… Mitte August 2012 eine Noro-Virus-Infektion und war da auch 4 Tage im Krankenhaus.
Am 4 Tag wurde ich geheilt entlassen, da der Virus nicht mehr nachweisbar war. Ich hatte aber leicht erhöhte Temperatur, Schmerzen in den Lymphknoten unter den Achseln und leichte Übelkeit.
Seit dem habe ich nun eine anhaltende starke Schwäche Muskelschwäche in den Beinen und im Oberkörper - habe das Gefühl es sitzt mir einer im Nacken, so dass ich nur zu 10% belastbar bin. Kein Spaziergang, keine Aktivität ist mir möglich. Das Fieber ist seit 2 Wochen weg. Habe immer wieder Grummeln im Darm und leichte Übelkeit und Mißempfindungen eingeschlafene Arme in der Nacht, pelziges gefühl in den Füßen und Händen
Es wurde das Herz, die Schilddrüse, Magen-Darmtrakt Spiegelung, Stuhlproben untersucht. Ein normales großes Blutbild gemacht. Da nichts gefunde wurde werde ich jetzt in die Psychosomatische Ecke gestellt, was mir so garnicht gefällt.
Wer hat Ideen woher eine so starke körperliche Schwäche noch herkommen kann? Vielleicht habe ich mir im Krankenhaus einen seltenen Virus eingefangen? Das normale Spektrum - was immer das alles sein mag - an Viren wurde mehrfach im Stuhl untersucht. Kann es wirklich sein dass sich eine rein körperliche Depression daraus entwickelt hat?
ich kenne mich mit dem Noro-virus nicht besonders aus, dafür mit Depression um so mehr.
Eins ist sicher: Depression hat auch mit dem „Bauch“ und der Verdauung zu tun (Siehe = http://www.gesundheitswerkstatt.de)
Wer sich ein wenig mit der chinesischen Medizin aus kennt, weiß es auch.
Es ist also möglich, dass Du nach den Problemen mit dem Darm depressiv geworden bist, muss auch nicht eine tiefe Depression sein.
Erschöpfung ist auch ein Symptom der Depression, aber nicht nur, Erschöpfung steht oft mit der Leber in Verbindung (Siehe CFS im Internet).
Es ist natürlich schwer und vielleicht gar nicht nötig, das Körperliche von dem Seelischen zu unter-scheiden, was die Ärzte gerne tun möchten.
An Deiner Stelle würde ich einen guten Heilpraktiker suchen oder einen guten „echten“ chinesischen Arzt. Beide sind Verfechter der ganzheitlichen medizin.
Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Bei Bedarf könnte ich Dir einiges an Infomaterial zukommen lassen, ich bräuchte aber Deine Mail-Adresse.
Jacqueline (63 Jahre chronisch depressiv, zur Zeit fit)
Hallo Petra,
leider kann ich dir nicht fachlich weiterhelfen. Ich denke aber, dass der Virus in jedem Fall nachweisbar wäre. Übrigens, wenn deine Symptome als psychosomatisch eingeschätzt werden bedeutet das nicht, dass du nicht ernst genommen wirst, sondern nur, dass es leider keine einfache Pille dagegen gibt. D.h. du wirst eine Menge Kraft und Zeit brauchen, um die Ursache deiner Symptome zu finden. Ich wünsche dir alles Gute.
Tatjana Lausch
eine Depression kommt nicht von heute auf morgen und hat eine Vielzahl von Ursachen.
Neben Vererbung und schlechten frühkindlichen Erfahrungen sind große Belastungen im Alltag Ursachen für Depressionen. Die sammeln sich immer mehr an und „füllen allmählich ein Fass“. Wenn dieses Fass überläuft, kommt die Seele mit der negativen Belastung nicht mehr klar, man erkrankt an einer Depression.
Die zuletzt erlittene negative Belastung ist also der auslösende Faktor. Das kann durchaus eine Krankheit sein, die man selbst, oder auch ein anderer geliebter Mensch durchlitten hat, oder noch durchleidet. Das kann der Verlust eines lieben Menschen oder eines Haustieres sein, Stress oder Mobbing oder sonstige Erfahrungen, die einem selbst nicht gut tun.
Wenn dich die Noro-Erkrankung sehr negativ belastet hat oder irgend ein Umstand, der damit zusammenhängt, kann das durchaus das „Fass zum überlaufen“ gebracht haben.
LG Johnny
anhand der Infromationen, die du geschildert hast, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass sich daraus eine Depression entwickelt haben soll. Wenn die Symptome, die du geschildert hast, nicht so ausgeprägt wären, hätte ich gedacht, dass es eine normale nachträgliche Schwäche ist und der Körper sich zunächst einmal noch erholen muss.
Wenn du vorher keine Symptome einer Depression hattest, wie gesagt , halte ich es für nicht für nicht wahrscheinlich.
Es passiert häufiger, dass man psychische Ursachen vermutet, weil eine körperliche Ursache zunächst nicht zu finden ist. Lass dich dadurch bitte nicht verunsichern oder ängstigen.
Ich würde dir empfehlen: Nimm dir eine Auszeit- das muss jetzt sein- 2 Wochen in denen du dich schonst, evtl eine stärkende Teekur machst.Nicht arbeiten!
Danach wenn du dich etwas besser fühltst, fange langsam an, die Belastung ein wenig zu steigern.
Wenn du dich nach der Schonungszeit immernoch nicht besser fühlst gehe wieder zum Arzt. UND WENN ES ZUTRIFFT, dann erkläre ihm deutlich das du vor der Viruserkrankung keine psychosomatischen Beschwerden hattest…
Hallo Frau Fehrentz,
da medizinisch-körperliche Ursachen anscheinend nicht vorliegen, würde ich auf jeden Fall mir die Geschichte psychosomatisch anschauen. Wobei ich auch davon ausgehe, dass jede körperliche Manifestation zumindest eine psychische Entsprechung hat. Pychische Belastungen sind genauso normal und alltäglich wie körperliche und ich findes es daher immer wieder schade, dass Menschen sich dadurch in „die Ecke gestellt“ vorkommen.
Ich gehe erstmal davon aus, dass Ihre körperliche Erkrankung einen Prozess, ein persönliches Muster in Ihnen ausgelöst hat, welches depressiv geprägt ist.
Um genaueres zu sagen bräucht ich natürlich mehr Informationen.
Ich hoffe mit diesen kurzen Ausführungen hilfreich zu sein und stehe für weitere Nachfragen gerne zur Verfügung.
Gruß
Thomas Kühn
Hallo Petra,
das ist ja ganz schlimm für Dich.
Ich hatte als erstes auf Borreliose getippt - eine Krankheit, die ich selbst schon hatte und die damals erst sehr, sehr späte entdeckt wurde.
Vielleicht kannst Du mal nachfragen, ob Du bei dem großen Blutbild auf Borreliose getestet wurdest - normalerweise ist das nicht drin.
Beim Bluttest wird zwar nur ein „Titter“ - das sind Antikörper gegen diese Krankheit geprüft, aber das wäre schon ein wichtiger Hinweis.
Ich hoffe sehr, dass die Ärzte Dir helfen können.
Alles Gute
Marik
Liebe Petra,
eine Depression nach einer schwereren körperlichen Erkrankung ist möglich, hatten Sie denn schon früher eine Neigung zu Depressionen? Oder haben Blutsverwandte von Ihnen psychische Erkrankungen? Dann kann das Nervensystem besonders verletztlich sein und auf Belastungen stärker reagieren. Auch eine körperliche Erkrankung kann eine solche Belastung darstellen. Hinzu kommt, dass es - noch nicht ganz verstandene - Verbindungen zwischen dem Nervensystem und dem Immunsystem gibt. Das Immunsystem ist durch die Virusinfektion natürlich gefordert worden, so dass von dort eine Beeinflußung/Veränderung des Nervensystem ausgegangen sein kann.
Die Depression ist eine körperliche Erkrankung - bes. wenn sie nicht von psychologischen Faktoren ihren Ausgang nimmt. Deshalb macht auch eine Behandlung mit Medikamenten Sinn, damit die in Unordnung geratenen Botenstoffe im Gehirn (z.B. Serotonin) wieder normalisiert werden.
Wenn Sie nicht zu einem Psychiater gehen wollen, kann auch der Hausarzt ein Antidepressivum aufschreiben, zum Beispiel Sertralin 50mg oder Fluoxetin 20mg.
Gute Besserung wünscht
Dr. U
tut mir leid, aber aus medizinischer Sicht bin ich da überfragt. Allerdings kann ich von mir sagen, daß ich auch aus rein psychischen Gründen oft extremst erschöpft bin. Da hilft nur sehr in sich hinein hören, und beobachten, was einem gut tut und was einen besonders anstrengt. Und soweit möglich sich danach richten. Wenn man die Symptome längere Zeit ignoriert, können sie auch noch schlimmer werden. Vielleicht hast Du vor der Infektion längere Zeit unter starkem Stress gestanden? Dann wäre dies nun eine klare Botschaft Deines Körpers und Deiner Psyche mal eine Zeit lang kürzer zu treten.
Hallo,
eine konkrete Antwort kann ich hier nicht geben.
Ich habe ja selbst Depressionen und wenn ich dann noch ein anderes Leiden habe, wird das oft als psychisch abgetan. Das ist ganz normal.
Ich war letztes jahr im Sommer im Krankenhaus wegen Borreolose-Verdacht. Mein Muskel und Beine trugen mich nicht mehr und ich war sehr schwach.Man hat mich mit der Diagnos _Simultantin und depressiv entlassen. Ich war dann bei einem Mann, der die Krankheiten auspendelt.
Ergebnis, Keine Borriolose, aber ein anderer Erreger, der geanu dieselben Symptome hat. Ich bekam von ihm Tropfen und nach einer Woche war ich wieder gesund.
Ich würde dir empfehlen zu einem Heilpraktiker zu gehen.
Alles Gute und baldige Gesundheit
Anna, die gartlerin
hallo
ich kenne jemanden der fast gleiche Symptome nach Aufenthalt im UKE hatte, er kann nur noch am Roulator gehen. Die Ärzte tippen auf Nervenentzündung. Wo?
weiß keiner…
gruß
Lena
Hallo Petra,
entschuldige, dass ich dir erst heute antworte, aber mein PC war nicht in Ordnung.
Ich habe deine Leidensgeschichte aufmerksam gelesen und denke, allein die vielen Untersuchungen nach einer Diagnose für deine Beschwerden sind schon eine große Belastung, die der Körper verarbeiten muss.
Ebenso weiß man noch viel zu wenig, was diese Virus-Infektionen für Nachwirkungen im Körper hinterlassen.
Was m i r nicht gefällt, ist, dass du von einer psychosomatischen Ecke schreibst.
Ich bin bei meinen vielfältigen körperlichen Beschwerden am Schluss zu einem Psychiater gegangen, der hinter allen meinen Symptomen eine Depression vermutete. Er hat mir sehr geholfen.
Hin und wieder habe ich noch eine depressive Phase, die sich meist in körperlichen Beschwerden zeigt.
Ich wünsche dir baldige Klärung, viel Geduld und vor allen Dingen, dass deine Beschwerden nicht nur erträglich, sondern auch gebessert werden können.