Hallo, ich hoffe, ich bin in diesem Brett mit meiner Frage richtig. Ich wollte mal wissen, ob einer Erfahrungen damit hat oder Richtlinien kennt, wie Onlinehändler wie Amazon.de verfahren, wenn Kunden öfters Artikel im Wege des Widerrufsrechts zurückschicken? Werden sie dann irgendwann gesperrt oder geht das in der Masse der Fälle unter?
keine persönliche erfahrung mit amazon oder mit anderen versandhändlern, sehr wohl aber erfahrung in diesen dingen:
für jeden kunden, der bestellt, wird ein konto geführt. auf diesem konto werden alle kontobewegungen vermerkt - also bestellungen, retouren, reklamationen, bezahlweise, bezahltreue etc.
kontobewegungen sind stelltvertretend für den „kundenwert“ (customer value), also dafür, was der kunde dem unternehmen bringt (umsatz, frequenz, ertrag, bestelltreue, werbe-response, empfehlungsverhalten, …), aber auch was er das unternehmen kostet (reklamationen, retouren, versandkosten, werbung, …)
für jeden kunden gibt es, anhand der kontobewegungen, nach ausgeklügelten verfahren ein „scoring“ - je länger das konto besteht, desto verläßlicher (i.a.).
rutscht irgendwann mal der score unter einen bestimmten grenzwert, weil besagter kunde z.b. „mehr zurückschickt“ als bestellt, dann wird der versandhändler entsprechende „korrekturmaßnahmen“ ergreifen - angefangen bei vorauskasse/nachnahme bis hin zu „kontokündigung“, also verweigerung der bestellannahme. je nachdem, wie ausgeklügelt das kundenkontosystem ist, bekommt der kunde sowas gar nicht mit - sowie er etwas bestellt, bekommt er die nachricht „artikel nicht verfügbar“. will er auf rechnung zahlen, kommt „derzeit nicht machbar, bitte vorauskasse“.
prinzip erkannt?