Haier Kühlschrank AFL631CB

Folgende Situation.

Wir haben uns eine Haier Kühl- Gefrierkombination gekauft (AFL631CB). Lt. Herstellerangebe verbraucht dieser 317 kw/h im Jahr. Das erste Gerät, welches nach 2 Wochen defekt war und mittlerweile vom Service ausgetauscht wurde, hat knapp 800 kw/h verbraucht (Gerät hatte Kühlflüssigkeit verloren).

Das neue Gerät (nat. wieder der AFL631CB) hat im Moment nach 14 1/2 Stunden 0,78 kw/h verbruacht. Das ergibt einen Jahresverbrauch von ca. 470 kw/h. Ist dieser Mehrverbrauch in der normalen Tolleranz? Ist wieder etwas nicht in Ordnung? Wird der Verbrauch im Winter (weil Umfeld kälter) niedriger und gleicht sich das somit im Jahresmittel wieder aus?

Wie soll ich mich verhalten? Soll ich dem Gerät weiterhin vertrauen oder lieber auf einen Wandel pochen?

Danke für Eure Tips

Mike

Noch eine Zusatzinfo. Im Moment schwankt das Gerät zwischen einer Last von 0,600 - 0,650 Ampere. Er hat von den 14 1/2 Stunden ca. 9 Stunden Strom gezogen.

Mike

Noch eine Zusatzinfo. Im Moment schwankt das Gerät zwischen
einer Last von 0,600 - 0,650 Ampere. Er hat von den 14 1/2
Stunden ca. 9 Stunden Strom gezogen.

  1. Energiekostenmessgeräte (ich nehme mal an, dass Du damit gemessen hast) zeigen bei kleineren Leistungen teilweise mit immensem Messfehler an. Also nicht zu ernst nehmen.
  2. Die Angaben beziehen sich auf Normbedingungen, was die Anzahl der Öffnungen, die Umgebungstemperatur und den Füllungsgrad angeht.

Was würdest Du sagen, wenn jemand ein Auto gekauft hat und sagt:
„Ich habe jetzt ein einziges Mal getankt, der Wagen hat 6,5l verbraucht, obwohl im Prospekt 5,1l steht.“ ?

Richtig:

  • Nach einer Tankfüllung kann noch nicht gesagt werden, wie der Verbrauch ist.
  • Der Verbrauch variiert je nach Fahrweise.

Genauso ist es bei Dir!

Hi,

das mit den optimierten Herstellerangaben ist mir schon klar. Deshalb frage ich ja ob die Abweichung „normal“ ist.

Das mit den Messgeräten wusste ich nicht. Ich habe mich schon auf das Gerät verlassen. Dachte, dass das Gerät schon zuverlässig ist. Zeigt die Volt an, die Ampere und kw/h … und vieles mehr. Könnte also sein, dass die 470 kw/h nur ein Messfehler des Messgerätes ist und evtl doch nur 320 kw/h vom Kühlschrank verbaucht werden???

Sind 0,650 Ampere ein kleiner Wert bei dem die Geräte nicht mehr genau sind? Ich habe leider keine Ahnung was viel oder wenig ist bei Strom. Strom kann man nicht sehen oder schmecken, das mach mir Angst! :smile:

Danke
Mike

Hallo Mike,

Das mit den Messgeräten wusste ich nicht. Ich habe mich schon
auf das Gerät verlassen. Dachte, dass das Gerät schon
zuverlässig ist. Zeigt die Volt an, die Ampere und kw/h …
und vieles mehr. Könnte also sein, dass die 470 kw/h nur ein
Messfehler des Messgerätes ist und evtl doch nur 320 kw/h vom
Kühlschrank verbaucht werden???

Als erstes müsste man wissen, was dein Gerät überhaupt misst.
Das Problem ist, dass Spannung und Strom, bei einem Motor Phasenverschoben sind. Wenn dies bei der Berechnung nicht berücksichtigt wird, zeigt dein Messgerät einen höheren Wert an, als dein Stromzähler abrechnet.

Stichworte: Wirkleistung, Blindleistung und cos(phi).

MfG Peter(TOO)

Hi,

das mit den optimierten Herstellerangaben ist mir schon klar.
Deshalb frage ich ja ob die Abweichung „normal“ ist.

Das mit den Messgeräten wusste ich nicht. Ich habe mich schon
auf das Gerät verlassen. Dachte, dass das Gerät schon
zuverlässig ist. Zeigt die Volt an, die Ampere und kw/h …
und vieles mehr. Könnte also sein, dass die 470 kw/h nur ein
Messfehler des Messgerätes ist und evtl doch nur 320 kw/h vom
Kühlschrank verbaucht werden???

Also bei 470 Kilowatt pro Stunde zeigt das Messgerät sowieso Mist an. (Mal drüber nachgedacht: Würde man Energie in kW/h messen, dann hätte man bei doppelter Einschaltdauer nur die halbe Energie umgesetzt.)

Sind 0,650 Ampere ein kleiner Wert bei dem die Geräte nicht
mehr genau sind?

Du findest die Angaben zur Genauigkeit findest Du in der Anleitung.
Wenn das Teil den Strom mit 0,1A Genauigkeit erfassen würde, hättest Du alleine hier schon erhebliche Abweichungen.
Zu beachten ist auch, dass bei niedrigen Leistungsfaktoren (cos(phi)) noch oft eine erhebliche Ungenauigkeit hinzu kommt.