wenn ich mir die Sache mit Rüttgers anschaue („Ausbildung statt Einwanderung“), dann definiere ich Populismus so: Anbiederung ans Volk, in dem man Sprüche klopft, die das Problem vereinfachen/verfälscht darstellen, um auf diese Weise ein „Ja, so isses“ vom wenig reflektierenden/politisch gering interessierten Bürger zu erhalten und auf diese Weise auf Stimmenfang zu gehen.
Damit werden die Probleme verkannt,und es wird schwierig, sachlich Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren und zu finden.
Deborah
wenn ich mir die Sache mit Rüttgers
anschaue („Ausbildung statt
Einwanderung“), dann definiere ich
Populismus so: Anbiederung ans Volk
Wieso Anbiederung?
Noch 1986 haben die Grünen „Kampf dem Computer“ in ihr Programm geschrieben. SPD und Grüne haben sich über Jahre hinweg beinahe jeglicher technischer Neuentwicklung gegenüber skeptisch gezeigt.
Das Wort „Elite“ durfte man überhaupt nicht in den Mund nehmen, und schwache Schüler wurden gefördert, während man hoch begabte Schüler sträflich vernachlässigt hat. Wir sind ja alle so gleich.
Ich glaube, dass jeder, der hier eine Meinung vertritt, ein wenig recht hat. Die absolute Wahrheit und die einzig richtige Regierungsform wurde halt noch nicht gefunden, wenn es sie überhaupt gibt.
Nur, das Argument, dass sich die Mehrheiten meistens irren, und man es daher anders machen soll ist wohl nicht ganz ernst gemeint.
Ich finde es halt bedenklich, dass man den Begriff „Populismus“ so negativ besetzt. Dann glaubt man nämlich die moralische Berechtigung zu haben, Entscheidungen auf undemokratischer Basis treffen zu können.
Hans
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Ich glaube, dass jeder, der hier eine
Meinung vertritt, ein wenig recht hat.
Die absolute Wahrheit und die einzig
richtige Regierungsform wurde halt noch
nicht gefunden, wenn es sie überhaupt
gibt.
richtig. ob es sie gibt… tja, der spruch mit dem „die demokratie ist die schlechteste aller regierungsformen…ausser der demokratie selbst“ ist ja schon mal nicht schlecht…
lieber BRD als DDR oder drittes Reich… oder feudalstaat…
der vorteil der demokratie ist ja, dass man inkompetente leute rein theoretisch abwählen kann.
oftmals gelingt es ihnen leider, ihre inkompetenz zu veschleiern…
Nur, das Argument, dass sich die
Mehrheiten meistens irren, und man es
daher anders machen soll ist wohl nicht
ganz ernst gemeint.
doch, durchaus.
ich spreche einfach 70% der bevölkerung die entsprechende sachkenntnis zu speziellen themen ab.
sonst wären grüne und fdp keine splitterparteien.
hätten sie denselben propaganda-apparat zur verfügung wie SPD und CDU sähe die deutsche parteienlandschaft ganz anders aus.
Ich finde es halt bedenklich, dass man
den Begriff „Populismus“ so negativ
besetzt. Dann glaubt man nämlich die
moralische Berechtigung zu haben,
Entscheidungen auf undemokratischer Basis
treffen zu können.
ich würde mich nicht unbedingt als demokrat im sinne der bundesrepublikanischen politik bezeichnen.
ich sehe mich durchaus in der lage, entscheidungen der mehrheit nicht so zu akzeptieren, nur weil sie mehrheitsentscheidungen sind, eben, weil viele menschen nciht die zeit haben , sich ein umfassendes bild der sachlage zu machen.
und ebenso sehe ich mich moralisch in der lage mehrheitsentschedungen zu kritisieren.
um konsens bin ich trotzdem bemüht.
aber zu einem konsens bedarf es leider des willens beider.
…Konter (schreibt man das nicht mit K?) hin, Konter her: Was an Gysi soll populistisch sein ? Er redet nicht der Öffentlichkeit nach dem Mund und vertritt, alleine durch die Tatsache, dass er Sozialist ist eher unpopuläre Anschauungen, nämlich den Sozialismus als Wirtschaftssystem in einer parlamentarischen Demokratie. Das alleine ist schon so idealistisch, dass es unmöglich populistisch sein kann.
Sigi
aber bitte sehr : Wenn DER kein Populist
ist, gibt es praktisch seit Goebbels
Zeiten keinen mehr !
whk
Man kann - MUß aber nicht ! kommt schließlich von lat. contra
hin, Konter her: Was an Gysi soll
populistisch sein ? Er redet nicht der
Öffentlichkeit nach dem Mund
DOCH ! Das ist doch das Kriterium , nur : Er hat halt eine andere Öffentlichkeit (auch eine andere Gesellschaft) im Sinne - Populismus ist nicht an eine bestimmte Zielpersonengruppe gebunden.
Ein (nehmen wir`s mal ganz krass) echter Antisemit appeliert an die Resentiments eines gewissen Wählerpotentials AUS DEM Volk- der ist damit doch auch ein Populist, oder siehst Du das anders ?
Bin gerne bereit zu relativieren, aber nach Heisenberg ist hier keine echte Definition gegeben.
Gruß whk
Na Klasse… und die Alternative ?
Aus einem Elfenbeinturm heraus mittels Fachchinesisch dafür zu sorgen, daß bloß niemand auf die Idee käme, er wüßte worums ginge - also die übliche Politiker-Machart ! Was ist wohl besser ?
Aus einem Elfenbeinturm heraus mittels
Fachchinesisch dafür zu sorgen, daß bloß
niemand auf die Idee käme, er wüßte
worums ginge - also die übliche
Politiker-Machart ! Was ist wohl besser ?
die mischung machts.
man kann auch sachlich und verständlich argumentieren.
naja, für dich gibts halt nur schwarz und weiss.
Das war eine dumme Unterstellung
Nur- wenn DU das eine Extrem anführst, ist die Mitte kein echtes Gegengewicht- also muß das andere herhalten - DESHALB kämpfe ich so erbittert und durchaus ein erkennbares Maß von meiner eigentlichen Position entfernt, gegen OT whk