Ich bin 15 Jahre alt und ich habe ein Problem ich habe Todesangst.Bei mir hat es irgendwie angefangen das ich Silvester zuviel gegessen habe und keine Luft mehr bekam oder ich habe mir das nur eingebildet weiß nicht genau.Danach hatte ich keine Probleme mehr doch ein einem Tag war ich in meinem Zimmer an meinem Laptop meine Mutter kam rein und sagte das sie jetzt weg ginge und bald wieder da wäre ich sagte kurz tschüss und dann war ich alleine zuhause.Nichtahnend als ich an meinem Laptop irgendetwas machen wollte bekam ich eine Panikattake ich bekam keine Luft atmete schwer und zitterte am ganzem Körper ich glaube vor Angst. Ich betete das es vorbei geht hatte einfa´ch nur angst und heulte dann hab ich meine beste freundin angerufen und sie gebitten raus zu gehen mit mir damit ich nicht so viel angst kriege doch als ich draußen war war es schlimmer und ich rief meine Oma an und wir fuhren ins Krankenhaus. Nach einer weile ging ich paar mal ins Krankenhaus doch die gaben ir Tabletten und meinten ich soll eine Terapie machen.Also was mir passiert ist das ich weine einfach so danach bin ich befreiter ich kann nicht alleine bleiben zittere und ich habe immer schlechte Laune das kommt mir dann immer so vor als hätte das Leben kein Sinn ich will einfach wie früher werden ich will nicht nachdenken wie ich irgendwann sterben werde…Ich habe ir ein Buch gekauft das hat mir aber nicht geholfen jetzt habe ich ein termin für eine terapie ich hoffe das klappt und bringt was deswegen HILFT MIR BITTE WENN IHR AUCH SOWAS HABT DANN ERZÄHLT ES MIR DAS AUCH.
Angst vor dem Tod ist etwas, was jeden einmal erwischt. Manchmal aus einem konkreten Anlass heraus, zum Beispiel, weil ein Verwandter oder Freund stirbt, manchmal aber auch einfach so, urplötzlich. Manchmal kann man mit dieser Angst ganz gut alleine umgehen oder es reicht ein Gespräch mit den Eltern oder den Freunden, manchmal reicht das nicht.
Dich hat es anscheinend etwas heftiger erwischt.
Dieser Zustand ist ganz schlimm, ich weiß, wie sich das anfühlt. Aber vielleicht gelingt es dir jetzt schon, auch ein wenig das Positive zu sehen: Du hast offenbar ein ganz tolle Oma, die sich um dich kümmert. Und du hast schon einen Termin für eine Therapie. Die kann dir bei deinem Wunsch helfen, „wie früher zu werden“ (oder vielleicht sogar ein Stück besser )
Bis das mit der Therapie anfängt vielleicht ein kleiner Erste-Hilfe-Tipp: Du schreibst in deinem Profil, dass du singst. Das kann ein tolles Mittel sein. Such dir ein Stück aus, was dir wirklich gefällt. Nix trauriges, am besten etwas, zu dem man richtig rocken oder tanzen kann. Das legst du auf und singst dazu, was deine Kehle hergibt. Singen kann eine ganz tolle Waffe sein, die eigene Angst zu bekämpfen. Probiers mal aus.
google mal nach „Angst- und Panikforum“. Dort wirst du auf Leute treffen, die genau die gleichen Probleme haben wie du und mit denen du dich austauschen kannst. Dass du zeitnah eine Therapie machst, ist aber überaus wichtig, denn nur so hast du eine Chance, nicht in einen dauerhaften Teufelskreis aus Panik und Angst vor der Panik zu geraten.
Vorab mal soviel: Panikattacken fühlen sich grauenvoll an, sind aber nicht gefährlich. Du musst keine Sorge haben, dass dir dabei irgendwas passiert. Deshalb: Versuch’ die Panik nicht wegzudrücken, denn umso heftiger werden die Attacken meist.
Stattdessen: Lass die Panik kommen, wie eine Welle im Wellenbecken, die über dich drüber rollt, von der du aber weißt, dass sie dich dann wieder freigibt.
Viele Betroffene suchen verzweifelt nach Auslösern für Attacken, damit sie diese Auslöser meiden und damit die Attacken verhindern können. Das klappt aber nicht. Die Angst sucht sich immer wieder ihren Weg, und für den Betroffenen beginnt oft ein Leben, bei dem er mehr und mehr vermeidet und immer weniger vom Leben hat.
Deshalb ist es ganz wichtig, dass du möglichst schnell therapeutische Hilfe kriegst, damit du dir dein Leben zurückholen kannst.
ist „Angst vor dem Tod“ und „Todesangst“ dasselbe? Ich stelle
mir darunter irgendwie zwei verschiedene Zustände vor.
Hallo Steffie.
Es ist zwar, so weit ich weiß, nirgends fest geschrieben, aber du hast trotzdem recht.
Todesangst ist der Zustand, der bei einer unmittelbaren Bedrohung eintritt, also etwa, wenn einer nur noch am großen Zeh über einem Abgrund hängt.
Oder wenn man sich plötzlich unter einem Rudel Löwen sieht, die sich schon die Servietten umbinden. Wobei manche auch schon Todesangst haben, wenn es sich um ein Rudel Dackel handelt.
Angst vor dem Tod kann man dagegen überall haben, auch wenn keinerlei direkte Bedrohung besteht.
Todesangst lässt einen für gewöhnlich agieren, um die Gefahr doch noch abzuwenden.
Bei Angst vor dem Tod kann man gar nichts machen, außer beten.