innerhalb von sechs Jahren sind schon drei verscheidene Frauen von mir schwanger geworden, um das Baby im dritten Monat zu verlieren. Woran könnte das denn liegen?
Mein Urologe hat mein Sperma lediglich auf die Anzahl der Spermatozoen (ist das richtig) pro Kubikmillimeter untersucht. Und meine Frage ist, ob es dabei nur auf die Anzahl ankommt und ob die Spermatozoen möglicherweise nicht defekt sein könnten.
Eine Enzündung in der Prostata und im Harnweg wurde auch festgestellt. Könnte das auch die Ursache sein?
Hallo,
innerhalb von sechs Jahren sind schon drei verscheidene Frauen
von mir schwanger geworden, um das Baby im dritten Monat zu
verlieren.
Hallo Antoine,
leider ist eine abschliessende Antwort nicht möglich.
Eventuell käme noch eine genetische Beratung in Frage. Von einer weiteren Untersuchung des Spermas ist eher keine neue Erkenntnis zu erwarten. Der pure Zufall ist natürlich auch nicht auszuschliessen.
Ich würde bei dringendem Kinderwunsch am ehesten eine Untersuchung in der andrologischen Abteilung einer Universitätsklinik empfehlen.
Mir freundlichen Grüssen
Dr.Volker Wehler
grundsätzlich einmal ist es so, dass sehr viele Schwangerschaften bis einschließlich 3. Monat in eine Fehlgeburt münden, die Frauen das Baby also verlieren.
(Man sagt sogar, dass jede 2. Schwangerschaft -oft auch unbemerkt- in den ersten WOchen abgeht)
In dieser Zeit zählt das „alles oder nichts“ Prinzip, manche sagen auch einfach natürliche Selektion.
Bei einem Spermiogramm wird i.d.R. untersucht weiviele Spermien es sind, wie sie aussehen, wie sie sich bewegen und wieviele sich überhaupt bewegen. Außerdem wird der pH-Wert erstellt und auch ein Test auf Entzündungen wird gemacht.
Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass eine Entzündung der Porstate/Harnwege für eine oder mehrere Fehlgeburten -schon gar nicht erst im dritten Monat- verantwortlich sein kann.
In der späteren Schwangerschaft allerdings spielen Bakterien oftmals eine Rolle bei Frühgeburten, vorzeitigem Blasensprung o.ä.
Wenn das mit der Fehlgeburt bei einer (der gleichen) Frau öfter vorkommt und ihr Kinderwunsch habt, dann würde ich auf jeden Fall zu einem Genetiker gehen. DOrt kann dann z.b. euer Blut/DNA untersucht werden, ob es da ein Problem gibt. Genauer kenne ich mich damit aber nicht aus.
Normalerweise schickt euch der behandelnde Gynäkologe sowieso irgendwann dort hin -sprecht ihn doch einfach mal drauf an, auch als Nicht-Schwangere kann man dort ein Beratungsgespräch bekommen.
Die Anzahl der Spermien hat damit nichts zu tun, davon hängt ggf die Zeugungsfähigkeit ab. Es ist aber erforderlich, bei Ihnen eine Chromosomenanalyse durchzuführen, da es verdeckte Störungen gibt, die die Entwicklung des Embryos beeinträchtigen. Ansonsten muss natürlich auch geklärt werden, in welchem Schwangerschaftsalter die Fehlgeburten stattfanden und ob die Frauen ggf wegen Erkrankungen und Alter eine erhöhte Abortwahrscheinlichkeit hatten.
Dr. Walter Brinker www.brinker-wehren.de
Hallo, für dieses Problem bin ich nicht der optimale Ansprechpartner. Aber wenn das mit dem Schwangerwerden immer klappt, kann das nicht am Sperma liegen. Vielmehr glaube ich, das es sich um habituelle Aborte handelt. Wenn es immer die gleiche Frau war. In jedem Fall würde ich mich an ein Kinderwunsch Zentrum wenden. Da sind Spezialisten aus Urologie und Gynäkologie, die sich nur mit diesen Problemen beschäftigen und Ihnen sicher weiterhelfen können. Viel Glück beim nächsten Mal
recht herzlichen Dank für ihre schnelle Reaktion auf meine Erkundigung.
Ich werde auch Ihre Empfehlung befolgen und eine universitätsklinische Untersuchung in Anspruch nehmen.
Hallo Antoine,
danke für Ihre Antwort, Anerkennung tut immer gut
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
Mit freundlichen Gruessen
Dr Volker Wehler
Bitte beachten Sie, dass eine Auskunft per Internet niemals einen Besuch beim Frauenarzt ersetzen kann.
Zu mir: Nach Studium in Heidelberg, Uni-Klinik Ulm, Krankenhaus Ruesselsheim und 25 Jahren eigener Praxis habe ich mich nach Suedwestfrankreich zurueckgezogen, hier dann aber doch wieder eine Frauenarztpraxis eroeffnet. Seit Juli 2008 bin ich nicht mehr taetig. Durch die Beantwortung Ihrer Fragen bleibe ich der deutschen Gynaekologie noch ein wenig verbunden.
Ihr Sperma sollte auf mögliche genetische Defekte untersucht werden. Leider ist das sehr teuer. Die Anzahl der Spermien ist nur relevant, wenn ein Kinderwunsch vorliegt. Lassen Sie sich bitte ausführlich genetisch beraten. Das können Sie nur bei einem Spezialisten. Am besten fragen Sie mal in den Kinderwunschzentren nach, alternativ bei einem Reproduktionsmediziner.
Die können Ihnen dann detailiert erklären, welche Untersuchungen für Sie in Frage kämen.
Die Untersuchung sollte nicht nur die Anzahl der Spermatozoen bestimmen, sondern auch die mikroskopische Beurteilung der Samenzellen mit Hinblick auf ihre Beweglichkeit und Form.
Mehr Informationen finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Spermiogramm
Viele Schwangerschaften enden leider als Fehlgeburt im ersten Trimenon, ich würde Ihre Geschichte für einen statistischen Zufall halten.
Ich wünsche mehr Glück in der Zukunft.
Gruß
Andre