Haloperidol und spastische Lähmung?

Hallo,

Um gleich zur Sache zu kommen: Ein Bekannter von mir ist Spastiker. Er nimmt eine Menge Psychopharmaka, unter anderem auch Haloperidol. Ich bin gerade eben auf http://www.pro-bordi.de/html/haloperidol.html auf folgende Zeile gestoßen: „Bei bereits vorbekanntem Krampfleiden erhöht die Einnahme von Haloperidol die Krampfbereitschaft.“

(An sich habe ich keine Bedenken, dass der Arzt bei der Medikation ungenau war.)

Einfach mal so aus Interesse sei gefragt: Gilt das auch für spastische Lähmungen und ist daher von Haloperidol in diesem Fall grundsätzlich abzuraten? Und wenn ja, kann dieser Nebeneffekt durch andere Medikamente aufgehoben werden?

Danke schon mal,
Lukas

Hallo,

Um gleich zur Sache zu kommen: Ein Bekannter von mir ist
Spastiker. Er nimmt eine Menge Psychopharmaka, unter anderem
auch Haloperidol. Ich bin gerade eben auf
http://www.pro-bordi.de/html/haloperidol.html auf folgende
Zeile gestoßen: „Bei bereits vorbekanntem Krampfleiden erhöht
die Einnahme von Haloperidol die Krampfbereitschaft.“

Einfach mal so aus Interesse sei gefragt: Gilt das auch für
spastische Lähmungen und ist daher von Haloperidol in diesem
Fall grundsätzlich abzuraten? Und wenn ja, kann dieser
Nebeneffekt durch andere Medikamente aufgehoben werden?

Hallo zurück,

bei der Nebenwirkung ist die senkung der Krampfbereitschaft bei einer Epilepsie gemeint. d.h.die Epileptiker bekommen schneller einen Krampfanfall!!
zudem kann das Medikament Parkinson ähnliche Symptome hervorrufen.
Dadurch kann u.a. auch der Muskeltonus erheblich negativ beeinflusst werden (hyperton= zu viel, dyston = fehlerhaft), somit kann haloperidol sich negativ bei Patienten auswirken, die eine spastische Lähmung aufweisen.
dies ist allerdings von mehreren Faktoren abhängig. Ein erfahrener Nervenarzt kennt diese und weis durch Dosisanpassung das Risiko der NW zu minimieren…

mfg M.A.Klaßen