Haben Tiere Mitleid?

Liebe Tierfreunde,
kürzlich hatte ich eine interessante Diskussion mit Freunden über das Thema: kennen Tiere Mitleid.
Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen.
Hat jemand vielleicht eine entsprechende Story erlebt? Oder aus glaubhafter Quelle ähnliches erfahren?
Ich hoffe auf Antwort.
Lilo Melzer

Hallo Lilo!

Mitleid kennen Tiere sicher nicht, aber sie haben einen natürlichen Instinkt für andere.
Z.B. wenn es einem Hundebesitzer schlecht geht und er im Bett liegt, merkt der Hund (meistens) ganz genau, daß da irgendwas nicht stimmt.
Wenn unsere Schäferhündin mich bei einer Rauferei mit ihr aus Versehen gebissen hat und ich dann so tat, als wenn ich Schmerzen hätte und die gebissene Stelle rieb und stöhnte, konnte sie sich nicht mehr beruhigen und wollte mein Gesicht lecken.
Zwei Hunde, die zusammen leben, der eine groß, der andere klein.
Hier beschützt oft der große den kleinen Hund. Oder sie lecken sich gegenseitig ihre Wunden.
Aber, ich glaube Mitleid ist das nicht.
Das ist ganz normales Rudelverhalten.
Gruß Werner

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Hi Lilo,

wenn ich mir so meine Viecherbande ansehe, dann meine ich: JA. Wenn auch nicht unbedingt nach dem „menschlichen Prinzip“.

Sobald jemand bei mir zu Hause z. B. weint, stürzen sich die Hunde und mittlerweile auch die Katzen regelrecht in die Trostspender-Rolle. Da wird abgeschleckt und gekuschelt, was das Zeug hält. Wie Werner schon sagte, ist es wohl ein Instinkt.

Andererseits können Tiere ja auch Trauer „empfinden“. Als einer meiner Hunde gestorben ist, trauerte der Kater - sie waren ca. 2 Jahre zusammen - wochenlang. Er verweigerte das Fressen, ging nicht mehr auf´s Klo, etc., und wäre wohl dem Hund gefolgt, wenn ihn nicht eine kleine Miezekatze, die erst seit ein paar Wochen im Haus war, nicht getröstet hätte. Ähnlich ist es wohl auch bei Elefanten und Delfinen. Wenn ein Junges stirbt, trauert die ganze Herde und versucht, sich gegenseitig zu trösten.

aus glaubhafter Quelle ähnliches erfahren?

Vielleicht wäre für Dich das Buch „Haben Tiere eine Seele?“ von Helena Petrovna Blavatsky (ISBN: 3887211111 Buch anschauen) interessant.

Viele Grüße

Tessa

Hallo Lilo,

ich kann Deine Frage nicht so einfach beantwortén. Aber an einem Beispiel kann ich glaube ich deutlich machen, daß Tiere durchaus in der Lage sind soetwas wie ein Gewissen zu haben oder ein Schuldgefühl zu empfinden. Einer der beiden Hunde meines Exfreundes hatte einmal im Zimmer des Sohnes eine dummerweise freiherumstromernde Maus „totgespielt“. Noch bevor mein Ex überhaupt wußte was der Hund angestellt hatte, kam dieser ihm schon auf dem Bauch mit abgeknickten Ohren entgegengekrochen. So verhält sich ein Hund sonst nur zur Beschwichtigung, wenn er wirklich etwas „angestellt“ hat und mit einer Bestrafung rechnen muß. Ich finde das schon recht beeindruckend.

Gruß

Angelika

Hallo Lilo,
Deine Frage kann ich nur mit >ja

Hallo, liebe Tierfreunde,
zunächst danke ich Euch herzlich für Eure Antworten und Euer Interesse. Ich weiß durchaus, daß ich mich auf glattes Parkett begeben habe.
Darum möchte ich auch den Anlaß für die Diskussion, auf die ich mich bezog, nennen. Meine Freunde fragten mich, warum ich, obwohl ich doch die Natur durchaus realistisch erkenne - Evolution - Tierschützer bin. Eine meiner Antworten (die dritte) war „Mitleid“.
Ich selbst neige zu Werners Meinung, wenn solches Verhalten in einem Rudel geschieht, ist es doch wohl Arterhaltungstrieb.
Die kranke Hündin mit Verband war ja im weiteren Sinne „Rudel“. Wer weiß es genau! Zumindest aber Art.
Die Geschichte mit der Maus muß ich mir erst durch den Kopf gehen lassen, da sie mir atypisch erscheint. Meine Hündin ist hinter allem her, was sich bewegt, um es zu fangen, bzw. zu töten. Ist es in Deinem Fall vielleicht Erziehung?
Daß Hunde mittrauern habe ich selbst schon oft erlebt. Aber auch wenn es unterschiedliche Tiere sind, ist hier vielleicht der „Lorenz`sche Burgfrieden“, oder eine Tierfreundschaft - an die ich übrigens glaube - die Ursache?
Das Buch „Haben Tiere eine Seele“ wird mich interessieren. Wenn w i r eine haben, haben Tiere sie auch.
Nochmals vielen Dank für Eure Antworten, bis bald!
Tschüß Lilo Melzer

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Hallo Lilo!

In Werners Fall mit der Maus spielt wohl die Erziehung eine Rolle. Der Hund hat gelernt, daß er geschimpft wird, wenn er etwas kaputt macht, deshalb zeigte er zur Beschwichtigung das Unterwürfigkeitsverhalten, als er merkte, daß die Maus „kaputt“ ist.

Das Mittrauernspricht jedoch spricht sehr dafür, daß Tiere vielleicht doch eine Seele haben. Dieses Verhalten ist auch von Seepferdchen, Elefanten und Walen bekannt. (bei letzteren, besonders den Elefanten vermutet man sogar, daß sie vielleicht fähig sind, den Tod zu begreifen)

Viele Grüße
Sebastian

Hi
Einerseits ist bestimmt vererbtes Verhalten (wie Werner sagt) da, aber es gibt auch gelernte und sogar spontane Gefühlsäusserungen bei Tieren. Es gibt empfindsamere und weniger empfindsamere Tierarten, ich denke, je höher emtwickelt eine Tierart ist, desto weiter ist ihr «Innenleben» entwickelt.
Den Menschen trennen vom Schimpansen weniger als 2% des Genoms (der Erbanlagen).
Denis Turner, der Katzenforscher, beschreibt viele erstaunliche Gefühlsäusserungen. Wenn Tiere trauern können,
und das tun sie, siehe Beitrag «können Tiere trauern» in
http://www.Tierinformation.cool.am/
dann ist Mitleid, das ja «zeitlich» näher liegt, sicher auch möglich. Wir kenne viele, wie der geschilderte Fall.
Ich weiss, meine Argumentation ist, mangels Platz hier, etwas dürftig.
Mit tierfreundlichen Grüssen
Marc

Hallo Lilo,.

kürzlich hatte ich eine interessante Diskussion mit Freunden
über das Thema: kennen Tiere Mitleid.
Wir sind zu keinem Ergebnis gekommen.
Hat jemand vielleicht eine entsprechende Story erlebt? Oder
aus glaubhafter Quelle ähnliches erfahren?

Bei meinem ersten Kater war das sicher der Fall. Er wusste genau, wenn ich krank oder traurig war. Dann setzte er sich zu mir und schleckte mir das Gesicht ab, was er sonst nicht machte. Jetzt habe ich zwei Weibchen, und wenn ich krank bin sitzen die bei mir im Bett und starren mich besorgt an.
auch bei meinem Hund habe ich bemerkt wie er, als ich einmal beim Spazierengehen stürzte, erschrocken quietschte und herbeistürzte, um mir zu helfen.
Ich denke, Tiere sind sehr gefühlsbetont und sensibel und merken genau, wenn es Herrchen/Frauchen schlecht geht. Sie fühlen dann auch entsprechend.
gruß,
bb

Hallo Sebastian,m

Das Mittrauernspricht jedoch spricht sehr dafür, daß Tiere
vielleicht doch eine Seele haben. Dieses Verhalten ist auch
von Seepferdchen, Elefanten und Walen bekannt. (bei letzteren,
besonders den Elefanten vermutet man sogar, daß sie vielleicht
fähig sind, den Tod zu begreifen)

Ich glaube, das begreifen auch andere Tiere. Als mein Kater wegen krebs eingeschläfert wurde und ich nach Hause kam, warf die Katze einen Blick auf den leeren Katzenkorb und stieß einen so entsetzlichen Schrei aus, dass mir wirklich unheimlich wurde. Dabei hatte sie ihn zu Lebzeiten nicht einmal besonders gemocht. Ich bin überzeugt, sie wusste genau, dass etwas Schreckliches geschehen war.
gruß,
bb

Tierseele
Wie reimte schon der „Welfische Schwan“?

„Denn auch das Tier hat eine Seele,
wenn auch ´ne kleinere als wir.“
Dem schließe ich mich an. Auf jeden Fall haben Tiere ein reiches Gefühlsleben, und das macht jede Tierquälerei doppelt schrecklich.
gruß,
bb

Hallo liebe Tierfreunde,
herzlichen Dank für Euer Interesse und die Hilfe zu meiner „Meinungsfindung.“
Ich bin natürlich Eurer Meinung. Besonders darin, daß Tiere ein sehr reiches Gefühlsleben haben, sicher mehr als wir.
In all unseren Geschichten ging es aber immer um Mitleid zwischen Artgenossen. Wobei der Mensch ja von unseren Haustieren sicherlich als Tier ihrer Art gesehen wird, zumindest behandelt wird.
Mir fiel selbst noch etwas ein, liebe Angelika. Mein Hovawart leckte einmal ein Meise, die er zwischen den Pfoten festhielt und tötete sie nicht. Ich ließ sie wieder fliegen. Aber ich denke, ihm fehlte der Mut zum Tötungsbiß, er war noch sehr jung (im 2. Lebensjahr).
Mir fehlt zwar die philosophische Definition des Wortes Mitleid, aber wenn man es so sieht: mit leiden, dann liegen wir sicher nicht falsch.
Warum nun Tiere fremdartige Tiere nicht schonen - ja, wie selten tut´s der Mensch.
Ich würde gern noch etwas über den Begriff „Seele“ schreiben, aber dann wird mein Artikel wohl zu lang. Vielleicht diskutieren wir ja noch ein bißchen.
Tschüß Lilo

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Mein Hovawart

leckte einmal ein Meise, die er zwischen den Pfoten festhielt
und tötete sie nicht. Ich ließ sie wieder fliegen. Aber ich
denke, ihm fehlte der Mut zum Tötungsbiß, er war noch sehr
jung (im 2. Lebensjahr).

Hi Lilo
Das ist ein normales Hofhunde-Verhalten, unsere erwachsenen Hovis
14 a und 2a tun keinem Tier, weder Haustier noch Wildtier, was
zuleide, nachjagen schon, aber dann freundlich sein.
Das ist das typische Verhalten eines Hofhundes, wäre ja nicht gut,
wenn sie Hühner, Kaninchen und was noch so an kleinen Hoftieren
herum ist, töten würden.
Mit tierfreundlichen Grüssen
Marc

Eine gute Hundepage
http://www.Tierinformation.cool.am