halogenglühbirne

Guten Tag,
ich habe mal gehört, dass Halogenglühbirnen UV-Strahlung ausstrahlen und diese gefährlich sind.
Muss man vor einer Halogenglühbrine eine Schutzschicht haben? Wenn ja, aus welchem Material oder ist kein Schutz notwendig?

Mit freundlichen Grüßen
Norman

Hallo!

ich habe mal gehört, dass Halogenglühbirnen UV-Strahlung
ausstrahlen und diese gefährlich sind.
Muss man vor einer Halogenglühbrine eine Schutzschicht haben?
Wenn ja, aus welchem Material oder ist kein Schutz notwendig?

Da das Glas von Halogenbirnen kein Fensterglas ist, kommt ein hoher Anteil UV durch - soweit richtig.
Halogenbirnen sollten daher immer hinter „normalen“ Glas verbaut werden (ist heutzutage eigentlich auch so) und man sollte nicht zu nahe rankommen (also 50 cm dei einem 500W Strahler würde ich trotz Glas meiden, nur als Beispiel).
Mehr findest du sicher bei wikipedia.

Cu Rene

Hallo Norman,
das galt früher und gilt heute z.T. noch für billige Importware.
Geregelt wird der UV-Anteil in der IEC 60598.
Moderne Lampen verfügen über Kolben aus UV.Stop Quarzglas und emittieren nur noch marginal UV-Strahlung.
Hierüber gibt es Listen, die den sogennanten damage-factor definieren.
Der wir allerdings in der Regel nur herangezogen um Schäden durch UV-Strahlung an beleuchteten Objekten über einen längeren Zeitraum hinweg zu verhindern. Diese Liste beschreibt, bei welchem Leuchtmittel in welchem Abstand über welchen Zeitraum Schädigungen zu erwarten sind.
Also Ruhig Blut, auch eine Leuchtstofflampe strahlt UV ab. Aber du musst Dich selbst bei einer Entladungslampe schon in sehr geringem Abstand sehr sehr lange aufhalten um geschädigt zu werden.
Gruss Sebastian

Hi Rene,

Da das Glas von Halogenbirnen kein Fensterglas ist, kommt ein
hoher Anteil UV durch - soweit richtig.

Falsch. Eben weil es kein Fensterglas ist sondern UV-Stop Glas.
Aber auch hinter Fensterglas bekommst Du keinen Sonnenbrand :wink:

Halogenbirnen sollten daher immer hinter „normalen“ Glas
verbaut werden (ist heutzutage eigentlich auch so)

Das dient aber in erster Linie als Splitterschutz.
Entladungslampen fallen u.a. in zwei Kategorien. Normal oder protected.
Protected-Lampen haben einen internen Berstschutz über dem Brenner und dürfen somit auch in offenen Leuchten betrieben werden.

und man
sollte nicht zu nahe rankommen (also 50 cm dei einem 500W
Strahler würde ich trotz Glas meiden, nur als Beispiel).
Mehr findest du sicher bei wikipedia.

Oder hier: http://www.osram.ch/produkte/allgemein/iec598.html

Da sollte man aus Brandschutzgründen schon mindestens 80-100cm einhalten. Das ist auf den Leuchten auch so angegeben.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,

Da das Glas von Halogenbirnen kein Fensterglas ist, kommt ein
hoher Anteil UV durch - soweit richtig.

Falsch. Eben weil es kein Fensterglas ist sondern UV-Stop
Glas.

??? Von welchen Konstruktionen redest du da ???

Wegen der höheren Temperaturen, und ein paar anderen Gründen, wird für den Glaskörper direkt um den Wendel Quarzglas verwendet, welches eine sehr gute Durchlässigkeit für UV hat.
Nur Leuchtmittel, welche dann in einen Reflektor eingebaut sind haben dann eine UV-Sperre eigebaut. Ich kenne auch Halogenlampen für 230V mit E27 Sockel, welche einen zusätzlichen Glaskolben haben. Das normale Glas dient als UV-Sperre und als Berstschutz.
Überall, wo eine „nackte“ Halogenlampe eingebaut wird, muss die Leuchte einen Berstschutz haben, welcher gleichzeitig auch als UV-Dämpfung funktioniert.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

??? Von welchen Konstruktionen redest du da ???

Von denen heutigen Standards.
Wenn Du es nicht glaubst, lies es nach:
http://www.osram.ch/produkte/allgemein/iec598.html

Wegen der höheren Temperaturen, und ein paar anderen Gründen,
wird für den Glaskörper direkt um den Wendel Quarzglas
verwendet, welches eine sehr gute Durchlässigkeit für UV hat.

Eben nicht.

Nur Leuchtmittel, welche dann in einen Reflektor eingebaut
sind haben dann eine UV-Sperre eigebaut.

Nein. Auch Stiftsockellampen verfügen von Haus aus über eine UV-Reduzierung. Hier dient das Glas teilweise als Berstschutz für Lampen ohen Niederdrucktechnik oder aber als Schutz vor Verbrennungen und nicht zuletzt als Schutz davor die Lampe nicht mit blossen Fingern anzufassen. Das hierbei verwendete Glas ist kein UV-Schutzglas.
UV-Sperrfiltergläser sind mächtig teurer und werden nur bei diversen Leuchten für Entladungslampen verwendet.

Ich kenne auch
Halogenlampen für 230V mit E27 Sockel, welche einen
zusätzlichen Glaskolben haben. Das normale Glas dient als
UV-Sperre und als Berstschutz.

Double-Envelope Halogenlampen. Single-Envelope gibts kaum noch, richtig. Aber das normale Glas dient nur als Berstschutz, da alle modernen Lampen eben über UV-Stop-Glas verfügen.
Wenn Du mir auch dies nicht glaubst, ich habe die Liste mit dem df (damage-factor) für diverse Leuchtmittel von Philips im Büro.
Fein säuberlich sortiert nach blossem Leuchtmittel, Leuchte mit Berstschutzglas und Leuchte mit zusätzlichem UV-Sperrfilter-Glas.
Ich faxe Dir das gerne zu. Glaub mir, ich habe regelmässig damit zu tun. Wir planen Beleuchtungsanlagen und ich habe auch oft mit Reklamationen wegen Ausbleichung der Ware zu tun.
Letztlich wurden die Waren immer über einen zu langen Zeitraum in zu geringem Abstand beleuchtet.

Überall, wo eine „nackte“ Halogenlampe eingebaut wird, muss
die Leuchte einen Berstschutz haben, welcher gleichzeitig auch
als UV-Dämpfung funktioniert.

Nein. Bei dem Glas für den Berstschutz handelt es sich nicht um UV-Stop-Glas. Das wäre viel zu teuer.
Nach Deiner Theorie wären die überall beliebten „Sternenhimmel“, bei denen „nackte“ Stiftsockellampen eingesetzt werden überhaupt nicht zulässig. Durch Niederdrucktechnik ist aber der Berstschutz nicht mehr notwendig.

Gruss Sebastian

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