Liebe Wissenden,
meine Frage bezieht sich, wie soll es auch anders sein, auf den
gesetzlichen Krankenversicherungsschutz. Leider muss ich etwas dazu
ausholen - ich bitte vorab schon einmal um Ihr Verständnis.
Als Student war ich zuletzt bei der AOK versichert. Nach meinem
Abschluss habe ich dann noch einige Monate freiwillig den damals
vergünstigten Beitrag bezahlt bis ich in Österreich eine
Arbeitsstelle fand.
Als ich in Österreich gearbeitet habe war ich dort in der
Gebietskrankenkasse versichert.
Es klappte aber nicht so und ich bin wieder nach Deutschland und
seither ohne Versicherungsschutz - genauer gesagt seit April 2003
habe ich keinen Krankenversicherungsschutz mehr da ich ihn mir
einfach nicht leisten konnte. Anfänglich dachte ich, dass ich schnell
eine Arbeit finden würde. Leider erfolglos. Nach fast 2000
Bewerbungen ist mir mittlerweile klar geworden, dass ich umsonst
studiert habe, gegen kostenlose Praktikanten und 1 Euro Jobber haben
auch Hochschulabsolventen mit guten Diplomen eben keine Chance.
Nun lebe ich als „Hausmann“ finanziert durch meine langjährige
Lebensgefährtin, was mir als eigentliches „Arbeitstier“ wirklich
äusserst unangenehm ist. Ich würde so gern wieder arbeiten habe aber
von Bekannten und Freunden gehört, dass ich riesige Probleme mit der
Krankenversicherung bekomme und die Beiträge nachzahlen muss bzw. das
mich keine gesetzliche Krankenkasse mehr aufnehmen wird. Stimmt das
so? Was habe ich überhaupt für eine Möglichkeit? Das Gehalt meiner
Partnerin reicht gerade so zum überleben, freiwillige Beiträge können
wir nicht aufbringen. Habe auch schon versucht erst einmal einen
400.- Euro Job anzunehmen, den bekommt man ohne
Krankenversicherungsschutz aber nicht. Man hat uns auch schon
vorgeschlagen zu heiraten damit ich mich über sie familienversichern
lassen kann. Werden im Falle einer Vollzeittätigkeit, bei der ich ja
dann wieder selbst versichert wäre, die Beitagszeiten kontrolliert?
Ach so, ist vielleicht noch wichtig.
Aufgrund der kurzen Arbeitszeit in Österreich von weniger als einem
Jahr verwies mich das Arbeitsamt an das Sozialamt da ich ja kein
sogenannter „Leistungsbezieher“ bin.
Die Beamten vom Sozialamt waren aber so unfreundlich, dass ich dort
nie wieder hingegangen bin und es auch nicht vor habe. Aus diesem
Grund bitte ich nur um Vorschläge in denen das Sozialamt nicht
vorkommt.
In der Hoffnung auf Ihre Hilfe bedanke ich mich schon einmal vorab
und verbleibe mit freundlichen Grüssen.
Jörg

