Seit längerer Zeit habe ich bei 3 Halswirbeln einen Bandscheibenvorfall (die Scheiben sind ganz rausgerutscht.Schmerzen ohne Ende.Hauptsächlich nachts fast unerträglich.Nehme am abend eine sehr starke Schmerztablette und für die Nacht ein Opiat.Eine OP ist nach Aussage des Arztes sehr schwierig und kritisch.Auf jeden Fall könnte ich danach meinen Kopf nicht mehr drehen und eine Querschnittlähmung
könnte die Folge sein.Was kann ich tun um die Schmerzen zu lindern?
Wegen der Bewegung gehe ich täglich 7-8 km mit den Nordic Walking Stöcken,außerdem habe ich ein Gerät das die Nerven stimmuliert,ich benutze ein elekrisches Massagegerät und bin beim Physiologen.Leider bis jetzt ohne großen Erfolg.
Was könnte ich noch probieren um eine OP möglichst weit rauszuschieben?
Also ganz können die Scheiben nicht rausgescutzt sein, aber evtl. die derberen Kerne. Ohne MRT-Bilder ist das schwer zu beurteilen, was wie schwierig wäre.
Eine OP ist aber, falls indiziert, auf alle Fälle mit akzeptablem Risko durchführbar und besser mit 40 als mit 75 gemacht.
Bei solchen Schmerzen, wie Du sie beschreibst (neuropathische) helfen Opioide leider nicht soo toll. Mittel aus der Klasse der Antidepressiva (Amitryptilin z.B.) und der Antikonvulsiva (Gabapentin z.b.) sind da deutliche Stützen der Schmerztherapie. Ein echter Schmerztherapeut sollte da ran (kein Hausarzt, kein Orthopäde, kein Neurochirurg) und so wie Du es beschreibst auch ein Chirurg mit Messer…
Das Risko einer Querschnittslähmung ist immer bei Wibelsäulen OPs gegeben und die Folgen am Hals natürlich extrem. Deine Halsbeweglichkeit wäre nach so einer OP sicherlich auch eingeschränkt, aber ist sie das nicht jetzt schon, nur schmerzbedingt?
Leider kann man von einer solchen OP nicht immer Wunder erwarten. Bein Galensteinen sind die Beschwerden weg, wenn die Steie und die Blase raus sind. Wei Nervenschmerzen können die Schmerzen bleiben, obwohl nachweislich nichts mehr auf sie drückt…
Lange Rede kurzer Sinn: Aus der Schmerztherapie sollte noch viel mehr rauszuholen sein.
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Hallo!
Mein Man wurde Mitte Okt. 07 ebenfalls krnak geschrieben wegen BSV der HW.
Nach langem Warten wegen der Termine wurde er vor Weihnachten in der Uniklinik Essen erfolgreich operiert, nach der Reha Ende März als geheilt entlassen.
Er hatte ähnliche Probleme: Schmerzen vor allem nachts, nicht liegen können usw.
Die OP wurde übrigens von vorne gemacht, um nicht an die Nerven zu müssen. Die defekte Bandscheibe wurde entfernt und durch Knochenzement ersetzt. Er kann den Kopf bewegen und ist seitdem beschwerdefrei.
Erkundige Dich bei weiteren Ärzten, manche Haus-Orthopäden machen sich erst die eigene Tasche voll, bevor sie weiter schicken.
Gruß Carmen