Hallo,
wenn man einen Schwingquarz in Vakuum zum Schwingen anregt, ist seine Resonanzfrequenz 32768 Hz. Wenn ich den gleichen Schwingquarz an Luft bringe, geht nicht nur die Schwingfrequenz und die Güte runter, sondern auch die Frequenz sinkt um ungefähr 8 Hz.
Ist dieses Phänomen durch die Meßelektronik bedingt, oder hängt die Resonanzfrequenz tatsächlich von der Dämpfung (hier Viskosität der Luft) ab?
Ich habe versucht, die allgemeine Schwingungsgleichung zu benutzen, um mehr über die Abhängigkeit Frequenz-Dämpfung herauszufinden. Leider habe ich es nicht geschafft. Meine Frage also: Wie lautet die Formel (und am besten noch: Wie wird sie hergeleitet), mit der die Frequenz von der Dämpfung abhängt?
Viele Grüße!
Bernhard
P.S:Im folgenden stelle ich meinen Lösungsansatz vor, der mich leider nicht weit gebracht hat:
Die Schwingungsgleichung lautet
Trägheitskraft + Reibungskraft + Rückstellkraft = äußere Kraft
m * x’’ + m * gamma * x’ + k * x = F
wobei x jeweils x_0*exp(i omega t) und F = F_0*exp(i omega t)
m = Masse,
x = Schwingungsamplitude,
gamma = Dämpfung
k = Federkonstante
F = Kraft
i = imaginärer Faktor
Die Lösung dieser Differentialgleichung lautet
x = F/m * 1/ ( omegares^2 - omega^2 + i gamma omega)
Dabei ist omegares die Kreisfrequenz bei Resonanz und kann als Konstante betrachtet werden. Was jetzt interessiert ist omega. Die Gleichung soll nach Omega aufgelöst werden.
Bei Resonanz gilt:
x = F/(i*m*omegares*gamma)
Das setze ich ein. (Vielleicht liegt hier der Fehler?)
Schließlich erhalte ich
omega = \sqrt{ omegares^2 - i * omegares *gamma - 1/4 * gamma^2 } + i * 1/2 * gamma
Toll! Omega hängt nur noch von der konstanten omegares und von der Dämpfung gamma ab! Aber falsch gedacht: Wenn ich den Betrag bilde, das habe ich numerisch gemacht, und die Frequenz omega in Funktion der Dämpfung plotte, dann bleibt omega konstant!
