nach einem Artikel im Internet mache ich mir so Gedanken um die Haltbarkeit von CD’s.
Konkret geht es darum, dass ich alte Unterlagen von meinen rechtlichen Betreuungen einscannen und auf CD brennen will, da sich bei mir langsamt Papierberge türmen.
Nun habe ich gelesen, dass die Haltbarkeit einer CD zwischen einem und zehn Jahren liegt. Ein wenig dürftig, ich hoffe, meine Betreuten leben länger.
Wie soll die Scans denn sonst speichern ? Oder muss ich irgendwo doch noch eine Ecke freiräumen, und es bei der Papieraufbewahrung lassen ?
nach einem Artikel im Internet mache ich mir so Gedanken um
die Haltbarkeit von CD’s.
wenn du 10 Experten fragst, kriegst du 20 Meinungen.
Konkret geht es darum, dass ich alte Unterlagen von meinen
rechtlichen Betreuungen einscannen und auf CD brennen will, da
sich bei mir langsamt Papierberge türmen.
Nun habe ich gelesen, dass die Haltbarkeit einer CD zwischen
einem und zehn Jahren liegt. Ein wenig dürftig, ich hoffe,
meine Betreuten leben länger.
andere (seriöse) Quellen (wie zB die Experten des deutschen Musikarchivs in Berlin), beziffern die Haltbarkeit auf 80-100 Jahren.
Es sind natürlich eine Reihe von Faktoren ausschlaggebend, die die Haltbarkeit beeinträchtigen können: mechanische Beanspruchung (Durchbiegen verursacht zB Haarrisse), mechsniasche Schäden (Kratzer auf der Cover-Seite), extreme Temperaturen, Sonnen- und Halogenlicht usw
Das Märchen, dass die Aluminiumschicht mit der Zeit oxydiert, hielt sich lange und ist tatsächlich bei einigen wenigen CDs von minderer Qualität passiert. Heutzutage haben alle CDs eine Schicht aus Klarlack, die die Aluminiumschicht schützt, so dass diese Gefahr gebannt ist, solange keine mechanischen Schäden vorhanden sind (Kratzer, Risse usw)
Ich würde also in Ruhe die Scans auf CD verewigen. Eine normale menschliche Lebenserwartung sollten sie noch aushalten
Nun habe ich gelesen, dass die Haltbarkeit einer CD zwischen
einem und zehn Jahren liegt. Ein wenig dürftig, ich hoffe,
meine Betreuten leben länger.
Wenn es wichtige Daten sind könnte eine (evtl. zusätzliche zweite) Datensicherung auf Speicherkarte vielleicht sinnvoll sein. Speicherkarten sind zumindest mechanisch nicht so leicht zu beschädigen wie CD’s und auch kleiner.
Konkret geht es darum, dass ich alte Unterlagen von meinen
rechtlichen Betreuungen einscannen und auf CD brennen will, da
sich bei mir langsamt Papierberge türmen.
Rechtlich gesehen sind das dann aber nur normale Kopien. Ob das bei kritischen Sachen reicht wage ich mal zu bezweifeln.
Wie soll die Scans denn sonst speichern ?
Für sowas gibt es 2 Ansätze:
Die Daten alle X Monate auf neue Medien umkopieren und die letzten 3-4 Generation behalten. Damit kann man trotz billiger Consumer Hardware ganz ordentliche Datenlebensdauer erreichen. Bonuspunkte gibt es für die Verwendung unterschiedlicher Medienarten (CD, Tape und MO).
Professionnelle WORM-Speicher benutzen: http://www.plasmon.com . Ich würde allerdings selbst bei solchen sauteueren Systeme immernoch alle X Monate frische Kopien anfertigen. Nur kann man bei sowas durchaus länger zwischen den Kopieraktionen warten.
Und benutz ein gut dokumentiertes und oft implementiertes Datenformat. Microsoft Word Dokumente von vor 12 Jahren öffnen ist ein Ding der Unmöglichkeit. ASCII, JPEG und GIF hingegen gibt es immernoch.
wie sieht es mit Scans im PDF-Format aus ? Die sind auch gut komprimiert, und eine Bearbeitung der Dateien soll ja nicht mehr erfolgen (z. B. eingescannte Kontoauszüge, Urkunden, Brief von und zum Gericht).
wie sieht es mit Scans im PDF-Format aus ? Die sind auch gut
komprimiert, und eine Bearbeitung der Dateien soll ja nicht
mehr erfolgen (z. B. eingescannte Kontoauszüge, Urkunden,
Brief von und zum Gericht).
PDF ist natürlich derzeit das Format der Wahl, wenn es um Achivierung
geht, zumal man ja auch den passenden Viewer immer gleich mit
auf die Datenträger mit draufpacken kann.
Ansonsten spielt nicht die Art des Datenträgers an sich die
große Rolle, sondern eher die gesamte Backup-Strategie.
Da muß man eben auch mit Dingen rechnen, die unter Naturkatastrophe
und persönlichen Supergau fallen.
Deswegen , wie schon angesprochen - mehrfache Backups machen
weil ein einiges immer kaputt gehen kann.
Möglichst verschiedene Datenträger vewenden, um systematische
Ausfälle zu vermeiden z.B. durch fehlerhaften Brenner oder
mit dem Backup „gesicherte Vieren“ usw.
Datenträger dann auch an unterschiedlichen Orten lagern, weil es
nix nützt, wenn bei einem kleine Brand die CD alle mitverbrennen
oder der Einbrecher auch gleich die Backups mitnimmt.
Neben CD und DVD kann man z.B. auch externe HD ganz
komfortabel nutzen.
wie sieht es mit Scans im PDF-Format aus ? Die sind auch gut
komprimiert, und eine Bearbeitung der Dateien soll ja nicht
mehr erfolgen
Das Problem ist doch:
entweder Du brauchst die Unterlagen zum Nachschlagen. Dann ist die Form völlig egal.
oder Du brauchst die Unterlagen als Beweismittel. Dann ist die Papierform unverzichtbar. Alle elektronischen Medien sind leicht fälschbar. Am einfachsten beim Scannen.
Frag mal im Brett ‚Allgemeine Rechtsfragen‘ dazu nach.
Gruß
loderunner
Frag mal im Brett ‚Allgemeine Rechtsfragen‘ dazu nach.
Gruß
loderunner
es handelt sich um Unterlagen, die zu archivieren sind. Also alles, was dem Gericht schon vor längerer Zeit vorgelegen hat und nicht beanstandet wurde.
Das Problem ist nicht die Haltbarkeit der Datenträger, sondern die Verfügbarkeit der Lesegeräte !!
vor 15 Jahren waren 5 1/4" Disketten noch verbreitet.
vor 10 Jahren waren 3 1/2" Disketten Standard.
Heutige PCs haben meist gar kein Diskettenlaufwerk mehr.
Was nützt dir da eine Diskette, welche die Daten 20 Jahre sicher speichert …
OK, bei CDs wird es nicht so schnell gehen, wegen den riesigen Beständen an Musik auf CDs. Und Plattenspieler gibt es auch heute noch.
Allerdings weiss man nicht, was sich die Musikindustrie einfallen lässt um ein kopiersicheres Medium durchzudrücken. Allerdings darf man nicht vergessen, das z.B. Sony CD-Laufwerke herstellt und Teil der Musikbranche ist…
PDFs aus scan-to-PDF Programmen sind JPEG-Dateien in einem PDF-Container (also nicht durchsuchbar). Der AdobeReader kann derzeit alle alten Varianten lesen, offene Implementieren gibt es auch. Wäre also gar nicht so schlecht.
Die sind auch gut komprimiert
Bei gleicher Qualität sind png-Dateien kleiner.
, und eine Bearbeitung der Dateien soll ja nicht
mehr erfolgen (z. B. eingescannte Kontoauszüge, Urkunden,
Brief von und zum Gericht).
Ja, kein Problem. Sind aber alle danach rechtlich gesehen wertlos. Also mach sowas nicht wenn da noch einer 2. Verfahren nachkommen könnte.
Nun habe ich gelesen, dass die Haltbarkeit einer CD zwischen
einem und zehn Jahren liegt. Ein wenig dürftig, ich hoffe,
meine Betreuten leben länger.
Das sollte man doch etwas differenziert betrachten.
Es ist nicht so, das die komplette CD von jetzt auf gleich vollständig unlesbar wird. Also, solange der Root-Sektor nicht ausfällt.
Nach einige Jahren sind die ersten Sektoren nicht mehr lesbar. Blöd für die betroffenen Dateien, aber der Rest sollt noch lesbar sein.
Und jetzt der Trick: die pfiffigen Kerlchen bei der c’t haben ein kleines Programm namens „h3cdimage“ geschrieben. Das liest eine CD/DVD Sektorenweise ein. Defekte Sektoren werden dabei übersprungen. Zusätzlich wird eine Index-Datei angelegt, in der steht, welche Sektoren noch fehlen. Bei weiteren Versuchen - ausdrücklich auch auf anderen Laufwerken und/oder Rechnern - werden nur die fehlenen Sektoren gelesen. Damit kann man die Fehlerkorrektur verschiedener Laufwerke kombinieren.
Wenn man das mit der frisch gebrannten CD/DVD macht, und das fehlerlose Image gleich nochmal (oder noch zweimal) brennt, dann hat man zwei bzw. drei bitidentische Kopien. Im Ernstfall kann man dann wieder ein Image erstellen und Defekte mit einer der Kopien ergänzen lassen. Die Wahrscheinlichkeit, das die gleichen Sektoren vom Verfall betroffen sind, ist minimal.
Man kann aber auch beispielsweise mit SmartPAR Parity-Infomationen eines Images anlegen, getrennt aufbewahren und im Ernstfall das defekte Image damit reparieren lassen.
Das zieh ich seit Jahren durch, mit ausgesprochen guten Erfolgen. Wenn die Nachbars-Kinder mal wieder eine meiner mp3-DVDs zu Tode gehört haben, erstell ich ein neues Image, repariere die defekten Sektoren mit meinen PAR-Files und brenn das Image neu.
Hat mir schon vier unlesbare DVDs wieder zurückgeholt