Hallo,
zum Thema Häuslebau folgende Fragen:
- Preis / Dämmung
Gibt es eine neutrale Übersicht, wie effektiv normale Massiv-
/ Passiv- / Holz- und Fertighäuser gedämmt sind?
Eine Übersicht ? wohl nicht.
Allerdings wird bei seriösen Fertighausfirmen der Wandaufbau
ordentlich dokumentiert. Der Wärmedurchgang von Wänden, Dächern
und Fenstern wird als Parameter angegeben.
Ist ein
Massivhaus mit Klinker (bei höherem Preis) einem Fertighaus
ebenbürtig? oder sogar einem Passivhaus, die reinen Wand- und
Dachflächen betrachtend? Wo liegen Holz und Holz-Fachwerk dazu?
Massivhaus hat in der Regel immer etwas schlechtere Dämmwerte.
Ist auch logisch, da die Wände von Fertighäusern quasi komplett
mit Isoliermat. gefüllt sind und außen noch die obligtorische
Styropurdämmung drauf kommt.
sieh z.B. hier
http://www.fischerhaus.de/hp22384/FischerHaus-Wand.htm
Es gibt da natürlich auch hunderte Varianten und nicht immer ist
alles Gold was glänzt.
Neben dem normalen Wandaufbau (große Flächen) ist auch auf die
vielen Details am Bau zu achten. Was nützt ein super Wandaufbau,
wenn es Löcher durch die es zieht und konstruktive Kältebrücken
existieren, die die Wand durchfeuchten lassen.
Beim Massivhaus gibt es die ganzen Probleme aber oft viel stärker.
Im Gegensatz zum Fertighausbau, wo alles mit mit erprobten
Technologien und erprobten Mat. sowie ständiger Qualitätskontrolle
im Werk unter industriellen Bedingungen montiert wird, hat man
am Massivbau oft das Problem, daß unwissende Handwerker mit
geringer Motivation herumwerkeln und das machen, was sie
„schon immer so gemacht haben“ .
Oft wird ja auch nicht der qualifizierte Betrieb beauftragt,
sondern der (scheinbar) billigste. In Folge dessen ist Pfusch am
Bau normal und scheinbar völlig selbstverständlich.
Obwohl Massivhaus meist einen besseren Wiederverkaufswert haben,
halte ich Fertighäuser in Bezug auf Baurisiko, Qualität, Komfort
und Wärmedämmung für vorteilhafter.
- Heizung / Warmwasser
Kennt jemand Erfahrungswerte, wieviel Energie die Warmwasser
Zentralbereitung ausserhalb der Heizperiode schluckt?
Ich brauche in den Sommermonaten ausschließlich für den
Warmwasserboiler (120Liter) ca. 25m³ Gas (3-4 Personen EFH).
Wir sind allerdings mit Wasser allg. recht sparsam.
Die Faustformel für kleine Fam. mit ca. 1Liter Öl bzw 1m³Gas
(=ca.10kWh) pro Tag für Warmwasser scheint ganz brauchbar zu sein.
Kann man evt. mit Durchlauferhitzern den effektiven Energieverbrauch
senken (unter berücksichtigung der etwa 70% Energieverluste
bei der Stromherstellung gegenüber Öl)
Durchlauferhitzer haben den Vorteil, daß kaum Verluste in den
Zuleitungen entstehen.
Elektrische Warmwasseraufbereitung macht aber kaum Sinn, weil
Elektroenergie etwa 3mal teurer ist als Gas/Öl.
In dem Zusamenhang ist auch die Verwendung von Solarmodulen für
Warmwasseraufbereitung skeptisch zu betrachten. Bei genannten
Verbrauchswerten lassen sich da derzeit nur ca. 15€ pro Monat
einsparen. Dafür eine hohe Investition zu tätigen lohnt IMHO kaum.
- Hat jemand Erfahrung mit der Dämmung zwischen Dachlatten
und Dachsparren? (Gegenüber Dämmung zwischen sparren)
Lohnt sich das, oder bewährt es sich nicht in der Praxis?
Das ist zumindest nicht die übliche Lösung.
Zwischen Dachlatte und Sparren ist nur wenig Platz.
Gruß Uwi