Hallo,
eine Frage zu einem Verwarnungsgeld vom Ordnungsamt (genannt „Knöllchen“)
Wie würde man richtigerweise vorgehen, wenn man sowas (wegen eines Halteverbots-Verstoßes) bekommen hätte, aber es unmöglich gewesen sein könnte und auch niemand anderes das besagte Auto gefahren hat? Wenn es sich also um einen Fehler der Politesse/Behörde gehandelt haben muss?
Angenommen man könnte beweisen, dass man selbst zu der angegebenen Zeit nicht dort sein konnte (weil man gerade nachweislich woanders war)- wie soll man aber beweisen, daß niemand anderes das Auto benutzt hat? Würde dafür eine eidesstattliche Versicherung genügen, dass nie jemand anderes das Fahrzeug fährt?
Wie müßte man überhaupt vorgehen in der Sache?
Danke
Charlotte
Hallo Charlotte,
gegen den Bescheid Widerspruch einlegen, den Sachverhalt kurz erläutern und ggfs. Zeugen oder Beweismittel dafür angeben (z. B.
Teilnahme an einer Weiterbildung in einem anderen Ort, zu der Du mit dem entsprechenden Fahrzeug warst, oder entsprechende Tankquittungen).
Ist meinem Mann auch schon passiert, er saß in einer Prüfung in Berlin-Mitte und sollte zeitgleich in einer Halteverbotszone in Berlin-Spandau gewesen sein. Der Sachverhalt wird dann meist ohne Probleme eingestellt. Auch Politessen können Fehler machen, z. B. Zahlendreher bei Nummernschildern. Achte mal darauf, ob zusätzlich zum amtl. Kennzeichen auch die Farbe und der Fahrzeugtyp genannt sind. Das schönste was ich in diesem Zusammenhang erlebt habe, war ein weißer PKW mit amtl. Kennzeichen…, der mit 120 km gestoppt wurde. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das amtl. Kennzeichen zugehörig zu einem dunkelgrünen Traktor, der bauartbedingt max. 25 km/h fahren kann. Also nicht ins Boxhorn jagen lassen. MfG M.P.
Ergebnis
Danke sehr!
Ich habe dort freundlich angerufen - und es hat sich in der Tat herausgestellt, dass von der Politesse ein ganz anderer Autotyp notiert wurde als ich fahre.
Das Verfahren wird daraufhin eingestellt.
Charlotte