bin gerade am Aufräumen meiner E-Mails (schwitz, stöhn!)und habe folgendes gefunden:
Pressemeldungen zu den GKV-Problemen
BILD am SONNTAG am 12. Mai 2002 : „Union plant Kassenrabatt für Nichtraucher“ - (Seehofer, CSU)
WELT am SONNTAG am 12. Mai 2002 : "Wer Gesundheitsfürsorge betreibt, soll niedrigere Beiträge zahlen (Schwartz, Vors. Sachverständigenrat beim BMG)
am 13. Mai 2002 : „Vorschläge zur Gesundung der kranken GKV“
a) 5% Beitragsrabatt für Nichtraucher
b) 5% Beitragsrabatt für Vegetarier
c) 5% Beitragsrabatt für Antialkoholiker
d) 5% Beitragsrabatt für Jogger
e) 5% Beitragsrabatt für Kinderlose
f) 5% Beitragsrabatt für Frischluftfanatiker
Zwischenergebnis = 30% Beitragsrabatt für kinderlose Frischluftfanatiker, die sich nur vegetarisch ernähren und dem Nikotin und Alkohol abgeschworen haben und dafür täglich mindestens 2 Stunden joggen!
Als nächster Vorschlag dann: 20% Beitragsrabatt für den Verzicht auf Arztbesuche.
DAS ist der alternative Vorschlag zur Gesundung der kranken GKV, wobei höhere Beitragsrabatte NICHT gewährt werden sollten. Immerhin müssen auch noch die Vorstandsgehälter der GKVen aus dem Beitragstopf gezahlt werden!
Ähnlich fruchtbar (oder „furchtbar“?) scheint mir ein Gedankenspiel des TK-Vorstandes Pof. Dr. Klusen zu sein (Pressemitteilung TK am 12.05.2002 : Neuregelung beim Übergang GKV und PKV - http://www.tk-online.de):
a) wer von der GKV zur PKV wechselt soll eine Abfindung an die GKV zahlen
b) wer von der PKV zur GKV wechselt, soll seine Alterungsrückstellung der GKV übertragen.
c) die Einbeziehung der PKV in den Risikostrukturausgleich muß abgelehnt werden, weil es nicht systemkonform ist.
Meine feste Überzeugung: Die GKV ist am Ende und versucht über „weltfremde“ Argumente das Eigenleben zu verlängern, anstatt VOR der Therapie erst die Ananmnese, dann die Diagnose durchzuführen. Der nächste Schritt wäre dann sogar die Möglichkeit einer Prognose zur „Erhaltung eines gewünschten Zustandes“! Das aber wird weiterhin allgemein verweigert!
Auch die Forderung der Ersatzkassenverbände zur Strukturreform (Aufhebung der Versicherungspflichtzgrenze in der GKV) riecht penetrant nach dem Versuch mehr Geld ins Marode System zu führen!
Kommt keine massive Gegenwehr (nicht nur durch die Vermittlerschaft), geht die PKV das Risiko der „Verharmlosung“ ein! Sie wird dann irgendwann ein harmloses Segment auf dem Markt des Krankenversicherungsschutzes sein und lediglich Füllprodukte anbieten können. Beispiele in anderen europäischen Ländern gibt es heute schon!
Schön, gelle?
Grüße
Raimund
Ich weiß, ist schon etwas älter… aber immer noch nicht veraltet. Die GKV´s hecheln immer noch!
) nicht verbeissen.