… erfahren, dass das Blut meiner Eltern nicht zusammen passte. Durch die Geburt meiner älteren Schwester wurde meine Mutter infiziert und übertrug diese Infizierung auf meinen Bruder, der mit einer schweren Behinderung zur Welt kam, ich selbst hatte eine starke Gelbsucht und musste künstlich ernährt und geatmet werden 1961, Blut wurde ausgetauscht. Ich musste um mein Leben kämpfen. Wie konnte dies nur passieren?
Hallihallo!
Setze Dich mit einem Haematologen (einem Facharzt für Bluterkrankungen) zusammen. Der muß soetwas wissen. Du bekommst einen Überweisungsschein vom Hausarzt.
LG Silke
Hallo Twinpeaks,
es handelt sich um eine Blutgruppenunverträglichkeit (Rhesusinkompatibilität; also keine Infektion). Ich nehme an, daß demnach deine Mutter eine Blutgruppe mit negativem Rhesusfaktor und Euer Vater eine mit positivem Rhesusfaktor (wie auch ihr Kinder) hat. Bei der Geburt deiner Schwester hat eine Sensibilisierung stattgefunden, das heißt, der Körper deiner Mutter hat nach Blutkontakt unter der Geburt einige Antikörper gegen rhesuspositives Blut entwickelt. Bei der nächsten Schwangerschaft mit deinem Bruder kam es zu einer verstärkten Reaktion (ähnlich einer Allergie könnte man sagen), ebenso auch bei dir. Die Antikörper deiner Mutter haben also euer Blut bekämpft. Somit kam es zu den schwerwiegenden Komplikationen, die du schilderst.
Inzwischen kennt man das Problem und so erhält jede Schwangere mit einer Blutgruppe mit negativem Rhesusfaktor eine Prophylaxe schon während der Schwangerschaft und nochmals kurz nach der Geburt, wenn sie ein rhesuspositives Kind geboren hat. Zum Zeitpunkt deiner Geburt war dies leider noch nicht bekannt.
Alles Gute!
Hebi Petra
Hallo Karbolmaeuschen,
danke für den Tipp.
l. G. Twinpeaks
Hallo Hebi Petra,
super, danke! Du kennst Dich ja richtig gut aus.
Wie gut, dass die Medizin heute schon so weit fortgeschritten ist.
l. Gr. Twinpeaks
Hallo,
ich glaube, da kann ich Dir nicht helfen. Ich weiß nur, dass manchmal die Antikörper der Mutter das Baby bekämpfen - es sei denn in der Schwangerschaft wird ein Medikament gegeben und bei der Geburt besondere Vorsicht walten gelassen.
Wahrscheinlich war das damals noch kein Thema.
Gruß
Nene