nachdem ich im letzten USA-Urlaub auf den Geschmack gekommen bin (kam mir vor wie in der Marlboro-Reklame, *gg*), würde ich gerne auch hierzulande mal einen ca. halbtägigen geführten Reitausflug machen. Kennt jemand von euch einen Ort bzw. Veranstalter in der Nähe von München (ich sag’ mal in 1-2 Stunden zu erreichen, möglichst per Bahn, da kein Auto vorhanden), wo man sowas machen könnte?
Wichtig wäre, daß die Tour für blutige Anfänger geeignet ist… also mit guten Guides und am besten auch einer kleinen Einführung, bevor’s losgeht. Möchte nämlich evtl. auch eine Freundin mitnehmen, die meines Wissens noch nie auf einem Pferd saß…
Hat jemand eine Empfehlung in der Richtung? Ich weiß, daß ich auch googeln könnte, aber ich verlasse mich bei solchen Dingen immer lieber auf persönliche Erfahrungen…
Nee im Ernst: Von vielen Leuten habe ich schon gehört, dass dies selten eine gute Idee ist. Man hat vom Urlaub her noch das „gute Gefühl“ und kommt mit dieser Erwartungshaltung auf einem Reiterhof an und will sowas wiederholen. Klappt meistens nicht. Und ich möchte wetten, dass es sauschwer ist in Deutschland was vergleichbares zu finden.
Aber eigentlich denke ich an die Pferde. Für mich wäre ein Stall, welcher jeden Anfänger auf die Reise lässt, absolut tabu. Nicht umsonst dauert es ein wenig bis man in der Lage ist, der Bewegung eines Pferdes zu folgen, geschweige denn zu „Reiten“. Bis dahin stört man das Pferd. Und ob man dies einem Pferd über mehrere Stunden am Stück zumuten möchte… Für mich persönlich halte ich solche Ställe bzw. solche Ausritte auch für zu gefährlich. Die Pferde sind in der Regel gnadenlos abgestumpft, so dass es auch einem fortgeschrittenem Reiter schwer fällt, in irgendeiner Weise (und selten schön) einzuwirken. Dazu kommen Hobby-Cowboys, die es z.B. „cool“ finden, im gestreckten Galopp den Abhang hinunter zu peesen. Finde ich nicht lustig.
also, ich finde die Idee mit einem geführten Ausritt, auch für einen „blutigen Anfänger“ hervorragend!
Monroe, Du hast natürlich recht mit Deinen Bedenken, aber es gibt eine Alternative:
Raven, gugel mal unter „Islandpferdehof“ oder so, dort wirst Du gerade in Münchens Nähe einige finden.
Der Vorteil der Island-Pferde ist: sie sind absolut zuverlässig, nicht spinnert, und Du kannst sowohl den Könner als auch den Anfänger drauf setzen. Das Vorurteil mit den Ponys (Stockmass 135-142cm) seien nix für Erwachsene kannst Du vergessen; in Island reiten auch 190-Kerle mit 100 kg auf diesen Pferdchen…
Allerdings sollte man nicht „nur mal eben“ einen Ausritt machen, sondern sich ein WE Zeit lassen, damit man in die Kunst des Islandpferde-Reitens ein wenig eingeführt werden kann.
Mir persönlich bekannt: Lippert-Hof bei Weiden/Oberpfalz und Ödhof bei Landshut, beides sehr gut geführte Höfe.
Viel Erfolg und fall nicht runter
Gruß synapse
Der Vorteil der Island-Pferde ist: sie sind absolut
zuverlässig, nicht spinnert, und Du kannst sowohl den Könner
als auch den Anfänger drauf setzen.
Hallo,
sowas sollte man einem Reitanfänger nie nie nie erzählen, denn wenn dann was passiert, ist das Geschrei natürlich riesengroß. Wer keine Ahnung von Pferden und Reiterei hat, hört den Satz: Island Pferde sind absolut zuverlässig, nicht spinnert usw. und begibt sich evtl. zum nächsten Reitstall mit dem Gedanken im Kopf: es gibt perfekt funktionierende Pferde.
ein Pferd ist und bleibt ein Fluchttier - auch das liebste, bravste Exemplar kann sich erschrecken, durchgehen usw. Das sollte man - egal ob Anfänger oder fortgeschrittener Reiter - wenn man auf ein Pferd/Pony steigt, unbedingt im Hinterkopf behalten.
Das Vorurteil mit den
Ponys (Stockmass 135-142cm) seien nix für Erwachsene kannst Du
vergessen;
Diese Behauptung stimmt so auch nicht. Das kommt ganz auf das Pony an. Es gibt 142 cm Ponies, die sich mit 75 kg Reiter sehr schwer tun und es gibt 135 cm Ponies, die damit gar keine Probleme haben. Und das hat auch nichts damit zu tun, ob man ein kräftiges oder eher zierliches Pony vor sich hat, sondern vielmehr mit dem Rücken, den Gelenken und dem Körperbau des Tieres.
in Island reiten auch 190-Kerle mit 100 kg auf
diesen Pferdchen…
Ja, und diese Isländer nehmen dann auch in Kauf, dass ihre Ponies dann evtl. schon mit 11 oder 12 Jahren kaputtgeritten sind. (und das ist keine Behauptung von mir, sondern die Auskunft von Isändern aus meinem Freundeskreis)
vielen Dank für die Kommentare/Infos.
@ Synapse: diesen Ödhof bei Landshut werd’ ich mir mal näher ansehen, das klingt von der Lage her schon mal sehr gut. Die Alternative „Islandponies“ hört sich interessant an, da werd’ ich mal ein bißchen stöbern.
Was die Bedenken angeht, die kann ich gut nachvollziehen - muß gestehen, daß ich mir dazu keine großen Gedanken gemacht hatte. Der Ausritt im „John Wayne Country“ im Urlaub (siehe Foto in meiner ViKa, *grins*) hat mir halt riesigen Spaß gemacht, und als Laie hatte ich nicht das Gefühl, daß das Ganze für die Tiere nicht optimal sein könnte. Habe mich dort mit dem sehr erfahrenen Guide lang unterhalten, der mir sagte, er sei noch nie in einem Reitstall beschäftigt gewesen, wo die Tiere so gut behandelt wurden wie dort.
Auf jeden Fall nochmal vielen Dank für die Antworten!