Hallo zusammen,
sind die Hallsensor-Ausgangspannungen bei BLDC-Motoren Binär- oder Analogspannungen? Hintergrund: Wenn es Analogspannungen wären, könnte man sie zur genaueren Positionsbestimmung verwenden (natürlich nicht so gut wie Encoder). Es geht speziell um einen Faulhaber BLDC-Motor.
sind die Hallsensor-Ausgangspannungen bei BLDC-Motoren Binär-
oder Analogspannungen?
das sind normal nur Binärsignale.
Die werden ja nur zum Schalten benutzt.
Hintergrund: Wenn es Analogspannungen
wären, könnte man sie zur genaueren Positionsbestimmung
verwenden (natürlich nicht so gut wie Encoder). Es geht
speziell um einen Faulhaber BLDC-Motor.
Hat der Motor kein Getriebe?
Da kann man anhand der Übersetzng doch schon eine recht hohe Auflösung
an der Abgangswelle bekommen.
Gruß Uwi
zunächst ist es eh’ nur eine rein informative Frage. Aber eine Referenzapplikation gäbe es. Dort werden mit Encoder ca. 200000 (1/5 Million) Schritte pro Sekunde erzeugt und gebraucht(!) - da hilft ein Getriebe (das es natürlich auch gibt) nichts. Mit den „digitalen“ Hallsensoren müsste man auf 6 Schritte pro Umdrehung kommen, das macht bei (realistischen) 200 U/s gerade mal 1200 Schritte pro Sekunde. Der Encoder in der Referenzapplikation liefert dementsprechend 1000 Schritte/U. Mit Interpolation von Hallsensorsignalen wäre das vielleicht auch zu erreichen, wenn auch ggf. mit deutlicher Nichtlinearität, aber das wäre sogar akzeptabel.
Wenn man die Getriebeüberstzung mit einbeziehen kann, bräuchtest du
direkt am Motor ja nur einen eher niedrig auflösenden Encoder`zum
kleinen Preis. Das wäre evtl. eine alternative Lösung?
Ich nutze so was für relativ billige Anwendung. Da ist für ca.10€ ein
primitiver Hallgeber direkt hinten am Motor dran, der mir aber auch
nur 2 Impulse pro Umdrehung gibt. Mit der Getriebeübersetzung reicht
mir das allemal.
Da aber bei hoher Auflösung das Getriebespiel sicher gar nicht mehr
vernachlässigbar ist, bleibt diese Überlegung wohl fruchtlos, oder?
Gruß Uwi
zunächst ist es eh’ nur eine rein informative Frage. Aber eine
Referenzapplikation gäbe es. Dort werden mit Encoder ca.
200000 (1/5 Million) Schritte pro Sekunde erzeugt und
gebraucht(!) - da hilft ein Getriebe (das es natürlich auch
gibt) nichts. Mit den „digitalen“ Hallsensoren müsste man auf
6 Schritte pro Umdrehung kommen, das macht bei (realistischen)
200 U/s gerade mal 1200 Schritte pro Sekunde. Der Encoder in
der Referenzapplikation liefert dementsprechend 1000
Schritte/U. Mit Interpolation von Hallsensorsignalen wäre das
vielleicht auch zu erreichen, wenn auch ggf. mit deutlicher
Nichtlinearität, aber das wäre sogar akzeptabel.
„Anforderungen“ ist zu viel gesagt. Eher Überlegungen mit ungefähren Zielen. „Ich will doch nur spielen…“
Wenn man die Getriebeüberstzung mit einbeziehen kann, bräuchtest du
direkt am Motor ja nur einen eher niedrig auflösenden
Encoder`zum kleinen Preis. Das wäre evtl. eine alternative Lösung?
Jein… die 1000 Schritte pro Motorumdrehung sind schon die geringe Auflösung zum kleinen Preis. An der Abtriebsachse ist die Auflösung entsprechend der Getriebeuntersetzung höher und die Drehzahl niedriger.
Wie gesagt: Das Ziel sind ca. 200000 Schritte pro Sekunde, nicht pro Umdrehung! Das hat mit einem Getriebe nichts mehr zu tun, es sind sowohl vor als auch hinter dem Getriebe 200000 Schritte pro Sekunde.
Mit der Getriebeübersetzung reicht mir das allemal.
Du brauchst nur eine Auflösung von „vielen“ Schritten pro Umdrehung, dabei darf sich deine Abtriebsachse dementsprechend ziemlich langsam drehen. Bei 2 Schritten pro Umdrehung am Motor müsste sich der Motor bei meinem Ziel schon mit 100000 Umdrehungen pro Sekunde = 6 Millionen Umdrehungen pro Minute(!) drehen.
Da aber bei hoher Auflösung das Getriebespiel sicher gar nicht
mehr vernachlässigbar ist, bleibt diese Überlegung wohl fruchtlos,
oder?
Ein vorgespanntes Getriebe wird natürlich gebraucht und es gibt eine Abweichung in der Größenordnung von mehreren Schritten zwischen tatsächlicher Abtriebsachsenstellung und Encoderwert. Aber der „Flaschenhals“ ist sinnvollerweise dort hinzulegen, wo eine weitere Verbesserung am teuersten ist, und das ist das Getriebe.