur und Technik
Kl.7 Biologie, Physik
Kl.8 Biologie, Physik, Chemie
Kl.9 Biologie, Physik, Chemie
Kl.10 Biologie, Physik, Chemie
Kl.11 Physik-Chemie oder Physik-Biologie oder Chemie-Biologie
Kl.12 Physik oder Chemie oder Biologie (weitergeführt aus Kl.11)

Ich bin überrascht, zu welchen Ansichten sich die Bayern über ihr Bildungssystem immerfort hinreißen lassen, falls das der sogenannte mathematisch-naturwissenschaftliche-technische Gymnasialzweig sein soll. Das ist besonders in der Abiturstufe extrem viel Wahlfreiheit für Schüler, die eigentlich eine verbindliche Vertiefungsrichtung besuchen.

Soweit ich mich erinnere, galt für den neusprachlichen Zweig (!) zu meiner Abiturzeit:

Kl.5 Biologie
Kl.6 Biologie, Physik
Kl.7-12 Biologie, Physik, Chemie

Außerdem zählte Erdkunde im Ggs. zur heutigen Geographie auf Grund sehr vieler geologischer, meterologischer und karthographischer Stoffkapitel zur Konfiguration naturwissenschaftlicher Fächer. Die beiden sprachlichen Zweige mußten darüber hinaus die polytechnischen Fächer Technisches Zeichen (7.-10.) und Unterrichtstag in der Produktion (7.-12.) belegen.
Das waren ja höhere Anforderungen in den zweigfremden Unterrichtsfächern als jetzt in den charakteristischen Fächern des Mathe-Nawi-Zweigs. :-/

Ich hätte gedacht, ihr machtet in Bayern achtjähriges Gymnasium und brächtet frischen Wind in das Bummelabitur. Jetzt ist mir auch zahlenmäßig klar, warum sich die Studenten aus den nördlicheren Bundesländern so schwer tun mit einem grundlegenden Anforderungsniveau in den MNT-Fächern.

Viele Grüße :smile:

Auf dem naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium, wie das heute so schön heißt, haben die Kinder auch irgendwann Informatik, ich hab aber vergessen wann, da müsste ich meinen Bruder fragen. Auf jeden Fall war das ein Aufreger, weil das Anschalten eines Computers laut Lehrplan erklärt werden muss, das 10-Finger-Tastschreiben jedoch vorausgesetzt wird :smiley:. Außerdem können manche kinder die Hausaufgaben nicht zu Hause machen, weil ein PC dort entweder gar nicht vorhanden ist oder den Anforderungen nicht entspricht, in der Schule ist das aber totales Hickhack.
Soweit ich weiß, ist es im G8 so, dass alles, was man in der Oberstufe wählt, bis zum Ende genommen werden muss, aber absolut sicher bin ich mir da nicht.
Es ist auch noch wichtig zu sagen, dass die Oberstufe die Zweigbindung aufhebt. Das heißt selbst wenn man vorher auf dem nat-tech-Zweig war, kann man zwei Sprachen wählen.

Hallöle.

Ich möchte mir gerne die Stundentafeln des neunjährigen bayrischen Gymnasiums ansehen. Hast Du als Lehrerkandidatin diese Informationen? Ich stoße mit grobschlächtiger Recherche nur auf das achtjährige Gymnasium. In einem Dokument war als Anlage die frühere Regelung des neunjährigen Gymnasiums im Vergleich zum achtjährigen Gymnasium versprochen, aber die Anlage fehlte und es waren lediglich Fußnoten vermerkt.

Viele Grüße

Hallo Reinerlein,

Ich möchte mir gerne die Stundentafeln des neunjährigen
bayrischen Gymnasiums ansehen.

Hier hast du die Stundentafeln für das 8- und 9-jährige Gymnasium: http://www.verwaltung.bayern.de/Titelsuche-.116.htm?..

Ganz unten unter Teil 7 Schlussbestimmungen.

Gruß
Wawi

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Halloballo.

Danke sehr!
Und das sind die Stundentafeln, wo sich jetzt noch Eltern in Bayern aufregen, daß der Stoff komprimiert worden wäre und die Stundenzahlen zu hoch sind, ja?

Leider konnte ich eine Stundentafel für die Klassen 5-9 des neunjährigen Gymnasiums nicht finden. Das G8 ist aufgeführt, für das G9 aber nur die 10. und 11. Klasse.

Vielleicht brauche ich das auch nicht mehr, denn die Lektüre der G8-Stundentafel in Verbindung mit der alten 10.+11. Klasse ist sehr interessant, und es bestätigen sich viele Dinge, die ich vermutet hatte.

Vielen Dank Wawi
Grüße

P.S. Wie funktionieren die Intensivierungsstunden? Gab es das vor dem G8 auch und wie sieht der pädagogische Alltag damit aus?

Halloballo.

Danke sehr!
Und das sind die Stundentafeln, wo sich jetzt noch Eltern in
Bayern aufregen, daß der Stoff komprimiert worden wäre und die
Stundenzahlen zu hoch sind, ja?

Ja, alle Eltern außer meiner Mutter, die sieht, dass mein Bruder sogar weniger Hausaufgaben macht als ihre drei älteren G9-Kinder :smiley:.

Leider konnte ich eine Stundentafel für die Klassen 5-9 des
neunjährigen Gymnasiums nicht finden. Das G8 ist aufgeführt,
für das G9 aber nur die 10. und 11. Klasse.

Vielleicht brauche ich das auch nicht mehr, denn die Lektüre
der G8-Stundentafel in Verbindung mit der alten 10.+11. Klasse
ist sehr interessant, und es bestätigen sich viele Dinge, die
ich vermutet hatte.

Ja, was hattest du denn vermutet?

P.S. Wie funktionieren die Intensivierungsstunden? Gab es das
vor dem G8 auch und wie sieht der pädagogische Alltag damit
aus?

Nein, vorher gab es das nicht. In den Intensivierungsstunden wird die Klasse geteilt, also hat der Lehrer jeweils nur die halbe Klasse, um intensiver zu üben. Wie die Klasse geteilt wird, liegt im pädagogischen Ermessen des Lehrers. Es kommt z.B. vor, dass nach dem Alphabet geteilt wird, dass gelost wird, aber auch, dass Lehrer die Klassen in Jungen und Mädchen aufteilen. Die Intensivierungsstunden gibt es in der 5. Klasse glaub ich in Mathe, Englisch und Deutsch, in der 6. Klasse zusätzlich noch in der 2. Fremdsprache. Später dürfen die Schüler dann selbst wählen, in welche Intensivierung sie gehen.

Ach ja, zum pädagogischen Alltag noch: die Spanischlehrerin meiner Nachhilfeschülerin hält es nicht für wichtig, zu üben, und tanzt lieber Salsa und guckt Filme mit den Schülern, aber in der Regel nutzen die Lehrer die Gelegenheit, auch mal freiere Übungsformen machen zu können und eben, um den Schülern noch mal bewusst Möglichkeit zur Nachfrage zu geben. Nicht ideal sind die Fälle, in denen die Schüler in der Intensivierung einen anderen Lehrer haben. Das bringt meist nicht so viel, da der nicht weiß, wie weit die Klasse gekommen ist.