Ha im Judentum Vater oder Mutterecht vorrang?

Wie ist die Vaterschaft im Judentum geklärt? Ist der Vater der Weitergebende von Wissen und Tradition etc. auf den Sohn? Und welche Rolle spielen die Mütter und Töchter? Ich sitze gerade über Levinas und bekomme bei Ihm das Problem der Fruchtbarkeit über die Vaterschaft nicht ganz gebacken…

Gruß Jo

Hallo Jo,

Tip: Inge [email protected] anmailen! Sie kennt sich im Judaismus hervorragend aus und hat mir schon oft bei einigen kniffligen Fragen geholfen.

Ciao

Tessa

Hallo Jo,

da ich das Buch nicht gelesen habe, finde ich keinen rechten Zugang zu deiner Wortwahl. Was meinst Du mit dem Problem der Fruchtbarkeit genau?

Wie ist die Vaterschaft im Judentum geklärt?

Das Judesein bestimmt sich dadurch, ob du jüdische Eltern hast. So lehrt uns die Tora. Hierbei besteht jedoch das Problem, ob sich eindeutig klären lässt wer die Eltern sind. Bei der Mutter ist der Fall eindeutig, aber beim Vater können immer Zweifel bestehen (Dazu gibt es tolle Formulare auf dem Sozialamt :wink:. Damit diese Zweifel ausgeräumt werden und niemand beschähmt wird, haben die Rabbiner recht früh festgelegt, dass hier nur die Mutter zu berücksichtigen ist.
Diese Festlegung hat bis heute weitreichende Konsequenzen.

Unabhängig davon ist aber der Vater verpflichtet die Mitzwot zu halten, welche auch in Bezug zu seinen Kindern (auch die seiner Frau) stehen (und damit unabhängig davon, ob er der wirkliche Vater ist). Das erste Gebot, was hier auftritt ist die Beschneidung der Jungen. Ist der Vater dazu nicht in der Lage, geht die Pflicht auf die Mutter über. So verhält es sich auch mit anderen Aspekten, welche du angesprochen hast. Nach der Tora soll der Mann seinen Kindern die Tora lernen und mit ihnen Beten („erzähle davon deinen Kindern“).

Schalom,
Eli

Hallo Eli,

der Herr Levinas, baut ausgehend von einer Art Existenzialismus, ein System auf, wonach er versucht die Entwicklungsgeschichte des Menschen zu systematisieren. Ein wichtiger Punkt in seinem System ist dabei die Existenz des Einzelnen und wie er sich zu Anderen verhält. Bei Levinas ist die Fruchtbarkeit ein wichtiger Punkt, wo der Einzelne aufhört eine Ich zu sein, in ein Kollektives Wir übergeht, und sich dem Anderen (hier - dem Sohn) öffnet.
Was mir wichtig war ist die Mitzwot und das der Vater den Sohn beschneiden und den Kindern die Tora lernen soll und mit ihnen Beten.

Danke Jonas

da ich das Buch nicht gelesen habe, finde ich keinen rechten
Zugang zu deiner Wortwahl. Was meinst Du mit dem Problem der
Fruchtbarkeit genau?

Wie ist die Vaterschaft im Judentum geklärt?

Das Judesein bestimmt sich dadurch, ob du jüdische Eltern
hast. So lehrt uns die Tora. Hierbei besteht jedoch das
Problem, ob sich eindeutig klären lässt wer die Eltern sind.
Bei der Mutter ist der Fall eindeutig, aber beim Vater können
immer Zweifel bestehen (Dazu gibt es tolle Formulare auf dem
Sozialamt :wink:. Damit diese Zweifel ausgeräumt werden und
niemand beschähmt wird, haben die Rabbiner recht früh
festgelegt, dass hier nur die Mutter zu berücksichtigen ist.
Diese Festlegung hat bis heute weitreichende Konsequenzen.

Unabhängig davon ist aber der Vater verpflichtet die Mitzwot
zu halten, welche auch in Bezug zu seinen Kindern (auch die
seiner Frau) stehen (und damit unabhängig davon, ob er der
wirkliche Vater ist). Das erste Gebot, was hier auftritt ist
die Beschneidung der Jungen. Ist der Vater dazu nicht in der
Lage, geht die Pflicht auf die Mutter über. So verhält es sich
auch mit anderen Aspekten, welche du angesprochen hast. Nach
der Tora soll der Mann seinen Kindern die Tora lernen und mit
ihnen Beten („erzähle davon deinen Kindern“).

Schalom,
Eli