Hallo ihr!
Ich hoffe, ihr kennt euch etwas besser aus als ich…
Das Problem einmal grob umrissen:
Es wurde ein Haus angemietet, in dem gewohnt wurde und in dem auch eine Firma gemeldet wurde. Es befanden sich dort ein Büro und ein Lagerraum (im Keller). Es war von Anfang an klar, dass es im Keller aufgrund eines Wassereinbruchs einmal Schimmel gegeben hat, der allerdings angeblich fachmännisch beseitigt wurde. Während der Mietzeit gab es immer mal wieder kleinere Wassereinbrüche und es fiel ein zunehmend merkwürdiger, moderiger Geruch im Keller auf. Der Keller war mit Holzpaneelen verkleidet, sodass man nicht sehen konnte, ob die Wände verschimmelt waren. Die Wassereinbrüche und der Schimmel-Verdacht wurden der Vermieterin gemeldet. Bezüglich des Wassers wurde manchmal etwas unternommen, manchmal wurde es wegignoriert oder verleugnet. Es wurde immer vehement bestritten, dass Schimmel im Haus sein könnte. Im Herbst 2008 kam es zu einem weiteren relativ heftigen Wassereinbruch, der wiederum der Vermieterin gemeldet wurde. Das Wasser lief durch den Schornstein bis in den Keller. Das Wasser wurde vom Mieter beseitigt und von der Vermieterin wurde eine Firma beauftragt, die den Schornstein repariert hat. Der Geruch im Keller wurde immer schlimmer und so wurde die Vermieterin vom Mieter darum gebeten, ein Schimmelgutachten erstellen zu lassen. Dies wurde von der Vermieterin zugesagt, dann aber immer wieder verschoben. Die Mieter ließ also auf eigene Kosten ein solches unabhängiges Gutachten erstellen. Es wurde festgestellt, dass der Keller teilweise stark Schimmelbelastet ist, dass dieser gesundheitsschädigend ist (die Mieter klagten über Kopfschmerzen und Asthma) und dass der Schimmel auch auf das gelagerte Material übergangen ist. Da es sich um medizinische Ausrüstungen und medizinisches Material handelte, war dieses nicht mehr zu verwenden und es entstand ein Schaden von ca 60.000 Euro. Inzwischen war der Schimmel auch sichtbar. Der Mieter behielt die Miete ein und drängte auf eine Lösung. Die Vermieterin zeigte sich uneinsichtig und kündigte den Vertrag. Der Mieter zog im Frühjahr 2009 aus.
Inzwischen ist der Fall vor Gericht und laut diesem stehen dem Mieter KEINERLEI Ansprüche zu. Im Gegenteil, er soll nun die noch ausstehende Miete begleichen und diverse Kosten am Haus begleichen.
Meine Fragen sind nun: Wie kann es angehen, dass es einem Vermieter so leicht gemacht wird, Mieter in einem offensichtlich verschimmelten Haus wohnen zu lassen? Hat man als Mieter da keinen Schutz? Die Vermieterin behauptet, nur Büroräume, nicht aber Lagerräume vermietet zu haben. Gibt es da Unterschiede? Hätte man Lagerräume gesondert aufführen müssen? Außerdem steht im Vertrag angeblich irgendeine Klausel, die besagt, dass sie keine Kosten übernimmt für Schäden, die dem Mieter durch das Mietobjekt zugefügt werden. Somit sei es irrelevant, dass das Haus verschimmelt war und das Material nicht mehr zu gebrauchen ist. Gibt es soetwas tatsächlich? Ist das alles Rechtens?
Es wurde zudem der Vormieter ausfindig gemacht, der bestätigte, dass es zu seiner Mietzeit dort auch Schimmel gegeben habe, er auch wegen Streitigkeiten mit der und Uneinsichtigkeit der Vermieterin ausgezogen sein und auf Nachfrage stellte sich heraus, dass der Schimmel im Keller nur oberflächlich also optisch entfernt wurde.
Ich bin für jede Hilfe dankbar. Und auch danke fürs Lesen; ich habe viel geschrieben.
Einen schönen Abend wünsche ich!

