In der Anleitung steht, dass der Trafo immer eine bestimmte Mindestauslastung haben muß. Es muß also immer mindestens eine Lampe gehen. Die erste dieser 3 Unterbaulampen hat einen Schalter auf der Sekundärseite. Damit sind alle Lampen aus und der Trafo doch im Leerlauf. Darf das doch sein oder haben da mehrere Leute entwickelt ohne sich abzusprechen?
Was passiert bei zu geringer Auslastung?
Hallo Stephan,
das mit der Mindestauslastung gilt nur für konventionelle Trafos.
Bei elektronischen ist es (fast) wurscht. Normalerweise sollte auf dem Trafo eine Angabe wie z.B. 20-70W stehen. In dem Fall sollte man keine kleinere Last als 20W anschliessen. Man unterscheidet zwischen der Mindestauslastung bei den Trafos wie folgt:
Elektronischer Trafo: Die kleinere Angabe in W sollte beim Betrieb nicht unterschritten werden. Das heisst, bei z.B. 20-70W sollte man keine Leuchte mit einem 10W Stiftsockel betreiben.
Konventioneller Trafo: Die Angabe in VA sollte nicht unterschritten werden. Wenn Du z.B. einen konventionellen Trafo mit 105VA hast und daran 3 Lampen á 35W betreibst ist es ok. Betreibst Du nun aber 3 Lampen à 20W an diesem Trafo, werden diese 3 Lampen deutlich früher ausfallen. Entsprechend würde dies bedeuten, wenn eine von den 3 35W Lampen ausfällt, beträgt die Auslastung auch wieder deutlich unter 105VA mit dem gleichen Ergebnis.
Gruss Sebastian
das mit der Mindestauslastung gilt nur für konventionelle
Trafos.
NEIN!!! Genau umgekehrt! Es geht hier nicht um den Schutz der Lampen (leider), sondern um den Trafo!!!
Einem konventionellen Trafo mit Eisenkern und dicken Kupferwicklungen ist es völlig wurscht, ob er im Leerlauf oder unter Volllast läuft!
Gut, die Spannung (wenn er relativ spannungsweich ist) steigt bei kleiner Last etwas an und die Lampen brennen schneller durch.
Aber der elektronische „Trafo“ braucht eine Mindestlast , um die Ausgangsspannung überhaupt halten zu können, d.h.: hat er keinen internen Schutz dagegen, springt die Augangsspannung ohne Last (theoretisch) ins Unendliche, und damit ist er hin!!
Darum steht dasselbe auch auf PC-Netzteilen, denn nichts anderes hängt unter deiner Zimmerdecke!
Moderne elektronische Trafos sollten dagegen geschützt sein, aber je nach Modell machst du wirklich den Trafo (sofort!) kaputt damit!
Da der elektronische „Trafo“ kein Trafo im eigentlichen Sinne ist (darum die " "), sondern eine komplexe elektrinische Schaltung, regelt er die Ausgangsspannung, daher bleibt die Spannung von min. Last bis max. Last gleich!
Hallo Markus,
habe ich mich denn so unglücklich ausgedrückt?
Genau das meinte ich doch. Bei den elektronischen darf zum Schutz des Trafos die angegebene Mindeslast nicht unterschritten werden. Bei konventionellen sollte aufgrund der auftretenden Überspannung und dadurch resultierenden Lebensdauerverkürzung der Lampen die Nennleistung nicht unterschritten werden.
Ich wollte lediglich versuchen, den Unterschied zwischen Nennlast und Mindestlast zu differenzieren.
Gruss Sebastian
jetzt wohl klar…
Hi!
Naja, scheinbar ‚etwas‘ ungenau ausgedrückt, weil selbst ich es wohl falsch verstanden habe…
Aber jetzt sollte mit unseren zwei Antworten wohl alles klar ausgedrückt sein…
Markus
auftretenden Überspannung und dadurch resultierenden
Lebensdauerverkürzung der Lampen die Nennleistung nicht
unterschritten werden.
Auch das ist so nicht richtig.
Wenn Du einen 150 VA-Trafo immer mit 150 VA betreibst, geht er in der Wahrscheinlichkeit schneller kaputt, als wenn er z.B. nur mit 105 VA betrieben wird.
Die Überspannung ist - wie schon gesagt - nur bei relativ spannungsweichen Trafos so gross, daß Leuchtmittel deutlicher Lebensdauerverkürzung unterliegen. Natürlich macht es keinen Sinn, an 150 VA gerade mal 60 VA zu betreiben (als Beispiel), aber es ist besser, konventionelle Trafos NICHT mit ihrer Maximallast dauerhaft zu betreiben, lieber etwas weniger.
Oder bessere Leuchtmittel verwenden , keine ausm Baumarkt…
Nanü ?
Hi Knopfy,
da wir scheinbar aus der gleichen Branche kommen, wundert mich Dein Posting etwas. Aus der Erfahrung heraus weiß ich, das die Lebensdauer der Lampen bei einer geringeren Auslastung als der angegebenen Nennlast bei konventionellen Trafos deutlich geringer ist. Darum bewegt sich die Nennlast ja auch in dem Bereich der meistverwendeten Lampen (150VA für 3x50W, 60VA für 3x20W). Würde ich einen 150er Trafo mit nur 3x35W betreiben, bräuchte ich keinen 150er. Da unsere Firma sehr viel im Bereich Shopbeleuchtung tätig ist, höre ich dies immer wieder von unseren Kunden, fällt eine Lampe aus, kann man fast zusehen wie die restlichen Lampen sterben. Allein eine Überschreitung der Nennspannung von 5% bewirkt eine Lebensdauerverkürzung um 50%. D.h. bei 13V reduziert sich die mittlere Lebensdauer von einem Osram Kaltlichtspiegel auf nur noch ca. 1300 Stunden. Dies erst recht, da die Primärspannung ja meist schon bei 235-240V liegt. Diese Lebensdauer ist verdammt kurz und für die Shop-Beleuchtung absolut indiskutabel. Zugegeben, konventionelle Trafos werden bei uns zum Ladenhüter.
By the way, bist Du Freiberuflich tätig oder arbeitest Du gar für die Konkurrenz?
Gruss Sebastian
bischen Konfusion
Hallo,
in den unten stehneden Antworten geht’s ja bischen
durcheinander
Nun nochmal sortiert:
Beim normalen klassischen Trafos steigt die Leerlaufspannung
mit Verringerung der Last an. Das hat evtl. zur Folge, daß
die Lampen vorzeitug wegen Überspannung sterben.
Bei den elektronischen Halogentrafos ist das meist genau so.
Es sind Schaltnetzteile billigster Bauart. Ordentliche (teurere)
Schaltnetzteile haben eine stabilisierte Ausgangsspannung, die
zwischen Leerlauf und Vollast konstant bleibt. Das ist aber
eben nicht so bei diesen billigen elektronischen Halogentrafos.
Die brauchen ein Mindestlast, damit die Ausgangsspannung im
angegebenen Nennbereich für die Lampen liegt.
Übertrieben halte ich die Meinung, daß solche elektr. Trafos
im Leerlauf gleich kaputt gehen. Dann müßte man ja jedes mal,
wenn die Lampe kaputt geht den Trafo mit wechseln. Der Leerlauf
an sich sollte also zumindest kurzfristig nicht zu Schäden führen.
Es wird wahrscheinlich aber so sein, daß bei Leerlauf am Trafo-
ausgang eine erheblich überhöhte Spannung auftritt. Eine zu
kleine Last (Lampe) wird also schnell sterben.
Es kann aber auch sein, daß der elektron. Trafo ohne Last nicht
arbeitet (schwingt nicht an). Dann liegt also gar keine Spannung
am Ausgang an.
Bleibt die Frage, warum nur Sekundärseitig abgeschaltet wird?
Das ist Energieverschwendung, weil der Trafo wohl immer noch
Energie verbraucht. Sowas kommt bei Billigprodukten leider
häufig vor, weil ein richtiger Netzschalter incl. der
entsprechenden Verdahtung teurer kommt, als ein billiger
Schalter für die Ausgangsspannung (Schutzkleinspannung).
Ich empfehle deshalb vor den Trafo einen geeigneten Schalter
(Lichtschalter / Schnurschalter) zu setzen.
Gruß Uwi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich wollte ein Licht mit Türschalter bauen. Damit ist dann bei geschloßener Tür Primär getrennt. Manchmal ist es aber praktisch die Tür offen zu haben, aber kein Licht. Ich kann den Schalter auch auf die primärseite umbauen, der ist bis 230V geeignet.
Hallo,
in den unten stehneden Antworten geht’s ja bischen
durcheinander
Nun nochmal sortiert:
Beim normalen klassischen Trafos steigt die Leerlaufspannung
mit Verringerung der Last an. Das hat evtl. zur Folge, daß
die Lampen vorzeitug wegen Überspannung sterben.
Bei den elektronischen Halogentrafos ist das meist genau so.
Es sind Schaltnetzteile billigster Bauart. Ordentliche
(teurere)
Schaltnetzteile haben eine stabilisierte Ausgangsspannung, die
zwischen Leerlauf und Vollast konstant bleibt. Das ist aber
eben nicht so bei diesen billigen elektronischen
Halogentrafos.
Die brauchen ein Mindestlast, damit die Ausgangsspannung im
angegebenen Nennbereich für die Lampen liegt.
Übertrieben halte ich die Meinung, daß solche elektr. Trafos
im Leerlauf gleich kaputt gehen. Dann müßte man ja jedes mal,
wenn die Lampe kaputt geht den Trafo mit wechseln. Der
Leerlauf
an sich sollte also zumindest kurzfristig nicht zu Schäden
führen.
Es wird wahrscheinlich aber so sein, daß bei Leerlauf am
Trafo-
ausgang eine erheblich überhöhte Spannung auftritt. Eine zu
kleine Last (Lampe) wird also schnell sterben.
Es kann aber auch sein, daß der elektron. Trafo ohne Last
nicht
arbeitet (schwingt nicht an). Dann liegt also gar keine
Spannung
am Ausgang an.
Bleibt die Frage, warum nur Sekundärseitig abgeschaltet wird?
Das ist Energieverschwendung, weil der Trafo wohl immer noch
Energie verbraucht. Sowas kommt bei Billigprodukten leider
häufig vor, weil ein richtiger Netzschalter incl. der
entsprechenden Verdahtung teurer kommt, als ein billiger
Schalter für die Ausgangsspannung (Schutzkleinspannung).
Ich empfehle deshalb vor den Trafo einen geeigneten Schalter
(Lichtschalter / Schnurschalter) zu setzen.
Gruß Uwi
in den unten stehneden Antworten geht’s ja bischen
durcheinander
Liegt wahrscheinlich daran, das ich nicht besonders gut erklären kann
Nun nochmal sortiert:
Beim normalen klassischen Trafos steigt die Leerlaufspannung
mit Verringerung der Last an. Das hat evtl. zur Folge, daß
die Lampen vorzeitug wegen Überspannung sterben.
Jepp, das trifft auch auf meine Erfahrungen zu.
Bei den elektronischen Halogentrafos ist das meist genau so.
Es sind Schaltnetzteile billigster Bauart. Ordentliche
(teurere)
Schaltnetzteile haben eine stabilisierte Ausgangsspannung, die
zwischen Leerlauf und Vollast konstant bleibt. Das ist aber
eben nicht so bei diesen billigen elektronischen
Halogentrafos.
Die brauchen ein Mindestlast, damit die Ausgangsspannung im
angegebenen Nennbereich für die Lampen liegt.
Daher steht auf den elektronischen auch die Bereichsangabe in W drauf (z.B. beim Osram HTM70: 20-70W). Obwohl, der ist allerdings auch nicht gerade billig.
Übertrieben halte ich die Meinung, daß solche elektr. Trafos
im Leerlauf gleich kaputt gehen. Dann müßte man ja jedes mal,
wenn die Lampe kaputt geht den Trafo mit wechseln. Der
Leerlauf
an sich sollte also zumindest kurzfristig nicht zu Schäden
führen.
Nein, das tut er auch nicht. Im beschriebenen Bereich wird für jedes Downlight ein einzelner elektronischer 60VA eingesetzt. Und zwar aus dem Grund, das wenig der nicht unproblematischen NV-Leitungen verlegt werden müssen und die Trafos kaum noch größer als eine Streichholzschachtel sind und damit durch den Deckenausschnitt des Downlights passen.
Konventionelle Trafos sind bis auf wenige Einsatzgebiete (Lampen im Bereich von mehr als 150W) kaum noch anzutreffen. Wir verkaufen die eigentlich nur noch für den Schwimmbadbereich.
Gruss Sebastian