Häuslebauer-Fragen, Energie

Hallo,

zum Thema Häuslebau folgende Fragen:

  1. Preis / Dämmung
    Gibt es eine neutrale Übersicht, wie effektiv normale Massiv- / Passiv- / Holz- und Fertighäuser gedämmt sind? Ist ein Massivhaus mit Klinker (bei höherem Preis) einem Fertighaus ebenbürtig? oder sogar einem Passivhaus, die reinen Wand- und Dachflächen betrachtend? Wo liegen Holz und Holz-Fachwerk dazu?

  2. Heizung / Warmwasser
    Kennt jemand Erfahrungswerte, wieviel Energie die Warmwasser Zentralbereitung ausserhalb der Heizperiode schluckt? Kann man evt. mit Durchlauferhitzern den effektiven Energieverbrauch senken (unter berücksichtigung der etwa 70% Energieverluste bei der Stromherstellung gegenüber Öl)

  3. Hat jemand erfahrung mit der Dämmung zwischen Dachlatten und Dachsparren? (Gegenüber Dämmung zwischen sparren)
    Lohnt sich das, oder bewährt es sich nicht in der Praxis?

Gruß
achim

Hallo Achim!

  1. Heizung / Warmwasser
    Kennt jemand Erfahrungswerte, wieviel Energie die Warmwasser
    Zentralbereitung ausserhalb der Heizperiode schluckt? Kann man
    evt. mit Durchlauferhitzern den effektiven Energieverbrauch
    senken (unter berücksichtigung der etwa 70% Energieverluste
    bei der Stromherstellung gegenüber Öl)

Mal eine Anregung, aus eigener Erfahrung:
Im unserem Haus ist wie üblich die Ölheizung im Keller.
Meine Eltern haben Bad und Küche genau über dem Warmwasserboiler.
Ist logisch, dass man diesen dafür benutzt.
Sinnvollerweise sollte der Kessel im Sommer einmal täglich das Warmwasser erwärmen, und sonst kalt bleiben.

Meine Wohnung, eine Etage darüber wird durch einen el. Durchlauferhitzer mit Warmwasser versorgt.

Wenn man mal nachdenkt, braucht man ja relativ wenig warmes Wasser.
Händewaschen, Zähne putzen, 10 min täglich duschen rechtfertigen meiner Meinung nach nicht ca. 80 m Zirkulationsleitung mit den Wärmeverlusten, wie es bei mir baulich nötig wäre.

Eine Sache habe ich aber vergessen:
Ich hätte noch eine einfache Warmwasserleitung vom Keller in mein Bad legen können, ohne Zirkulation.
Nur zum füllen der Badewanne mit warmen Wasser.
Das ist mir erst eingefallen, als schon alles fertig war, aber das kommt bei der nächsten Renovierungsarbeit noch.

Ansonsten würde ich sagen, das kommt immer auf den Wasserverbrauch an.
Eine Familie mit 4 Kindern, wo viel gebaden wird, macht besser das Wasser mit der normalen Hausheizung warm.
Wenn nur 2 Leute im Haus leben, die ehr selten baden, könnte man ev. sogar ganz auf einen Warmwasserboiler verzichten, und alles elektrisch machen.
Wärme aus Strom ist zwar teurer, aber wegen 40 Ltr. warmen Wasser am Tag im Sommer die Heizungsanlage laufen zu lassen ist nicht sinnvoll.
Da sind die Wärmeverluste viel zu hoch.

Ansonsten fehlt mit noch die Überlegung zwecks Solaranlage zur Warmwasserbereitung. Auch wenn du das erstmal nicht willst, würde ich bei einem Neubau zumindest schon mal die Rohre mit einbauen lassen.
Wenn das durch die Energiepreise irgendwann später mal sinnvoll werden sollte, brauchst Du dann nicht das ganze Haus verwüsten.

Bin selbst kein Fachmann auf dem Gebiet, das sind nur Gedanken eines Laien.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen!

…könnte man ev. sogar ganz auf einen Warmwasserboiler verzichten,

Auf einen elektrischen Boiler (Speicher) sollte man ohnehin verzichten. Wenn schon elektrische WW-Bereitung - kann durchaus sinnvoll sein - dann einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer. Ein Boiler schaltet sich immer wieder ein, um die trotz guter Isolierung dauernden Verluste auszugleichen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

zum Thema Häuslebau folgende Fragen:

Förderung * Bauen und Wohnen
http://www.enviam-welt.de/welt/ratgeber/energiespare…

  1. Preis / Dämmung
    Gibt es eine neutrale Übersicht, wie effektiv normale Massiv-
    / Passiv- / Holz- und Fertighäuser gedämmt sind? Ist ein
    Massivhaus mit Klinker (bei höherem Preis) einem Fertighaus
    ebenbürtig? oder sogar einem Passivhaus, die reinen Wand- und
    Dachflächen betrachtend? Wo liegen Holz und Holz-Fachwerk
    dazu?

http://www.enviam-welt.de/welt/img/content/daemmstof…
Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB
http://www.baufachinformation.de/zeitschriftenartike…
Sieh Dir auch mal diese Seiten an.
http://www.mdr.de/einfach-genial/erfindungen/themen/…

  1. Heizung / Warmwasser
    Kennt jemand Erfahrungswerte, wieviel Energie die Warmwasser
    Zentralbereitung ausserhalb der Heizperiode schluckt? Kann man
    evt. mit Durchlauferhitzern den effektiven Energieverbrauch
    senken (unter berücksichtigung der etwa 70% Energieverluste
    bei der Stromherstellung gegenüber Öl)

  2. Hat jemand erfahrung mit der Dämmung zwischen Dachlatten
    und Dachsparren? (Gegenüber Dämmung zwischen sparren)
    Lohnt sich das, oder bewährt es sich nicht in der Praxis?

Zwischen-Sparren-Dämmung
http://www.oeko-energie.de/Daemmstoffe.htm

http://www.bine.info/partner.php
http://www.energieverbraucher.de/index.php?itid=1527
http://www.energieportal24.de/
http://www.enev-online.info/enev/index.htm
http://www.bauphysik.com/

Gruß
achim

Ist bei mir schon ü.20 Jahre her, mit dem Bauen.

mfg
W.

Hallo,

zum Thema Häuslebau folgende Fragen:

  1. Preis / Dämmung
    Gibt es eine neutrale Übersicht, wie effektiv normale Massiv-
    / Passiv- / Holz- und Fertighäuser gedämmt sind?

Eine Übersicht ? wohl nicht.
Allerdings wird bei seriösen Fertighausfirmen der Wandaufbau
ordentlich dokumentiert. Der Wärmedurchgang von Wänden, Dächern
und Fenstern wird als Parameter angegeben.

Ist ein
Massivhaus mit Klinker (bei höherem Preis) einem Fertighaus
ebenbürtig? oder sogar einem Passivhaus, die reinen Wand- und
Dachflächen betrachtend? Wo liegen Holz und Holz-Fachwerk dazu?

Massivhaus hat in der Regel immer etwas schlechtere Dämmwerte.
Ist auch logisch, da die Wände von Fertighäusern quasi komplett
mit Isoliermat. gefüllt sind und außen noch die obligtorische
Styropurdämmung drauf kommt.
sieh z.B. hier
http://www.fischerhaus.de/hp22384/FischerHaus-Wand.htm

Es gibt da natürlich auch hunderte Varianten und nicht immer ist
alles Gold was glänzt.
Neben dem normalen Wandaufbau (große Flächen) ist auch auf die
vielen Details am Bau zu achten. Was nützt ein super Wandaufbau,
wenn es Löcher durch die es zieht und konstruktive Kältebrücken
existieren, die die Wand durchfeuchten lassen.

Beim Massivhaus gibt es die ganzen Probleme aber oft viel stärker.
Im Gegensatz zum Fertighausbau, wo alles mit mit erprobten
Technologien und erprobten Mat. sowie ständiger Qualitätskontrolle
im Werk unter industriellen Bedingungen montiert wird, hat man
am Massivbau oft das Problem, daß unwissende Handwerker mit
geringer Motivation herumwerkeln und das machen, was sie
„schon immer so gemacht haben“ .
Oft wird ja auch nicht der qualifizierte Betrieb beauftragt,
sondern der (scheinbar) billigste. In Folge dessen ist Pfusch am
Bau normal und scheinbar völlig selbstverständlich.

Obwohl Massivhaus meist einen besseren Wiederverkaufswert haben,
halte ich Fertighäuser in Bezug auf Baurisiko, Qualität, Komfort
und Wärmedämmung für vorteilhafter.

  1. Heizung / Warmwasser
    Kennt jemand Erfahrungswerte, wieviel Energie die Warmwasser
    Zentralbereitung ausserhalb der Heizperiode schluckt?

Ich brauche in den Sommermonaten ausschließlich für den
Warmwasserboiler (120Liter) ca. 25m³ Gas (3-4 Personen EFH).
Wir sind allerdings mit Wasser allg. recht sparsam.
Die Faustformel für kleine Fam. mit ca. 1Liter Öl bzw 1m³Gas
(=ca.10kWh) pro Tag für Warmwasser scheint ganz brauchbar zu sein.

Kann man evt. mit Durchlauferhitzern den effektiven Energieverbrauch
senken (unter berücksichtigung der etwa 70% Energieverluste
bei der Stromherstellung gegenüber Öl)

Durchlauferhitzer haben den Vorteil, daß kaum Verluste in den
Zuleitungen entstehen.
Elektrische Warmwasseraufbereitung macht aber kaum Sinn, weil
Elektroenergie etwa 3mal teurer ist als Gas/Öl.

In dem Zusamenhang ist auch die Verwendung von Solarmodulen für
Warmwasseraufbereitung skeptisch zu betrachten. Bei genannten
Verbrauchswerten lassen sich da derzeit nur ca. 15€ pro Monat
einsparen. Dafür eine hohe Investition zu tätigen lohnt IMHO kaum.

  1. Hat jemand Erfahrung mit der Dämmung zwischen Dachlatten
    und Dachsparren? (Gegenüber Dämmung zwischen sparren)
    Lohnt sich das, oder bewährt es sich nicht in der Praxis?

Das ist zumindest nicht die übliche Lösung.
Zwischen Dachlatte und Sparren ist nur wenig Platz.

Gruß Uwi