Ich habe den Verdacht, dass ich eine posttraumatische Belastungsstörung habe. Es hat alles vor ca. 3,5 Jahren mit einem Fehlfeueralarm in der Schule angefangen. Dann vor 2 Jahren ein Gasaustritt und am Tag drauf ein (sehr kleiner) Kabelbrand (auch beides in der Schule). Jetzt vor 6 Wochen hat die Dehnfuge des Schulgebäudes gebrannt. Seit dem ersten Ereignis habe ich in der Schule immer Angst, dass der Feueralarm los geht und sich das alles wiederholt. Die von den Ereignissen betroffenen Räume hasse ich wie die Pest, da beim Betreten dieser alles wieder hochkommt. Wenn jetzt jemand eines meiner „Schlüsselworte“ (Gas(austritt), Feuer, Alarm, Brand, Dehnfuge, Physikraum (Da waren Gasaustritt und Dehnfugenbrand), Feuerwehr) - komischer Weise nur im Schulgebäude - erwähnt, werde ich auch für einige Minuten in eine Art „Alarmzustand“ versetzt und wenn das Thema länger im Gespräch ist, dann fühle ich mich unwohl bis der Unterricht komplett vorbei ist. Ich kann abends manchmal nicht richtig einschlafen, besonders gegen Ende der Ferien. Und wenn jemand in der Nähe von einem Feuermelder steht, krieg ich auch die Kriese und muss erstmal raus oder in die andere Richtung schauen. In Gebäuden, in denen eine Brandmeldeanlage installiert ist, fühle ich mich seit dem Fehlalarm nicht mehr wohl. Ich war deswegen auch schon des öfteren körperlich krank. Wenn ich eine posttraumatische Belastungsstörung habe, wie bekomme ich sie (möglichst ohne Psychologen) wieder los?
Von den Symptomen, die du beschreibst, könnte es schon so etwas sein. Am besten wendest du dich an einen Psychiater, denn solche Beschwerden neigen dazu, sich zu verstärken, wenn man nichts tut, und sind andererseits gut und zügig therapierbar, wenn man etwas tut. 10 bis 15 Sitzungen bei einem guten Therapeuten, 25 Sitzungen bei einem mittelmäßigen, 100+ Sitzungen bei einem Tiefenpsychologen.
Und zu Hause ?
sollte da nicht auch eine „Brandmeldeanlage“ vorhanden sein, genannt Rauchwarnmelder ?
Da hast Du keine Bedenken ?
Der kann jederzeit losquäken und das ist auch gut so, er soll Dich ja aufwecken und warnen damit du noch fliehen kannst. Es ist also nicht der Alarm das Schlimme (das kannst du dir ja mal einprägen und immer in Erinnerung rufen wenn der Schreck wieder hoch kommt)
Schlimm ist das Feuer oder sonstiges Gefahr (Gas…) und die Folgen, davor schützt Dich ja der Alarm.
Zu Hause wie in der Schule.
Und ist bisher nicht alles glimpflich abgegangen, keine echte Gefahr weil „Kleinkram“ und Fehlalarm.
Ich kann gut verstehen, wenn man nach einem echten oder vermeintlichen Amokalarm/Bombendrohung in einer Schule Angstzustände hat, wenn man nach einiger Zeit wieder in das Gebäude gehen soll.
Aber nach den genannten Ereignissen auch ?
Wenn es wirklich so schlimm ist, brauchst du psychologische Hilfe.
dass sich ein traumatisch erlebtes Ereignis - auch wenn es als solches harmlos war, besonders aber, wenn sich recht Ähnliches, und dann auch noch an dieselbe Örtlichkeit gebunden, in kürzeren Zeitabständen wiederholt - in der Erinnerung festfrißt und deshalb bei analogen (visuellen oder auditiven) Triggern eine Art Flashbacks auslöst, ist nicht ungewöhnlich. Aber von einer PTBS ist deine Symptombeschreibung weit entfernt. Man möchte dir empfehlen, das Ganze nicht noch durch schwergewichtige psychologische Fachausdrücke zusätzlich zu dramatisieren.
Dennoch ist ohne Weiteres nachvollziehbar, dass dich diese doppelte Trigger-Kopplung „Brand - Schulgebäude → Gefahr“ enorm belastet. Mit laienhaften Empfehlungen („mach dir klar, das ja nichts passiert ist“) ist es da nicht getan, das ist sogar kontraindiziert. Und, nein, weder ein „Psychiater“ noch ein bloßer „Psychologe“ ist da zuständig. Beide sind nicht apriori → Psychotherapeuten. Und unter den Psychotherapeuten ist bei deiner Symptombeschreibung vorzugsweise ein → Verhaltenstherapeut zu empfehlen. Der ist genau für so etwas spezialisiert. Und wenn du deshalb sogar
warst, dann ist dies sogar sehr zu empfehlen. Melde dich zu einem → Vorgespräch bei einem VT an (das geht i.d.R. schneller, als gleich eine Therapie zu beantragen. Und nein, eine Überweisung von einem Hausarzt brauchst du dafür nicht) und schau, was dir dann dort vorgeschlagen wird.
Nur weil das in der Schule alles glimpflich ausgegangen ist heißt das noch lange nicht, dass das für mich nicht traumatisch war. Wie würdest du dich fühlen, wenn in deinem Klassenzimmer in der Schule die Zwischenwand innen brennt? Würdest du da noch gerne in die Schule gehen?
Psychotherapeuten können unterschiedlich ausgebildet sein, normalerweise sind sie entweder Ärzte oder Psychologen, dann schließt sich bei den Ärzten die Facharztausbildung zum Psychiater oder zum Arzt für psychosomatische Medizin an, bei Psychologen die psychotherapeutische Therapeutenausbildung sowie in beiden Fächern natürlich die berufspraktische Ausbildung. Wenn eine dieser Ausbildungen durchlaufen und abgeschlossen wurde, dann können sowohl Ärzte als auch Psychologen psychotherapeutisch tätig werden.
Normalerweise erfolgt noch eine weitere Spezialisierung, indem die Psychotherapeuten bestimmte Verfahren und Techniken erlernen.
Das ist schon sehr sehr lange so, die Psychothearpie ist ursprünglich ärztlich, Siegmund Freud war übrigens auch Arzt.
Aber natürlich wählen nicht alle Psychiater den Schwerpunkt Psychotherapie, genauso wie nur ein Teil (und durchaus nicht der größte) der Psychologen sich zum Psychotherapeuten ausbilden läßt.
Wie gesagt, es gibt Menschen, denen das Angst bereiten kann. Und wenn Du dazugehörst dann nutze eben professionelle Hilfe.
Rumjammern hilft gar nicht.
Aber ich kann aus den Ereignissen (für mich persönlich) nichts erkennen was zu einem solchen schlimmen Effekt führen könnte.
Ich würde auch weiter die Schule besuchen und nicht ständig denken, gleich passiert wieder was. Deshalb mein Beispiel Amoktat, Bombendrohung. Da wäre es ganz anders .
Es ist doch nichts passiert.
In der Zwischenwand(vorher war es noch eine Dehnfuge). Na gut, aber was war das denn ? Es hat geschmort und gekokelt. Es kamen keine Flammen in den Klassenraum, allenfalls hat man irgendwo Rauch/Geruch bemerkt und den Alarm ausgelöst und geräumt.
Die Räumung verlief sicherlich ruhig und nach Plan.
Übrigens machen Schulen doch auch Alarmübungen. Bei Dir nicht ?
Naja, das ist es eben. Alarmübung ist harmlos, aber wenn jemand eine PTBS hat, dann löst so etwas bei ihm eben Stress aus. Weil das nicht „normal“ ist, wird es auch behandelt.
Ich kann nicht erkennen, dass da jemand „rumjammert“! Das muß wohl deiner in psychopathologischen Angelegenheiten offenbar restlos inkompetenten Phantasie entspringen.
Entsprechend auch:
Was du zu erkennen vermagst und was nicht, wird den UP herzlich wenig interessieren. Fragt sich, warum du es überhaupt erwähnen zu müssen meinst.
Hat er erwähnt, er besuche die Schule nicht weiter?
Hat er erwähnt, er denke ständig, gleich passierte wieder was?
Ich hatte mich oben bemüht, es diplomatischer auszudrücken. Aber hier scheinen mir deutlichere Worte nötig zu sein: Solche Sprüche „Ich hätte das Problem nicht und folglich ist das, was du hast, auch kein Problem, sondern Rumgejammere“ sind das Dämlichste, was man einem, der sagt, er habe ein Problem, megaloman entgegenschmeißen kann! Es ordnet ihm kognitive Defizienz zu und demütigt ihn. Äußerst „hilfreich“ sowas! Es hat überdies auch gerade in diesem Brett hier nichts zu suchen!
Und dann auch noch
ist an Unverschämtheit nicht zu überbieten! Nicht nur, weil es mit dem traumatischen Erleben des jeweiligen Aktuals nicht die Bohne zu tun hat, sondern weil es (wie bereits gesagt) den Probanden für bescheuert erklärt. Gottseidank scheint er mir intelligent genug, um den Blödsinn solcher Kommentare zu durchschauen.
Ihm wurde sachgerecht geantwortet, dass die von ihm beschriebene psychische Disposition ohne therapeutische Unterstützung mutmaßlich nicht behebbar ist. Und er hat diese Antwort, wie man sieht, auch als nützlich bewertet. Basta!
Wie man in der leider wegen dämlichen Forumsmanagements nun versteckten alten Brettbeschreibung zu lesen ist, ist dieses Brett hier explizit dazu da, Fragen bzgl. persönlicher psychischer Problematiken zu stellen. Wie diese formuliert sind, geht uns zunächst nichts an, es gibt aber kompetenten (!) Antwortern oft nützliche indirekte Neben-Informationen. Diese aber arrogant, kognitiv despektierlich und gar beleidigend zu kommentieren z.B.
Meine Güte !
oder
Rumjammern
oder
Es ist doch nichts passiert
ist - ich bleibe dabei - eine laienhafte Unverschämtheit und verletzt eindeutig die Forums-Netiquette.
seit 1994 gibt es den neuen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, d.h. seitdem enthält die psychiatrische Facharztausbildung immer eine psychotherapeutische Ausbildung.
Vorher konnten Psychiater eine psychotherapeutische Ausbildung machen, das war aber meines Wissens eine Zusatzausbildung. Die übrigens jedem Arzt offensteht.
Wie es genau bei dem Facharzt für psychosomatische Medizin war, weiß ich nicht.
Ich vermute, dass die Psychiater, die zusätzlich Psychotherapeuten waren, vor 1994 nicht gar so häufig waren. Aber genau weiß ich das nicht.