Habe ein größeres Problem mit Partys

Bin früher viel auf Partys gewesen, hab viel getrunken, viel mehr als gut für mich war. Hab es aber erfolgreich geschafft vom Alkohol weg zu kommen. Bin jetzt seit über 10 Jahren trocken, kann aber immer noch nicht mit meinen Freunden auf Party gehen. Ich werde auf Partys, vor allem wenn ich auch nur kurz allein bin, immer nervöser bis ich schließlich anfange zu zittern. dann muss ich schlagartig abbrechen und gehen. Es ist wie ein Adrenalinschub der mich packt und ich habe Angst vor dem was passiert wenn ich nicht gehe. Um so mehr in der Gruppe mit mir da sind um so besser geht’s mir. Aber wenn niemand in der Nähe ist um mich abzulenken fängt es an. Mehr als eine Stunde halte ich selten durch. Ich will auf keinen Fall wieder Alkohol in mein Leben lassen, aber ich will auch nicht mehr auf meine Freunde verzichten müssen. Kenne zwar ein paar Tricks wie ich mich kontrollieren kann. Die wirken aber nicht lange. Hat irgend jemand eine Idee wie ich mich besser unter Kontrolle bekomme, oder werde ich weiter damit leben müssen wie es jetzt ist? Danke im Voraus.

Das klingt von der Symptomatik fast schon nach Panikattacke. Du mußt Dich auf jeden Fall dem Problem stellen. Durch Vermeidung wird es auf lange Sicht nur schlimmer.

Ich würde mich an einen Profi -sprich Therapeuten- wenden.

Hi,

erstml gratuliere ich Dir zu Deinem großartigen Erfolg! Du hast etwas wunderbares und wichtiges geschafft. Dazu gehört auch, dass Du Deine Grenzen kennst und eben gehst, wenn es gut für Dich ist.
Für mich hört sich Deine Beschreibung auch nach etwas an, für das Du die hilfe eines therapeuten in Anspruch nehmen kannst, darfst und sollst. Ich bin mir nicht sicher, ob es eine Panikattacke ist, weil ich mich mit Suchtproblematiken gar nicht auskenne. Aber es ist etwas, bei dem Dir ein Psychotherapeut helfen kann. Und Du suchst ja bereits nach Hilfe, das ist das allerwichtigste.

Alles Gute,
die Franzi

Nervös, Zittern, Adrenalinschub … sofort abbrechen … das sind zumindest genau die Symptome, die ich von meinen Angstattacken kenne (nur in anderen Situationen).

Vlt. wäre für den Anfang aber auch mal eine Beratung bei einer Suchtstelle oder den Anonymen Alkoholikern eine Möglichkeit … nicht daß ich dich jetzt als Alkoholiker bezeichnen will, aber ich denke die kämpfen ja mit den gleichen Problemen … von daher könnte das auch mal eine erste Anlaufstelle sein.

Danke, eure Antworten helfen mir schon mein Problem einzugrenzen. Ich werde es erst mal bei Selbsthilfegruppen probieren und wenn das nichts bringt zu einem Profi gehen.

Hi,

Ja, die Symptome passen zu einer Panikattacke. Aber wir reden hier auch mit und über Ei en trockenen Alkoholiker. Ich weiß nicht, ob das da noch andere Erklärungen gibt. Ich habe keine Abhängigkeiten und bin kein Therapeut.

Die Franzi

Das ist ein guter Plan. Du hast ja schon sehr viel geschafft, hast Deine Grenzen erkannt und stehst dazu. Echt Hochachtung. Mach weiter. LG.

Wieso lassen die dich überhaupt allein?
Red mal mit deinem engsten Freundeskreis, vllt verstehen die es und passen dann mehr drauf auf, dass die dich nicht allein in der Ecke stehen lassen.

Das bringt -nach meiner Erfahrung- wenig … man darf von „Gesunden“ nicht erwarten daß sie sich wirklich in die Situation hineindenken können oder gar eine Art Aufsichtspflicht haben. Das wünscht man sich natürlich aber letzlich muß er selber mit dem Problem klarkommen.