Haftpflicht-Verlust vom iPod (ins Wasser gefallen)

Hallo,

ich habe den iPod einer guten Freundin verloren. Ist eine sehr kurriose Geschichte:

Er ist beim Laufen über eine Brücke aus meiner Hosentasche gefallen und wurde dann von meinem Fuß von der Brücke gekickt (aus der Laufbewegung heraus).

Nun kostet so ein Ding 300 - 500 €! Sie fordert natürlich von mir diesen zu ersetzen, weil ich ihn von ihr ausgeliehen hatte.

Meine Frage ist jetzt, ob es Sinn machen würde meine Haftpflicht einzuschalten???

Bitte gebt mir ein paar Tipps, denn als Azubi kann ich nicht mal eben 500€ blechen!

Vielen Dank!

Hallo,

Nun kostet so ein Ding 300 - 500 €! Sie fordert natürlich von
mir diesen zu ersetzen, weil ich ihn von ihr ausgeliehen
hatte.

Meine Frage ist jetzt, ob es Sinn machen würde meine
Haftpflicht einzuschalten???

es ist nun so, daß die meisten Privat-Haftpflichtversicherungen nicht regulieren, wenn Du eine geliehene Sache beschädigst.

Wen Du Dir das Dingens ausgeliehen hast und dann in den Fluß getreten hast, während Du allein unterwegs warst, wird die Haftpflicht also vermutlich nicht zahlen.

Solltest Du allerdings zusammen mit Deiner Freundin unterwegs gewesen sein, und sollte der iPod IHR aus der Hand gefallen sein, weil Du sie aus Versehen angerempelt hast, und dann in den Fluß, DANN sieht das Ganze schon besser aus :wink:

Frag doch mal Deine Freundin, ob Du nicht mit ihr zusammen unterwegs warst.

Gruß,

Malte.

Solltest Du allerdings zusammen mit Deiner Freundin unterwegs
gewesen sein, und sollte der iPod IHR aus der Hand gefallen
sein, weil Du sie aus Versehen angerempelt hast, und dann in
den Fluß, DANN sieht das Ganze schon besser aus :wink:

Frag doch mal Deine Freundin, ob Du nicht mit ihr zusammen
unterwegs warst.

Versicherungsbetrug. Immer wieder schön zu sehen. Wenn ein Versicherer sich vertragsgetreu verhält und irgendetwas nicht versichert ist(weil der jenige sich nicht vorher schlau gemacht hat) dann sinds immmer die bösen Versicherer. Aber wenn es darum geht die Versicherer zu betrügen, sind alle immer sofort dabei. *kopfschüttel*

Zahl Deiner Freundin das Ding aus eigener Tasche (z.B. in Raten) und schließe eine gescheite Privathaftpflichtversicherung ab.

Guido

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Solltest Du allerdings zusammen mit Deiner Freundin unterwegs
gewesen sein, und sollte der iPod IHR aus der Hand gefallen
sein, weil Du sie aus Versehen angerempelt hast, und dann in
den Fluß, DANN sieht das Ganze schon besser aus :wink:

Frag doch mal Deine Freundin, ob Du nicht mit ihr zusammen
unterwegs warst.

Versicherungsbetrug. Immer wieder schön zu sehen. Wenn ein
Versicherer sich vertragsgetreu verhält und irgendetwas nicht
versichert ist(weil der jenige sich nicht vorher schlau
gemacht hat) dann sinds immmer die bösen Versicherer. Aber
wenn es darum geht die Versicherer zu betrügen, sind alle
immer sofort dabei. *kopfschüttel*

Mal davon abgesehen, daß ich tatsächlich keine besonders gute Meinung von Versicherern habe, steht in dem Posting nichts darüber, ob er tatsächlich allein unterwegs war oder nicht - und das würde den Sachverhalt evtl. schon ändern.

Mir daraus Anstiftung zu einer Straftat drehen zu wollen, empfinde ich als dezent unverschämt. :wink:

Gruß,

Malte

ob er tatsächlich allein unterwegs war oder nicht -
und das würde den Sachverhalt evtl. schon ändern.

Auch hallo,
also das ändert an dem Sachverhalt gar nix. Er hatte das Teil, ihm ist es aus der Hand gefallen, sein Fuß hat es versehentlich in den Fluß gekickt.

Schon mal darüber nachgedacht, was es für Beiträge kosten würde, wenn so Sachen mitversichert wären? Das wäre eine Allschadendeckung: Alles was irgendwie wegkommt, verloren wird, kaputt geht wäre versichert… Hallo???

Andreas

[ot] Was reguliert wird und was nicht…

ob er tatsächlich allein unterwegs war oder nicht -
und das würde den Sachverhalt evtl. schon ändern.

also das ändert an dem Sachverhalt gar nix. Er hatte das Teil,
ihm ist es aus der Hand gefallen, sein Fuß hat es
versehentlich in den Fluß gekickt.

gut, belassen wir es dabei. Soll der Fragesteller selbst mit diesen Auskünften klarkommen. Letztlich kommt’s eh drauf an, was genau in seinen Versicherungsbedingungen steht.

Schon mal darüber nachgedacht, was es für Beiträge kosten
würde, wenn so Sachen mitversichert wären? Das wäre eine
Allschadendeckung: Alles was irgendwie wegkommt, verloren
wird, kaputt geht wäre versichert… Hallo???

Ich finde es lediglich pervers, nach welchen Regeln die Versicherer da regulieren.
Beispiel: Wenn ich einem Freund beim Renovieren helfe und ihn von der Leiter schubse, ist das nicht versichert, weil Gefälligkeit. Bin ich nur zufällig zu Besuch und schubse ihn von der Leiter, ist’s versichert. Stoße ich einem Freund den iPod aus der Hand, ist’s versichert, laß ich ihn selbst fallen, ist’s nicht versichert.

Letztlich ergibt sich das Bild, daß die Versicherer eben nicht einen verständlichen und fairen Rahmen von Schadenfällen absichern, sondern mit der Angst der Menschen soviel Kohle wie möglich abgreifen und so wenig wie irgend möglich abdecken, gerade eben noch soviel, daß die Versicherung überhaupt noch einen Sinn macht.

Und was die Prämien angeht: Ich habe nicht den Eindruck, daß es der Versicherungswirtschaft in Deutschland wirklich schlecht geht. Mein Eindruck (zugegeben, ich bin kein wirklicher Insider) ist eher, daß da immer noch haufenweise Geld „verdient“ wird. Wenn man wollte, könnte man das Ganze sicherlich ohne allzu große Schmerzen wesentlich kundenorientierter und fairer gestalten.

Hallo??? Eine Versicherung ist dafür da, mich zu versichern und im Schadenfall zu latzen, und nicht dazu, sich pauschal schonmal gegen mich zu stellen und mit windigen, komplizierten Klauseln im Kleingedruckten so viele Risiken wie möglich auszuschließen. Sie soll ja gerade Risiken übernehmen.

In einem Satz: Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt nicht, und ist nur aufgrund des urmenschlichen Bedürfnisses nach Sicherheit aufrechtzuerhalten.

Aber, so bitter das auch manchmal ist, ich gebe Dir Recht: Vertrag ist Vertrag.

Gruß,

Malte

will mal genau sein, §4 I Nr.6a AHB
Hallo Malte,
du bist ja auch genau, wenn es um die IT-Sicherheit geht (weiss ich, lese deine Beiträge gerne):

gut, belassen wir es dabei. Soll der Fragesteller selbst mit
diesen Auskünften klarkommen. Letztlich kommt’s eh drauf an,
was genau in seinen Versicherungsbedingungen steht.

In dem Fall kommt es drauf an, was in der Schadenmeldung steht und was der Schadensachbearbeiter draus macht.

Schon mal darüber nachgedacht, was es für Beiträge kosten
würde, wenn so Sachen mitversichert wären? Das wäre eine
Allschadendeckung: Alles was irgendwie wegkommt, verloren
wird, kaputt geht wäre versichert… Hallo???

Ich finde es lediglich pervers, nach welchen Regeln die
Versicherer da regulieren.
Beispiel: Wenn ich einem Freund beim Renovieren helfe und ihn
von der Leiter schubse, ist das nicht versichert, weil
Gefälligkeit. Bin ich nur zufällig zu Besuch und schubse ihn
von der Leiter, ist’s versichert.

Das stimmt nicht. Diese Klausel bezieht sich auf Sachschäden.
Bei den Gefälligkeitsschäden (oder auch bei Miete, Leihe, Pacht) ist die Logik, die dahinter steht die, dass die Gefälligkeit wie ein eigenes Verhalten zu sehen ist. Schließlich ist es in Deinem Interesse und auch von Dir gewünscht, dass dein Kumpel Dir hilft.

Stoße ich einem Freund den

iPod aus der Hand, ist’s versichert, laß ich ihn selbst
fallen, ist’s nicht versichert.

Ja, Drittschaden ist ein Fall für die Haftpflicht, Eigenschaden nunmal nicht.

Letztlich ergibt sich das Bild, daß die Versicherer eben nicht
einen verständlichen und fairen Rahmen von Schadenfällen
absichern, sondern mit der Angst der Menschen soviel Kohle wie
möglich abgreifen und so wenig wie irgend möglich abdecken,
gerade eben noch soviel, daß die Versicherung überhaupt noch
einen Sinn macht.

Och darüber könnten wir philosophieren. Es gibt praktisch bei allen Versicherungen Tarife mit hohen Selbstbehalten und sehr niedrigen Prämien. Diese sind die Tarife, die dem eigentlichen Versicherungsgedanken (Absicherung gegen Lebensrisiken) am ehesten nachkommen. Nur will die keiner haben… Es ist auch die Frage, was ein Kunde für welche Leistung bereit ist zu zahlen.

Und was die Prämien angeht: Ich habe nicht den Eindruck, daß
es der Versicherungswirtschaft in Deutschland wirklich
schlecht geht. Mein Eindruck (zugegeben, ich bin kein
wirklicher Insider) ist eher, daß da immer noch haufenweise
Geld „verdient“ wird. Wenn man wollte, könnte man das Ganze
sicherlich ohne allzu große Schmerzen wesentlich
kundenorientierter und fairer gestalten.

Stimmt pauschal gesagt, wobei sich die Unternehmen teilweise schon strecken müssen.

Hallo??? Eine Versicherung ist dafür da, mich zu versichern
und im Schadenfall zu latzen, und nicht dazu, sich pauschal
schonmal gegen mich zu stellen und mit windigen, komplizierten
Klauseln im Kleingedruckten so viele Risiken wie möglich
auszuschließen. Sie soll ja gerade Risiken übernehmen.

Eben. Versicherungen regulieren versicherte Schäden in aller Regel vernünftig. Wenn was nicht versichert ist, dann eben nicht.

In einem Satz: Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt nicht,
und ist nur aufgrund des urmenschlichen Bedürfnisses nach
Sicherheit aufrechtzuerhalten.

Denke ich nicht. Bleiben wir mal bei der Privathaftpflicht mit einer Prämie von vielleicth 60 Euro im Jahr. Da ist der Versicherungsnehmer, sein Ehepartner, die Kinder versichert. Rechne doch mal, wie oft würde sowas passieren (rein zufällig natürlich) wie beschrieben. 500 Euro sind da gute 8 Jahresbeiträge. Kann doch nicht funktionieren, oder? Gibt ja auch noch Leute, die bezahlt werden müssen und Büros, in denen zu arbeiten ist.

Aber, so bitter das auch manchmal ist, ich gebe Dir Recht:
Vertrag ist Vertrag.

Jo das stimmt.

Gruß,

Malte

Mal davon abgesehen, daß ich tatsächlich keine besonders gute
Meinung von Versicherern habe, steht in dem Posting nichts
darüber, ob er tatsächlich allein unterwegs war oder nicht -
und das würde den Sachverhalt evtl. schon ändern.

Es stand aber eindeutig da, dass das Ding aus seiner Hosentasche fiel und nicht aus der von irgend jemand anderem. Es ist wenig wahrscheinlich dass Du da etwas überlesen hast.

Mir daraus Anstiftung zu einer Straftat drehen zu wollen,
empfinde ich als dezent unverschämt. :wink:

Ich denke spätestens hier wurde es undezent unverschämt.

Gruß Maid