Hab da mal ne Frage

Hallihallo

Folgende Situation: Frau, 81Jahre, geistig gesund und körperlich gebrechlich, bekommt Rente von ca.3000 Euro/ Monat. Die eigene Tochter, selbstständig, setzt die Mutter regelmäßig jeden Monat unter psychischen Druck, Ihr Geld zu „leihen“ Wir reden hier von ca.2000 Euro im Monat. Durchschnittlich. Selbstverständlich wird das Geld nie zurückgezahlt. Das hat jetzt schon dazu geführt, das die Frau sich ihre lebensnotwendigen Herztabletten für 2 Wochen nicht kaufen konnte, weil Sie kein Geld hat. Sie leiht sich auch regelmäßig von Bank und Bekannten Geld, um Ihrer Tochter das Geld „leihen“ zu können. Erspartes ist nicht vorhanden. Die Frau nimmt sich auch jedes Mal vor, nichts mehr zu geben. Allerdings ist der Druck enorm. „Dann muß ich zum Sozialamt usw“

Gibt es rechtliche Möglichkeiten, diese Frau vor Ihrer eigenen Tochter zu schützen?

Gruß und Danke
Marco

Gibt es rechtliche Möglichkeiten, diese Frau vor Ihrer eigenen
Tochter zu schützen?

Moin moin,

ich halte das rechtliche eigentlich nicht für relevant in diesem Fall, da die alte Dame nicht von ihrer Tochter gezwungen werden kann, ihr „Kredit“ zu gewähren. Somit hat die Dame nur noch zwei Möglichkeiten.

  1. Nicht mehr mit der Tochter Kontakt halten.

  2. Einen ordentlichen Kreditvertrag mit Rückzahlungsfristen und klaren Bedingungen abschließen. So kann im Zweifel eine Rückzahlung erzwungen werden. Allerdings tritt dann im Zweifel genau der gedrohte Fall des Sozialamtes ein, der wohl nicht gewollt ist, sonst würde die Drohung nicht greifen.

Wie gesagt, das Problem liegt wohl darin, dass die alte Dame sich nicht wehren kann oder will. Rechtlich ist da nichts zu machen, solange sie sich nicht wehrt.

Sollte sie jedoch konsequent sein wollen, kann sie im Zweifel Anzeige wegen Nötigung stellen.

In allen Fällen ist es am besten, wenn sie nur noch in Gegenwart eines Zeugen, der ihr im Zweifel auch zur Seite stehen kann, mit der Tochter spricht.

War nicht wirklich eine rechltiche Antwort…

Gruß

ALex

Hallihallo zurück,

hm musste erstmal ein paar minuten drüber nachdenken,

ich atte so ne ähnliche situation, (mann allerdings 90 und geistig relativ rege, ich vermieter nicht verwandt, er alleinstehend und wir hatten ein gutes verhältniss),

um mich nun überhaupt nicht dem vorwurf oder verdacht auszusetzen ich nutze den mann aus etc. und dem mann irgendwie zu helfen hab ich folgendes gemacht:

ich hab ihm erstmal nen pflegedienst und dessen dessen bezahlung über pflegevers. zukommen lassen (das nur am rande), aber der kann/ konnte schon mal ein bisschen auf dem Mann aufpassen bzw. dessen wichtigste „geschäfte“ begleiten, dann wurde das aber zu heikel, weil irgndwann baut man halt im alter ab und dann hab ich als „offiziell“ außenstehender beim amtsgericht einen vormund beantragt, ging dann alles seinen geregelten lauf, richter, amtsarzt, pflegevers. etc. und dann hatte der mann einen ofiziellen und amtlich bestätigten vormund, der ALLE geschäfte überwachen und genehemigen musste,

vielleicht hört sich das ein bisschen hart an, aber im endeffekt tut man älteren leuten dann nur einen gefallen (ich hatte übrigens ne ganze zeit gewissensbisse wegen der endmündigung eines freundes, aber mit der zeit stellte sich herraus, dass es wohl das besste gewesen ist)

also nun als konkreten rat, geh zum amtsgericht, trage dort deinen vorgang vor, mache das je nach situation als dringend nötig, alles andere kannst du nicht beeinflussen, solange nicht offiziell und amtlich jemand endmündigt ist bzw. wird darf er machen was er will und niemand kann ihn hindern

auch wenn er dadurch „unter der brücke“ landet, ich würde auch von einer anzeige absehen, da sich der effekt dann gegen dich wenden kann (offiziell ist ja nix passiert und die alte dame hält vor den beamten garantiert zu ihrem fleisch und blut - auch wenn das ein blutsauger ist)

hm, auch nicht so ein richtiger rechtlicher rat, eher ein guter weg

uwe