Habe auch eine frage zur PKV

moin,
jahrzehntelang war ich gesetzlich versichert, krankenkasse hat auch „funktioniert“ - soll heissen, ich musste nichts/kaum was an leistungen extra bezahlen, aber irgendwie bekomme ich das gefuehl, dass da alles teurer wird:

z.m. moechte ich gern eine krebsvorsorge beim urologen machen, soll aber feststellung des psa-wertes sowie ultraschall aus eigener tasche bezahlen.

kuerzlich war ich wegen einer entzuendung beim arzt - die salbe und die verbandmittel musste ich in der apotheke komplett selbst bezahlen

etc etc

für das geld, das ich ( und mein arbeitgeber ) monatlich abdruecke, bekäme ich gemäß einem schnellcheck bei einer PKV folgende leistungen:

=============

  • 100% bei ambulanter
    Behandlung
  • 1 oder 2-Bettzimmer
  • Chefarztbehandlung
  • 100% Zahnbehandlung und
    Zahnersatz bis 550 Euro
    darüber zu 75%
  • 550 Euro Selbstbehalt pro Jahr
    bis 3 Monat Rückerstattung
  • inkl. Pflegepflichtversicherung
  • inkl. Altersrückstellung 10%

Krankenvollversicherung: 425,02
Krankentagegeld: 68,32
Pflegeversicherung: 44,54
Gesamtbeitrag: 537,88
Arbeitgeberanteil: 258,45
Ihr Eigenanteil: 279,43

===============================

was also spricht dagegen, umgehend in eine PKV zu wechseln, wo sind die „fallen“?

gruss
khs

was also spricht dagegen, umgehend in eine PKV zu wechseln,

Aus meiner Sicht, sehr wenig.

wo sind die „fallen“?

Aus meiner Sicht:

  1. keine beitragsfreie Familienversicherung
  2. sinkt das Einkommen reduziert sich der Beitrag nicht

Frage an die Kollegen: Etwas Wesentliches vergessen ?

moin,

Aus meiner Sicht:

  1. keine beitragsfreie Familienversicherung

kein thema: familie steht auf eigenen beinen.

  1. sinkt das Einkommen reduziert sich der Beitrag nicht

aha! also worst case: arbeitslos, kein neuer job in sicht - beitraege laufen in voller hoehe weiter?

gruss
khs

moin,
jahrzehntelang war ich gesetzlich versichert, krankenkasse hat
auch „funktioniert“ - soll heissen, ich musste nichts/kaum was
an leistungen extra bezahlen, aber irgendwie bekomme ich das
gefuehl, dass da alles teurer wird:

Das Gefühl trügt nicht.

z.m. moechte ich gern eine krebsvorsorge beim urologen machen,
soll aber feststellung des psa-wertes sowie ultraschall aus
eigener tasche bezahlen.

kuerzlich war ich wegen einer entzuendung beim arzt - die
salbe und die verbandmittel musste ich in der apotheke
komplett selbst bezahlen

für das geld, das ich ( und mein arbeitgeber ) monatlich
abdruecke, bekäme ich gemäß einem schnellcheck bei einer PKV
folgende leistungen:

[…gekürzt…]

was also spricht dagegen, umgehend in eine PKV zu wechseln, wo
sind die „fallen“?

gruss
khs

Hallo Karl-Heinz,

freut mich, dass du dich mit der Überlegung rumschlägst und dabei auf die Seite der Hallesche gekommen bist. Der NK2 ist in der Tat nicht der schlechteste Tarif, aber hat auch ein paar Lücken, die man zumindest kennen sollte (will den nicht schlecht machen, bin selber dort versichert). Aber dies ist nicht der Platz, um über Tarifdetails zu diskutieren.

Mein Vorschlag: Suche dir einen KV-Experten (wenn nicht Thorulf, der immer unterwegs ist, dann mich oder einen der anderen Halsabschneider hier im Forum) und lass dich AUSFÜHRLICH beraten. Hol Dir schon mal einen Auszug aus deiner Patientenkartei bei den Heilbehandlern der letzten Jahr, erstelle eine Liste der bestehenden Beschwerden, und (ich hab’s beim letzten Mal vergessen) besorge dir Krankenhausentlassungsberichte, wenn in den letzten 5 Jahren was war (oder von Behandlungen, die noch Rest-Beschwerden hinterlassen, auch länger zurück).
Dann solltest du dich mal mit deiner Frau zusammensetzen und überlegen, welche Leistungen dir wichtig sind. Dann kommt der Berater und ergänzt einen dicken Sack voll, an den fast niemand denkt.

Im Anschluss wird über eine Vorab-Risikoprüfung ein Marktüberblick erstellt um zu erfahren, welche Gesellschafte ich zu welchen Konditionen aufnimmt.

Jo, dann noch alles filtern und eine aussuchen - bumms, fertig.

Und bis dahin: Vorsichtig sein, jede zusätzliche Erkrankung kann teuer werden.

P.S.: Es gibt durchaus interessantere Alternativen zum NK2 der Halleschen.

Frank Wilke

Moin, moin (sagt der Ostfriese),

aha! also worst case: arbeitslos, kein neuer job in sicht -
beitraege laufen in voller hoehe weiter?

Genauso ist es. Allerdings hat auch die GKV für Arbeitslose ihre Tücken. Wenn Du aus den Leistungen der Arge (oder wie immer dieser Laden heißt) herausfällst, mußt Du Deine Beiträge auch selber zahlen. Wenn Du nicht zahlen kannst, fliegst Du aus der GKV und dann darf Dich keine GKV mehr aufnehmen, zumindest nach momentaner Rechtslage. Eine PKV kann man notfalls auf Anwartschaftsbeitrag umstellen, ein solches Instrument gibt es in der GKV nicht.

Außerdem bist Du als freiwilliges GKV Mitglied im Rentenalter u.U. beitragstechnisch ziemlich gekniffen.

Gruß

Nordlicht

aha! also worst case: arbeitslos, kein neuer job in sicht -
beitraege laufen in voller hoehe weiter?
gruss
khs

Wobei man sagen muss: Wirst du innerhalb von fünf Jahren nach Umstieg in die PKV arbeitslos, bist du leider wieder pflichtversichert in der GKV. Erst wenn du fünf Jahre in der PKV verbracht hast, könntest du dich von dieser Versicherungspflicht befreien lassen.

Frank Wilke

aha! also worst case: arbeitslos, kein neuer job in sicht -
beitraege laufen in voller hoehe weiter?

Nein! GKV als Pflichtmitglied.

Freiwilliges Mitglied als Rentner wirst Du eh! Nach zukünftiger Rechtslage!!! Als ALG II Empfänger kannst Du nach ALG I in der GKV bleiben. Die Beiträge zahlt die ARGE!

Wieso antworten hier eigentlich Laien??? Nordlicht, lass die Finger von der PKV, da hast Du keine Ahnung von!!!

Thorulf Müller

P.S.: der zwar immer unterwegs ist, aber ab 01.12.2006 läuft das KVProfiOffice - und dann bin ich immer erreichbar!!!

bekäme ich gemäß einem schnellcheck bei einer PKV
folgende leistungen:

=============

  • 100% bei ambulanter
    Behandlung
  • 1 oder 2-Bettzimmer
  • Chefarztbehandlung
  • 100% Zahnbehandlung und
    Zahnersatz bis 550 Euro
    darüber zu 75%
  • 550 Euro Selbstbehalt pro Jahr
    bis 3 Monat Rückerstattung
  • inkl. Pflegepflichtversicherung
  • inkl. Altersrückstellung 10%

Finger weg von NK2 der Halleschen- optimales Preis-Leistungsverhältnis bedeutet keine Beitragsstabilität im Alter. Gib heute ein bißchen mehr aus und mache einen sehr guten Tarif - Universa, Conti, KQ-KV, etc.

Krankenvollversicherung: 425,02
Krankentagegeld: 68,32
Pflegeversicherung: 44,54
Gesamtbeitrag: 537,88
Arbeitgeberanteil: 258,45
Ihr Eigenanteil: 279,43

Bei den Beiträge habe ich das gefühl, dass Dein Geburtsjahrgang doch schon etwas höher ist. Da solltest Du ggf. über Zusatzversicherungen anstatt über eine PKV nachdenken. Es sei Du hast eine sehr gute Altersversorgung. Eine sehr gute AV ist deutlich mehr, als Du glaubst!! Oder über niedrigere Leistungsansprüche und gezielte Einschränkungen!!!

was also spricht dagegen, umgehend in eine PKV zu wechseln, wo
sind die „fallen“?

Fallen werden GROß geschrieben, und die Größte ist Dein Eintrittsalter!!!

Thorulf Müller

[email protected]

Frage an die Kollegen: Etwas Wesentliches vergessen ?

Da fällt mir noch einiges ein:

  • Rechtstreitigkeiten werden kostenpflichtig vor einem Zivilgericht ausgetragen (bei GKV kostenlos vor Sozialgericht)
  • Gefahr von Vergreisung von Tarifen bei einigen Gesellschaften gegeben
  • Beitragszahlungspflicht auch bei längerer Krankheit über sechs Wochen bleibt erhalten
  • Wechsel der PKV bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes nur eingeschränkt möglich

Gruß
Denis

Frage an die Kollegen: Etwas Wesentliches vergessen ?

Da fällt mir noch einiges ein:

  • Gefahr von Vergreisung von Tarifen bei einigen
    Gesellschaften gegeben

Bei anderen eben nicht. Wenn schon Fakten, dann vollständig!

  • Beitragszahlungspflicht auch bei längerer Krankheit über
    sechs Wochen bleibt erhalten

Jo, dafür hat man diese ominöse Krankentagegeld, von dem immer alle reden. Problem in der GKV hast du dabei prompt vergessen: Nach 78 Wochen gibt es hier aus dem Krankengeld nüx mehr - und dann wird’s richtig interessant!

  • Wechsel der PKV bei Verschlechterung des
    Gesundheitszustandes nur eingeschränkt möglich

Das wäre ja auch noch schöner. Wähle gleich richtig, dann erübrigt sich der Wechselgedanken.

Gruß
Denis

Freut mich, dass du wieder mal was zum Besten gibst!

Frank Wilke

Krankenvollversicherung: 425,02
Krankentagegeld: 68,32
Pflegeversicherung: 44,54
Gesamtbeitrag: 537,88
Arbeitgeberanteil: 258,45
Ihr Eigenanteil: 279,43

Bei den Beiträge habe ich das gefühl, dass Dein
Geburtsjahrgang doch schon etwas höher ist. Da solltest Du
ggf. über Zusatzversicherungen anstatt über eine PKV
nachdenken.

Der Herr dürfte mit Eintrittsalter 55 über einen Wechsel nachdenken (der Preis war inkl. GZ!). Damit wäre zumindest eine Unsicherheit weg: Ab 50 nimmt die Hallesche meines Wissens nur mit ärztlicher Untersuchung.

Fallen werden GROß geschrieben, und die Größte ist Dein
Eintrittsalter!!!

Thorulf, schwenkst du bei 55 wirklich die Sense?

Frank Wilke

Der Herr dürfte mit Eintrittsalter 55 über einen Wechsel
nachdenken (der Preis war inkl. GZ!). Damit wäre zumindest
eine Unsicherheit weg: Ab 50 nimmt die Hallesche meines
Wissens nur mit ärztlicher Untersuchung.

Fallen werden GROß geschrieben, und die Größte ist Dein
Eintrittsalter!!!

Thorulf, schwenkst du bei 55 wirklich die Sense?

Nein, aber bei einem Eintrittsalter ab 50 muss bereits eine umfassende und ausreichende Altersversorgung und weitere Vermögenswerte vorhanden sein! Bei Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, höheren Verbleibenswahrscheinlichkeiten und steigender lebenserwartung können die Anpassungen schon etwas heftiger ausfallen, insbesonder in NK und ganz insbesondere in der Stufe 2!

Die Möglichkeiten eine Versorgung aufzubauen sind in der kurzen Zeit gering. Der 10% Effekt ebenfalls. Der Kunde muss also Geld haben!

Thorulf Müller

Fallen werden GROß geschrieben, und die Größte ist Dein
Eintrittsalter!!!

Thorulf, schwenkst du bei 55 wirklich die Sense?

Nein, aber bei einem Eintrittsalter ab 50 muss bereits eine
umfassende und ausreichende Altersversorgung und weitere
Vermögenswerte vorhanden sein! Bei Kostensteigerungen im
Gesundheitswesen, höheren Verbleibenswahrscheinlichkeiten und
steigender lebenserwartung können die Anpassungen schon etwas
heftiger ausfallen, insbesonder in NK und ganz insbesondere in
der Stufe 2!

Woraus schließt du das? Weil die Anpassungen in Stufe 2 bisher geringer waren als in den anderen SB-Stufen?
NK1 - 8,3% p.a.
NK100 - 7,9% p.a.
NK3 - 7,6% p.a.
NK2 - 6,0% p.a.
???

Frank Wilke

Nein,

Anpassungen sind nie in %, sondern in Euro. Der höchste prozentsatz bedeutet nicht die höchste Anpassung. Kosten steigen in Euro, Beiträge auch. Du rechnest dann nachher in %!

Nimm den Marktdurchschnitt für TOP-Schutz ohne SB, dann den NK100 dagegen, dann die SB Stufen NK plus mtl SB plus maximalen Beitragsnutzen aus der jeweiligen SB im Sinne der Kalkulation, dann sind NK4, NK2 und NK1 sehr preisorientiert kalkuliert! NK3 zu billig, und NK100 ist o.k.!

Und wenn Du das genau Wissen willst, dann musst Du Seminar buchen.

Thorulf Müller

Nein,

Anpassungen sind nie in %, sondern in Euro. Der höchste
prozentsatz bedeutet nicht die höchste Anpassung. Kosten
steigen in Euro, Beiträge auch. Du rechnest dann nachher in %!

Ja, das ist wohl wahr. Die Tarife sind alle gleich alt, also durchaus vergleichbar. NK3 und NK100 sind in Euro teurer als der NK2, steigen aber prozentual trotzdem mehr an! Hier ist die Erhöhung in Euro also NOCH stärker als in Prozent.
Der NK1 ist günstiger als der NK2.
Im NK1 kostete ein 33jähriger Mann 2006 um die 164€. Die durchschnittliche Erhöhung ist 8,3% in dem Tarif, wären 13,61€.
Im NK2 kostete ein 33jähriger Mann 2006 um die 197€. Die durchschnittliche Erhöhung ist 6,0% in dem Tarif, wären 11,82€.
In diesem Fall ist also Erhöhung im NK1 in Euro und Prozent größer als im NK2.
Was willst du mir also mit deiner Argumentation sagen?

Nimm den Marktdurchschnitt für TOP-Schutz ohne SB, dann den
NK100 dagegen, dann die SB Stufen NK plus mtl SB plus
maximalen Beitragsnutzen aus der jeweiligen SB im Sinne der
Kalkulation, dann sind NK4, NK2 und NK1 sehr preisorientiert
kalkuliert! NK3 zu billig, und NK100 ist o.k.!

Und wenn Du das genau Wissen willst, dann musst Du Seminar
buchen.

Ne, lass mal, diese Rechnung habe ich für mich aufgemacht, als ich mich hier versichert habe. Daher habe ich den NK2 gewählt.

Frank Wilke

Ja, das ist wohl wahr. Die Tarife sind alle gleich alt, also
durchaus vergleichbar. NK3 und NK100 sind in Euro teurer als
der NK2, steigen aber prozentual trotzdem mehr an! Hier ist
die Erhöhung in Euro also NOCH stärker als in Prozent.
Der NK1 ist günstiger als der NK2.
Im NK1 kostete ein 33jähriger Mann 2006 um die 164€. Die
durchschnittliche Erhöhung ist 8,3% in dem Tarif, wären
13,61€.
Im NK2 kostete ein 33jähriger Mann 2006 um die 197€. Die
durchschnittliche Erhöhung ist 6,0% in dem Tarif, wären
11,82€.
In diesem Fall ist also Erhöhung im NK1 in Euro und Prozent
größer als im NK2.
Was willst du mir also mit deiner Argumentation sagen?

Ist das die Erhöhung heute auf der Basis der Tarife gestern?? Oder ist das die Berechnung seit Anbeginn???

Nimm den Marktdurchschnitt für TOP-Schutz ohne SB, dann den
NK100 dagegen, dann die SB Stufen NK plus mtl SB plus
maximalen Beitragsnutzen aus der jeweiligen SB im Sinne der
Kalkulation, dann sind NK4, NK2 und NK1 sehr preisorientiert
kalkuliert! NK3 zu billig, und NK100 ist o.k.!

Und wenn Du das genau Wissen willst, dann musst Du Seminar
buchen.

Ne, lass mal, diese Rechnung habe ich für mich aufgemacht, als
ich mich hier versichert habe. Daher habe ich den NK2 gewählt.

Genau - und das war Falsch - der tarif mit dem optimalsten Preis-/Leistungsverhältnis bei einem Tarifsystem mit grundsätzlich optimalen Preis-/Leistungsverhältnis.

Mal gerade einen Keks teurer als die HUK-Cobuirg mit den Modultarifen!!!

Thorulf Müller

P.S.: Nocheinmal - 8 Stunden Seminar Kalkulation und Du wirst es verstehen. Leg die Ersparnis zu M-TOP der DKV zurück - jeden Monat und rückwirkend ab Beginn. Dann sorge dafür das Du mit 84 Tod bist und vorher nie Insolvent. Dann kannst Du es in etwa ausgleichen.