Haare wachsen nicht nach Chemotherapie

Liebe/-r Experte/-in,

auf der Suche nach Hilfe für meine Mutter wende ich mich an Sie in der Hoffnung einen guten Rat zu bekommen; 2008 wurde bei meiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert, OP, Chemo und Bestrahlung hat sie besser vertragen als befürchtet aber natürlich war eine Begleiterscheinung der komplette Haarverlust; trotz aller Initiativen wie Nahrungsergänzungen,Mineralien,Heilpraktiker,Vitamine und was es alles noch so gibt wachsen die Haare nur als dünner Flaum nach; vielleicht haben Sie ja einen guten Tip für mich!
Ich wäre für jede Hilfe dankbar da meine Mutter aufgrund der Situation und trotz schöner Perücke immer mehr in Depression verfällt;
Vielen Dank im voraus!
Gruß
Gwynifer

Hallo Gwynifer,

leider weiß ich nicht, wie man das Haarwachstum nach einer Chemo verbessert. Es gibt natürlich die sehr kostspielige und aufwändige Möglichkeit, sich Haare in die Kopfhaut verpflanzen zu lassen. Ich glaube, diesbezüglich könnte man sich mal bei einer Schönheits-Chirurgie-Klinik beraten lassen. Noch sinnvoller wäre aber wahrscheinlich eine Therapie bei einem Psycho-Onkologen. Die sind ja eben auf diese Probleme spezialisiert. Ich wünsche dir viel Glück, dass ihr die Schwierigkeiten in den Griff bekommt.

Gruß, Nadine

Hallo Nadine danke trotzdem fürs antworten; die Idee mit der Klinik hatte ich auch aber das zehlt niemand, das mit dem Psychoonkologen ist richtig aber leider lehnt sie professionelle Hilfe ab, ich weiß auch nicht mehr weiter denn du kannst dir denken das dieses Problem die ganze Familie mit beeinflusst;
Gruß
gwynifer

Hallo nochmal,

mir fällt gerade ein, dass du dich auch an die Deutsche Krebshilfe wenden könntest. Vielleicht wissen die einen Ausweg? Zudem gibt es dort evtl. auch finanzielle Unterstützung.

Alles Gute, Nadine

Hallo Nadine

ja das ist noch eine gute Idee, danke dir!
Gruß
Erika

Liebe Gwynifer,
da haben Sie schon wirklich alle Versuche unternommen, die ich auch durch habe und die ich in dieser Form auch empfohlen hätte.
Meine Therapie ist jetzt 10 Jahre her und mein Scheitel ist immer noch sehr licht und die Haare sehr dünn, aber dennoch von einem „Flaum“ kann ich nicht sprechen.
Ich habe auch schon einiges probiert, aber nichts hat mich zu 100% überzeugt.
Perücke; Extensions; farbiges Haarpulver - eine Art Zusatzhaar, dass man wie Pulver auf dem Kopf verteilen kann (www.toppik.de) - kann ich wirklich empfehlen; Olivenöl jeden Abend auf dem Kopf verteilen und morgens wieder auswaschen (Tipp meiner Friseurin, deren Mutter unter dünnen Haaren litt); dann gibt es da noch das Mittel „Regaine“ aus der Apotheke, im Internet findet man viele Positivartikel dazu, aber auch kritische Stimmen, die sagen, dass man dieses Produkt ein Leben lang auftragen muss, sonst ist der Haarausfall wieder da - ich habe mich noch nicht daran gewagt; wenn ich etwas gespart habe, versuche ich evtl. dies: http://www.hairdreams.de/microlines - die Ergebnisse scheinen zu stimmen.
Im Internet findet man unerschöpfliche Quellen, aber es ist schwierig den Durchblick zu bekommen, was seriös und hilfreich ist.
Sicher ist, dass sehr viele unter diesem Thema leiden und gerade weil es so sichtbar ist, fühlt man sich so angreifbar und verletzlich.
Ich kann das so gut nachvollziehen, wie es Ihrer Mutter geht und hoffe und wünsche für Sie das Allerbeste.
Es tut mir leid nicht wirklich weiter helfen zu können. Ich bin auch immer noch auf der Suche und hoffe auf den „Jackpot“ der Tipps zu diesem Thema.
Falls Sie also Positiverfahrungen machen, würde ich mich freuen darüber zu hören.

Alles Gute und liebe Grüße, Anja

Hallo Anja,vielen dank für die Antwort; ich weiß dieses Thema ist schwierig; Regaine verwendet sie seit Monaten aber ohne wirklichen Erfolg; die Haarverdichtung kannte ich noch nicht; einen Tip bekam ich gestern von einer Freundin,http://www.haarklinikken.de/,da wäre eine Beratung kostenlos, jetzt muss ich nur noch schaffen das sie hingeht denn ihr Frust ist groß, ist auch verständlich!
Gruß
Gwynifer

@Gwynifer & Anja:
Zumindest mal gut zu hören, dass es anderen ähnlich geht. Leider konnte ich sonst zu diesem Thema kaum etwas finden, immer nur Haarausfall während/durch eine Chemo.

Ich bin zwar männlich, 30 Jahre und hatte vor 5 Jahren eine Chemotherapie. Vorher (also vor Beginn der Chemo) hatte ich dichtes Haar und nach der Chemo diffuses, stellenweise fast farbloses/weißes Haupthaar (betrifft hauptsächlich die rechte Scheitelseite).

Da ich als Mann mit 30 genau im richtigen Alter für beginnenden erblichen Haarausfall wäre, will mir natürlich jeder (auch die Ärzte) einreden es würde sich bei mir um erblichen Haarausfall handeln und fertig. Ich kann/will das allerdings nicht ganz glauben (mit Anfang 25 volles Haar und ein 3/4-Jahr später auf einmal erblicher Haarausfall!?).

Was noch dazu kommt: Der Haarstatus ist immer noch genau so wie er nach der Chemo nachgewachsen ist. Also weder Verbesserung noch Verschlechterung. Das wäre ja bei einem erlichen Haarausfall wohl eher nicht der Fall.

An Mitteln habe ich auch so ziemlich alles durch: Regaine/Minoxidil (nehme ich seit 2 Jahren), Nahrungsergänzung, Kieselerde und seit knapp 1em Jahr auch Finasterid (ein Medikament gegen männlichen Haarausfall). Aber auch dadurch keine Verbesserung. Es scheint einfach immer gleich zu bleiben.

Blutwerte, Schilddrüsenwerte usw. ist alles im Normbereich…also ich bin inzwischen ratlos.

Da mich das Problem schon auch ziemlich belastet, würde ich mich freuen wenn Ihr (oder sonst gerne auch andere) mir vielleicht mal eine E-Mail schreiben würdet? Fotos und andere Daten möchte ich nämlich hier nicht gerne reinstellen. Da ich allerdings doch kein Einzelfall bin und scheinbar auch andere dieses Problem haben, finden wir ja vielleicht irgendwo einen Arzt der so etwas schon einmal gesehen hat und nicht nur die Augen verdreht *g*.

lg Flo
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