Haarige Fragen

Hallo,

seit dem Affen hat sich ja bei der Ganzkörperfrisur des Menschen so einiges getan, zumindest, wenn man von Einzelfällen absieht. Jedenfalls scheint die Ganzkörperbehaarung nicht mehr überlebensnotwendig zu sein, sonst wäre die Behaarung bei den Menschen nicht derart auf dem Rückzug.

Neben einer Minimalbehaarung über den ganzen Körper hinweg, haben sich an wenigen Stellen die Haare gut gehalten:
Augenbrauen, Wimpern, Achseln, Schamhaare, Kopfbehaarung, dazu bei Männern Barthaare und werweisswo sonst. „Männer, diese haarigen Biester“ sangen schon die Toten Hosen…

Wie auch immer. Bei Augenbrauen und Wimpern ist noch einzusehen, warum dortselbst behaarte Menschen häufiger überlebten (Augenschutz) und die dortige Behaarung daher noch in unseren Genen programmiert ist.

Bei den Achselhaaren tu ich mich da schon schwerer. Verringerte Reibung und daher besserer Jagderfolg aufgrund besser geschmierter?

Kopfbehaarung? Vielleicht weniger Hautkrebs?

Barthaare? War das vielleicht für die Weibchen ein Zeichen von Stärke und wurden behaarte Menschen-Männchen deshalb bevorzugt als Erzeuger ausgewählt?

Aber bei den Schamhaaren hakt es bei mir aus. Eigentlich sind die doch potentieller Siedlungsort für Erreger nahe einer Körperöffnung. Insofern ist das doch eher ein Fortpflanzungshindernis und die Unbehaarten wären evolutionsmäßig eigentlich im Vorteil.

Für Ideen und Antworten dankbar
Christian

Hi Christian,

Bei den Achselhaaren tu ich mich da schon schwerer.
Verringerte Reibung und daher besserer Jagderfolg aufgrund
besser geschmierter?

Aber bei den Schamhaaren hakt es bei mir aus. Eigentlich sind
die doch potentieller Siedlungsort für Erreger nahe einer
Körperöffnung. Insofern ist das doch eher ein
Fortpflanzungshindernis und die Unbehaarten wären
evolutionsmäßig eigentlich im Vorteil.

Menschen ziehen sich an oder stoßen sich ab indem sie sich beriechen. Bewust ist das bei den wenigsten, aber es läßt sich beweisen, daß es zumindestens zu einem guten Teil so ist.

Nun sind sowohl Achseln als auch Unterleib intensive Duftquellen und durch die Behaarung wird die Verteilung des Duftes verbessert (größere Oberfläche).
Das Körpergeruch etwas ‚anrüchiges‘ ist, ist eine ziemlich neue Errungenschaft. Von Napoleon z.B. gibt es einen Brief an seine Frau, in dem er ihr mitteilt, daß er in ca. zwei Wochen zurück sei. Gleichzeitig bittet er sie, sich nicht mehr zu waschen; nun ja wers mag

Gandalf