Mein Schwiegersohn hatte vor 2 Wochen einen Arbeitsunfall.
Ein 14 tonner Gefährt hat seinen Fuß überfahren.
Der Fuß ist seit ein paar Tagen ab und er ist ziemlich verzweifelt, wie es nach der Heilung und mit Prothese weitergehen kann. Was kann er noch, was kann er nicht mehr.Wird er noch Auto fahren können?
Das sind seine Ängste.
Ich würde für ihn gerne jemand finden, der ähnliches erfahren hat und ihm sagen könnte, was er beachten muß, wenn die Prothese ansteht, ect.
Wer hat in dieser Richtung Erfahrung und würde sich mit uns in Verbindung setzen.
Mein Schwiegersohn wohnt in der näheren Umgebung von Dortmund.Ein persönliches Gespräch, wäre natürlich ganz toll.
Ich würde mich sehr freuen, wenn uns jemand helfen könnte.
Waltraud
Hallo,
Tut mir echt leid, was passiert ist. Ich selbst habe viele Menschen gesehen, die nach Unfällen viel „verloren“ haben. Meistens kann man damit leben (lernen).
Um genaueres sagen zu können, sollte man mehr wissen, was genau defekt ist.
Vermutlich…wird er sehr sehr sehr wahrscheinlich wieder Auto fahren können. Er wird, wenn er den Schock überwunden hat, und die inneren Wunden des Psyche verheilt sind, wieder ein normales Leben führen können.
Am Anfang wird es sicher dauern, bis er alles soweit hat, dass es passt. Eine harte und qualvolle Zeit. Gerade am Anfang kann das dauern, bist sich alles eingespielt hat und alles passt… Das wichtigste ist, dass er all seine Fragen klärt, er soll nicht grübeln…
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neuartige-Fus…
Es gibt für viele Gelegenheiten sogar eine spezielle Prothesenform, so dass er nahezu wenig eingeschränkt vieles machen kann.
Da es ein Arbeitsunfall war, sollte er alle Wege nutzen um sich das Ideale zu holen. Dazu bedarf es zwar etwas Hartnäckigkeit, aber die sollte man haben. Nicht dass man der entsprechenden Berufsgenossenschaft misstrauen sollte, aber man sollte alles überprüfen, was man freiwillig angeboten bekommt, ob es so passt…
Wie gesagt, als erstes sollte er den Schock überwinden, die Tatsachen so akzeptieren lernen und dann wird der Rest sich geben.
Liebe Grüsse
Anja
Hi Waltraud,
Erstmal auch von mir eine Portion Mitgefühl. Wie schon beschrieben, darf man sich heutige Prothesen nicht so vorstellen, wie die, die unsere Väter und Großväter nach dem Krieg verpasst bekamen. Da geht heute schon sehr viel mehr als damals.
Was andere Betroffene betrifft: Er kommt doch sicher auf Reha(bilitation). Dort wird er ausreichend Leute treffen, die die gleichen oder sehr ähnliche Probleme haben. Eine weitere Quelle sind Selbsthilfegruppen. Einfach danach googeln. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es auch Internetforen speziell für Amputierte gibt, auch wenn ich keine kenne.
Autofahren wird er auf jeden Fall noch können: Schlimmstenfalls mit Automatik und/oder Handgangschaltung. Schließlich können das selbst Querschnittsgelähmte, die ihre Füße gar nicht mehr benutzen können.
Ich bin sicher, die Verzweiflung wird sich legen. Ja, es wird ein anderes Leben werden, aber das Leben ist noch lange nicht vorbei.
Jetzt einmal möglichst gut bei der Reha mitarbeiten, das ist die halbe Miete. Wie viel er in Zukunft können oder nicht können wird, hängt sehr stark auch von ihm selber ab und wie gut er mit Ärzten, Physiotherapeuten usw. kooperiert.
Alles Gute!
Livia