ganztote Katze
Genau darum geht es ja: man beschreibt ein makroskopisches
Mittel mit den Formalismen der Quantenmechanik.
Ein ‚‚makroskopisches Mittel‘‘?
Du meinst die Mittelung eines makroskopischen Phänomens?
Oder Ein makroskopisches ‚‚Mitel zum Zweck‘‘?
Oder … ja was eigentlich?
Die Quantenmechanik gilt erst mal
für kleine Objekte, und wenn man das auf makroskopische
Objekte hochskaliert, verliert sie im wesentlichen ihre
ungewöhnlichen Eigenschaften.
Wer hat denn ‚‚hochskaliert‘‘ auf eine ‚halbtote Katze‘. Wie gesagt. Dann hinkt das Beispiel. Dann liegt das Beispiel mit dem Katzenkasten außerhalb seines Gültigkeitsbereiches.
Ein Beispiel innerhalb des Gültigkeitsbereiches wäre eines mit ‚verschmierten‘ Elektronen. Also kein anschauliches Beispiel. Es gibt also kein anschauliches Beispiel. Es handelt sich um eine unanschauliche Theorie.
Da helfen auch keine Katzenkästen.
Und natürlich kann sich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie
tot ist, dadruch ändern, dass wir neue Informationen über das
System gewinnen.
Dann sagen diese ‚neuen Informationen‘ etwas über die angetroffene Realität aus und machen jegliche vorherige wahrscheinlichkeits-bedingten Aussagen hinfällig.
Das ist klassische Beschreibung. Die Quantenmechanische kannst
du dir sicher auch leicht zusammenreimen.
Ich behaupte, daß die quntenmechanische Beschreibung Realität und Wahrscheinlichkeit zu einem (nämlich beobachtbaren Phänomen) zusammenfaßt. Unzulässig. Beweise mir das Gegenteil!
Aye. Da war ich auch ein wenig ungenau. Die Beschreibung, die
auf der Superposition von zwei oder mehr Wellenfunktionen
beruht, sagt nur etwas über die Wellenfunktionen aus. Die
Wahrscheinlichkeit ist eine (die gängigste) Interpretation
davon.
Also eine Interpretation einer Wahrscheinlichkeit? … Wieviel ‚‚Interpretation einer Wahrscheinlichkeit‘‘ verträgt ‚‚Realität‘‘?
Realität existiert per definitionem unabhängig von
Beobachtung, Messung, Überprüfung.
Das ist reine Philosophie, und hat mit Physik nichts mehr zu
tun.
Das ist genaue Wortwahl und liegt damit weit jenseits von ‚‚Interpretation von Wahrscheinlichkeit‘‘.
Für einen Physiker ist eine Information, an die er
erwiesenermaßen nicht herankommen kann, so wertlos, als ob sie
nicht existierte.
Wie verhält aich das mit dem unsichtbaren Teil des Universums, außerhalb unserer Weltlinie? … Ist das in den Berechnungen zur Gesamtmasse des Universums miteinbezogen? … Ist es in den Friedmann’schen Modellen berücksichtigt? … Ist die Änderung der Hubble-Konstanten außerhalb unserer Weltlinie schon extrapoliert?
Uns (also auch naturwissenschaftlich ‚exakten‘ Messungen und Beobachtungen), steht überhaupt nur ein Bruchteil der jetzigen Universumsausdehnung in unserem Sichthorizont zur Verfügung.
Du gestehst also zu, daß sämtliche Aussagen theoretischer Physik über das ‚‚ganze Universum‘‘ auf einem Bruchteil des Universums, nämlich dem sichtbaren Teil beruhen?
Tatsächlich kann man recht zeigen, dass es keine „verborgenen
Variablen“ gibt, also dass die Information, an die wir nicht
herankommen, auch nicht vorhanden ist.
Zeig mal! (werd’ wohl nicht folgen können, aber zeig 'mal, daß Du einen Beweis, daß verborgene Variablen auch nicht existieren, führen kannst)
In einer subatomar homogonen Welt würden wir (zumindest so)
nicht existieren.
Es ging um Realität außerhalb unseres Wahrnehmungsbereiches auch in subatomarer Welt. Von Isotropie und Homogenität auf subatomarer Ebene war nicht die Rede.
Nur von Grenzen des zu Messenden aufgrund unserer Abhängigkeit von Informationsübermittlern.
Was sich ‚dahinter‘ verbirgt (isotrop oder homogen oder völlig neuartig) habe ich nicht vorweggenommen.
Ansonsten: wieso sollte etwas lokal gelten, nur weil es global
gilt?
Ja, wieso eigentlich sollte die Unfähigkeit auf subatomarer Skala mangels eines geeigneten Informationsübermittlers (Licht ist ‚zu groß‘ und interferiert mit Observablen) … sollte diese Meßunfähigkeit dazu führen, daß Naturwissenschaftler annehmen, bislang als universell gültig erkannte Naturgesetze gelten auf solcher Skala nicht?
Nur weil wir uns wünschen, dass die Natur gewissen Symmetrien
haben soll, heisst das nicht, dass sie auch so ist.
Von Symmetrien war 'mal gar nicht die Rede.
Grüße,
Moritz
'k. Gruß zurück.
RoNeunzig
MOD: Vollzitat gekürzt.