Hallo, ich kaufe Ihr altes Auto

Hallo,

der eine oder ander wird sie kennen, diese Zettelchen, die man andauernd unter dem Scheibenwischer stecken hat wenn man ein älteres Auto fährt und auf einem größeren Parkplatz gestanden hat.

Mir stellt sich jetzt die Frage wie seriös oder dubios diese Leute sind.
Ich habe am Freitag schweren Herzens meinen Mitsubishi Galant von 1989 abgemeldet weil der Unterhalt zu teuer wird und ich keinen TÜV mehr habe. Um ihn zu erneuern müßte ich 500 EUR für Bremsscheiben, Beläge und andere Dinge investieren, demnächst wieder 300 EUR Steuern abdrücken - und das ist mir zu kostspielig.

Von der Substanz her ist der Wagen aber tiptop - kein Rost, originale 120.000 km (war halt ein Renternauto bevor ich ihn übernommen habe) und innen absolut gepflegt. Jammerschade, ein super erhaltenes Auto…

Bei Mobile.de stehen vergleichbare Autos für locker 1600 EUR aufgelistet, die Wichser vom Autoverwerter kamen mir allerdings letztens mit dem Spruch „Sei froh wenn Du 50 EUR dafür bekommst“. Letzteres ist nun wirklich eine Frechhheit aber mir stellt sich eben doch die Frage was ich für das Auto realistisch bekommen kann und was ich demnach als Preis nennen soll. Es nützt mir ja auch nichts wenn ich ihn für einen Preis anbiete, zu dem ich ihn niemals los werde weil die Marktpreise nun mal anders sind als die Zahlen in irgendwelchen Schwackelisten…

Wie kriege ich denn heraus was ich für das Auto realistisch erzielen kann?

Und kann man mit diesen etwas komisch wirkenden Exporttypen ins Geschäft kommen oder läßt man da besser generell die Finger weg? Welche Alternativen hätte ich um das Auto zu verkaufen?

Vielen Dank,

MecFleih

So wie ich das gehört habe, finden die Leute alle Möglichkeiten Probleme und Defekte, um dir das Auto zu einem lächerlich niedrigen Preis abzukaufen. Ich würde mich nicht darauf einlassen…

Moin,
kann ich so nicht bestätigen. Habe vor 2 oder 2,5 Jahren einen VW T4 mit rd. 130,000 km auf dem Tacho verkauft und ordentlich Geld (mehr als über Internetbörse oder Inzahlungnahme) verkauft.

Gruss,
Julia

Hallo,

der eine oder ander wird sie kennen, diese Zettelchen, die man
andauernd unter dem Scheibenwischer stecken hat wenn man ein
älteres Auto fährt und auf einem größeren Parkplatz gestanden
hat.

Tja, wer soll das schon sein? Dein Auto entschwindet entweder im wilden Osten oder in Afrika. Gegenden, in denen kein Hahn danach kräht, daß Deine Bremsscheiben mehr Randwulst als Restdicke haben.
Mir ist Afrika lieber, dann kommt einem die Karre nicht mehr auf deutschen Straßen in die Quere.
Entsprechend wird das „Angebot“ für Dein Auto auch auf Niveau der Barfußländer liegen. Was meinst Du, weshalb es in D ´solche Probleme gibt, gebrauchte Teile beim Verwerter zu kaufen? Alles weg in den Busch.

Mir stellt sich jetzt die Frage wie seriös oder dubios diese
Leute sind.

Mehr was für jemanden, der billig seinen Schrott loswerden will.

Ich habe am Freitag schweren Herzens meinen Mitsubishi Galant
von 1989 abgemeldet weil der Unterhalt zu teuer wird und ich
keinen TÜV mehr habe. Um ihn zu erneuern müßte ich 500 EUR für
Bremsscheiben, Beläge und andere Dinge investieren, demnächst
wieder 300 EUR Steuern abdrücken - und das ist mir zu
kostspielig.
Von der Substanz her ist der Wagen aber tiptop - kein Rost,
originale 120.000 km (war halt ein Renternauto bevor ich ihn
übernommen habe) und innen absolut gepflegt. Jammerschade, ein
super erhaltenes Auto…

Mag alles sein. Aber nichtsdestotrotz ist es gemessen an heutigen Autos ein spritfressender Dinosaurier mit unzeitgemäßen Abgaswerten. Hier bleibt eigentlich nur die Rechnung: Was kostet es mich, wenn ich ihn noch zwei Jahre durchbringe und dren Restwert runterfahre? Bezahlt ist das Fahrzeug, jeder Kilometer verbessert die Abschreibung. NB: Das ist der Grund, warum die Stromproduzenten lieber die älteren AKW weiterbetreiben wollen und die neueren schonen - in der Hoffnung auf eine weniger ideologisch vernagelte Energiepolitik in der Zukunft.

Willst Du das Auto loswerden, dann setz´ es lieber zu marktüblichen Preisen bei diversen Internetplattformen rein. So habe ich mein Mopped sehr vorteilhaft nach Norwegen verkauft.

Gruß
Bernd

Mir stellt sich jetzt die Frage wie seriös oder dubios diese
Leute sind.

Wenn sie bar zahlen, kann Dir das fast egal sein…

Es gibt aber eine aktuelle Betrugsmasche, bei der der „Käufer“ mit einem um ein paar 1.000€ zu hoch ausgestellten Scheck bezahlt, und ihm der Verkäufer den Differenzbetrag in bar dazugibt.

Nach ein paar Wochen stellt sich heraus, daß der Scheck doch nicht gedeckt war…
=> Auto weg & Geld weg.

Also aufpassen.

LG
Stuffi

Hi,

Es gibt aber eine aktuelle Betrugsmasche, bei der der „Käufer“
mit einem um ein paar 1.000€ zu hoch ausgestellten Scheck
bezahlt, und ihm der Verkäufer den Differenzbetrag in bar
dazugibt.
Nach ein paar Wochen stellt sich heraus, daß der Scheck doch
nicht gedeckt war…
=> Auto weg & Geld weg.

Oder der Trick mit der Anzahlung bzw der Bezahlung im Voraus.
Käufer kommt, bezahlt und sagt „Hol ich Morgen ab“. Paar Minuten vor dem Abholtermin kommt der „Cousin“, der den Wagen abholen soll, nimmt Auto und Papiere mit. Kaum ist der weg, kommt der Käufer und will Auto haben. Da das Auto weg ist, will er sein Geld wiederhaben.

Gruß
Sticky

Hi!

Sind vielfach Afrikaner, die das Teil nach Hause schicken. Läuft in der Regel problemlos. Zumindest in Graz kenn ich 3 Leute die ihr Auto aufgrund dieser Zettel verkauft haben.

Grüße
Dusan

Man sollte seine Karre halt nicht den erst besten verkaufen. Hab ein neues auto und habe mitlerweile ca. 10 verschiedene visitenkarten. Alle ruhig mal durchtelefonieren.

Hallo MecFleih,

wie schon geschrieben gibt es auch hier solche und solche.
Ich selbst habe schon Autos so zu korrekten Preisen verkauft.
Bei Deinem Mitsubishi sind die Chancen wohl auf dem herkömmlichen Weg schlecht, gerade im Bezug auf die anstehende Plakette für die Innenstädte. Aber bei einigen Plattformen ist das Inserieren kostenlos, also Versuch macht klug.
Es gibt Modelle die hierzulande keiner fahren will, die aber in bestimmten Ländern sehr gefragt sind.
Sofern sich also ein „Zettelhändler“ bereit erklärt einen vernünftigen Preis zu zahlen und einen regulären Kaufvertrag akzeptiert, warum nicht?

Gruss Jakob

Hallo,

Und kann man mit diesen etwas komisch wirkenden Exporttypen
ins Geschäft kommen oder läßt man da besser generell die
Finger weg? Welche Alternativen hätte ich um das Auto zu
verkaufen?

Die zahlen wenig, weil sie wissen, Du willst das Auto weghaben.

Sind aber unkompliziert: Fahren Dich wenn es sein muß zur Zulassung und nach Hause zurück.

Und: Du sparst Dir den Papierkram mit dem Verwertungsnachweis. Kommt mal das Ordnungsamt und fragt, wo das „vorübergehend stillgelegte“ Auto ist, sagst: Ich habe es einem Libanesen am Straßenrand per Handschlag verkauft. Kann niemand was wollen.

Habe das mehrmals schon so gemacht und nie fragte jemand nach. Hab allerdings auch „meinen Stammlibanesen“, den ich gut kenne.

U Aleikum Salam

dennis

Hallo,

Ging mir kuerzlich auch so, dass mir die Illusion genommen wurde, ein sehr gut gepflegtes Auto kriege man immer fuer einen guten Preis los. Bei mir waren trotz x Anzeigen und Wartezeit die „Exporteure“ ueberhaupt die einzigen, die sich gemeldet haben.

Ich wuerde neutral an die Sache rangehn. Mit einem gesunden Misstrauen kann dir nix passieren.

Gruss
Christoph

der eine oder ander wird sie kennen, diese Zettelchen, die man
andauernd unter dem Scheibenwischer stecken hat wenn man ein
älteres Auto fährt und auf einem größeren Parkplatz gestanden
hat.
Mir stellt sich jetzt die Frage wie seriös oder dubios diese
Leute sind.

Hallo MecFleih,
das ist ein Thema am 22.03.07, 20:15 Uhr auf MDR in „Ein Fall für Escher“. Da wollen die wohl ein paar Tests machen.
Grüße
Ulf