Hab ich zu viele Versicherungen?

Hallo!

Ich habe das Gefühl, daß mein Mann und ich zu viele bzw. überzogene Versicherungen haben. Wir sind seit 6 Jahren bei einer unabhängigen Maklerin, über die wir alle aktuellen Versicherungen abgeschlossen haben und die uns am Anfang auch sehr vertrauenswürdig erschien. Aber mittlerweile haben wir den Verdacht, daß sie uns das ein oder andere aufgeschwatzt hat, was eigentlich nicht nötig ist und nicht des Umfangs bedarf. Wenn man sie fragt, ob man nicht irgendwo was einsparen kann ( wäre nämlich nötig ), ist natürlich jede Versicherung unverzichtbar. Gibt es nun Stellen oder Institutionen, die sich unsere Unterlagen anschauen könnten, ohne selbst wieder was anderes andrehen zu wollen? Verbraucherschutz o.ä.? Bin da nämlich mittlerweile recht mißtrauisch. Und leider auch zu blöd für das Thema, ich kann es selbst einfach nicht beurteilen und mein Mann auch nicht! :smile:

Danke für Eure Antworten!

marvin

Guten Tag Marvin,
eine solch schonungslose Selbsteinschätzung, wie Sie sie vortragen, ist rar. Respekt.
Dabei haben Sie schon die richtige Spur genannt und erscheinen allein
deswegen nicht so unbedarft, wie Sie selbst meinen.
Also, es ist so: Ein Gang zur Verbraucherberatung für eine
Rundum-Versicherungsberatung ist so ziemlich das Beste, das Sie in
Ihrer Lage für Geld machen können. Sie vereinbaren einen Termin,
nehmen alle Unterlagen mit, bezahlen ein Beratungsentgelt von ca.
100 € (zeitabhängig) und man sagt Ihnen, was wichtig ist, was entbehrlich ist und welche Produkte Sie für einen Bruchteil dessen einkaufen können, was Sie derzeit bezahlen.
Bei durchschnittlichen Versicherungsverhältnissen ergibt sich ein
Einsparpotential von mehreren Hundert Euro im Jahr.
Und das Schöne ist: Die Verbraucherberatung dient Ihnen keine neuen
Verträge an. Denn sie darf Versicherungen grundsätzlich nicht vermitteln.
Sie können bei einer solchen Beratung und ausgehend von Ihrem
derzeitigen Stand als Maklerkunde nur gewinnen.
Gruß
Günther

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Hallo!

Vielen Dank für Ihre Antwort, dann lag ich ja nicht so falsch! :smile: Ich werde mich dann mal an den Verbraucherschutz wenden und hoffe, daß man uns dort weiterhelfen kann.

Schöne Grüße,

marvin

Hallo Marvin,
da Sie von einer Maklerin betreut werden, sollte man davon ausgehen, daß das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Sprecht sie doch einmal konkret darauf an, daß es zu sparen gilt und laßt Euch beraten. Und um die Zweifel zu zerstreuen, laßt Euren Versicherungsschutz durch einen anderen Makler prüfen und vergleicht das Ergebnis.
Ich meine, ein guter Makler berät besser und individueller als die „Verbraucherschützer“. Nach meinem Empfinden erfolgt dort die Beratung zu pauschal, zu schablonenhaft. Und kostet Geld. Wenn es schon Geld kosten darf, dann doch besser einen unabhängigen Versicherungsberater, falls so einer erreichbar ist für Euch.

Gruß
Boris

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Guten Tag Boris,
es ist nicht notwendig, den Begriff Verbraucherschützer in Anführungszeichen zu setzen und dadurch bei einem unbedarften Leser
durch einen germanistisch-rhetorischen Trick den Eindruck zu erwecken,
die Verbraucherschützer würden vielleicht gar nicht den Verbraucher schützen. Das ist einfach plump und geht an der Sache vorbei.

Wichtiger erscheint es mir, darauf hinzuweisen, dass es nicht ausreicht, einen weit verbreiteten Irrtum durch Wiederholung
zu verstärken. Der Irrtum besteht darin, die Tätigkeit eines
Versicherungsmaklers mit der Tätigkeit eines unabhängigen
Versicherungsberaters gleichzustellen. Hier ist nach meiner Ansicht
bereits die Grenze zur Volksverdummung überschritten. Nach wie vor
darf sich Versicherungsberater nur derjenige nennen, der eine
entsprechende Erlaubnis durch den Präsidenten des zuständigen
Oberlandesgerichtes besitzt.
Mir ist klar, dass in der täglichen Praxis der sogenannten Beratung durch Kreti und Pleti diese Schmerzgrenze tausendfach verletzt wird.

Ein hinreichender Grund, dies auch hier im Forum so zu tun, besteht
indessen nicht.
Gruß
Günther

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Guten Tag Günther,

Guten Tag Boris,
es ist nicht notwendig, den Begriff Verbraucherschützer in
Anführungszeichen zu setzen und dadurch bei einem unbedarften
Leser
durch einen germanistisch-rhetorischen Trick den Eindruck zu
erwecken,
die Verbraucherschützer würden vielleicht gar nicht den
Verbraucher schützen. Das ist einfach plump und geht an der
Sache vorbei.

Verbraucherschutz geht in der Tat oft an eigentlichen Schutzzweck vorbei. Gerade in unserer Branche bekommt doch mittlerweile der schutzbedürftige Verbraucher so viel an Dokumenten, daß dies nicht mehr verdaut werden kann, vom Nichtfachmann. Aber allen Ernstes glaube ich, daß der Verbraucherschutz oft einseitig auf die Kosten schaut, nicht auf das Verhältnis Kosten/Nutzen. Vielleicht irre ich aber auch. Habe selber noch keine Versicherungsberatung dort getestet.

Wichtiger erscheint es mir, darauf hinzuweisen, dass es nicht
ausreicht, einen weit verbreiteten Irrtum durch Wiederholung
zu verstärken. Der Irrtum besteht darin, die Tätigkeit eines
Versicherungsmaklers mit der Tätigkeit eines unabhängigen
Versicherungsberaters gleichzustellen. Hier ist nach meiner
Ansicht
bereits die Grenze zur Volksverdummung überschritten. Nach wie
vor
darf sich Versicherungsberater nur derjenige nennen, der eine
entsprechende Erlaubnis durch den Präsidenten des zuständigen
Oberlandesgerichtes besitzt.
Mir ist klar, dass in der täglichen Praxis der sogenannten
Beratung durch Kreti und Pleti diese Schmerzgrenze tausendfach
verletzt wird.

Hier hast Du mich wohl falsch verstanden. Ich rate doch, zwei unabhängige Makler zu befragen ODER einen Versicherungsberater, falls einer regional erreichbar ist. Und vom Versicherungsberater halte ich eben mehr als vom Verbraucherschutz. Wo siehst Du bei meiner Meinung „Volksverdummung“ ? Wieder Gänsefüßchen…

Ein hinreichender Grund, dies auch hier im Forum so zu tun,
besteht
indessen nicht.
Gruß
Günther

Freundliche Grüße
Boris